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Vater seiner Soldaten, belohnte er aus seinen Mitteln die Tapfern. 1758 schickteer sein sämmtliches Silber in die Münze, um den Bedürfnissen des Staats zu Hülfezu kommen. Der Friede 1163 gab ihn einem ruhigen Wirkungskreise zurück; überseine Wohlthätigkeit gegen die Soldaten, welche er commandirt hatte, sehte er fort.Besonders thätig für die Verbesserung des Ackerbaues und den öffentlichen Unter-richt, schaffte er lange vor der Revolution die Frohndienste und die Zwangsrechteauf seinen Gütern ab, schrieb gegen den Feudalismus, entwarf einen Plan zurTilgung der Zinsm und Renten u. s. w. Zu verschiedenen Kirchspielen gründeteer WohlthätigkeitSanstalten, sorgte für den Unterhalt und Unterricht älternloserKinder, stellte Ärzte und Hebammen an, stiftete ein Hospital und stattete es reich-lich aus. In einem Jahre der Theurung ließ er auf eigne Kosten Getreide in denHafen von Calais einführen. Zu den Provinzialversammlungen sprach er gegen dieFrohnen; in der Versammlung der Notabeln erklärte er sich für die gleichmäßigeVertheilung der öffentlichen Lasten. Die Revolution brach auö. Noch vor demDecrete über die patriotische Beisteuer machte er ein freiwilliges Geschenk von100,000 Fr. Während der Schreckenszeit hatte er sich nach Meillant zurückge-zogen. Hier wurde er verhaftet, und erst nach dem 9. Thermi.dor erlangte er seineFreiheit wieder. In den Zeugnissen, welche ihm die Revolutionsausschüsse ertheil-ten, wurde er der Vater der leidenden Menschheit, der Wohlthäter genannt. Erkehrte nach Meillant zurück, wo er eine Ackerbaugesellschast stiftete. Kein Opferwar ihm zu groß, und sein ungeheures Vermögen reichte kaum für seine Unterneh-mungen hin, bis er den 21. Oct. 1800, von unzähligen Menschen betrauert, de-ren Wohlthäter er gewesen, an den Blattern starb.
Charpentier (Johann Friedrich Wilhelm von), Berghaupkmann inFreiberg , um die wissenschaftliche Betreibung des Bergbaues höchst verdient, geb.zu Dresden d. 24.Iuni1138, starb d.21. Juli 1805. 1106 erhielt er an die neu-errichtete Bergakademie in Freiberg einen Ruf als Lehrer der Diathematik, späterhinmachte er sich mit dem praktischen Grubenbaue bekannt, bekam 1184 dieDirectiondesAlaunwerks zu Schwemsal und ging 1185 nach Ungarn , um die Anwendbarkeitder neuen Amalgamirmethode zu prüfen. Nach s. Zurückkauft ward in Freiberg dasgroße Amalgamirwerk nach einem sehr durchdachten Plane angelegt. Er war umdiese Zeit vorn Kaiser Joseph in den Reichsadelstand erhoben worden.
Charron (Pierre), Sohn eines Buchhändlers, welcher Vater von 25Kindern war, geb. zu Paris 1541, studirte zu OrleanS und BourgeS die Rechteund prakticirte. Allein nach 5 oder 6 Jahren widmete er sich dem gcisilichenStande, zeichnete sich als Kanzelredner aus, bekleidete mehre Ämter in Gas-cogne und Languedoc , und erhielt den Titel eines Predigers der Königin Mar-garethe. Zu Bordeaup trat er in enge Freundschaft mit Montaigne, der ihm inseinem Testamente die Erlaubniß gab, sein Familienwappen zu führen. In derVersammlung der Geistlichkeit von 1595, bei welcher er als Abgeordneter erschien,wurde er zum Secretair ernannt. Er starb 1003 zu Paris . Charron's bekann-testes Werk ist sein ,,'IHte cle Is 8i>Aes8c", der von mehren Seiten angegriffenund vertheidigt wurde. Der ,/I raite cle la nagele", den er kurz vor seinem Todeschrieb, ist ein Auszug und eine Rechtfertigung des vorigen. Montaigne und Du-vair ahmt er oft darin nach, doch vermißt man die Lebendigkeit und Eigenthümlich-keit des Erstern. In s. ,,'lraite cle!, tiols verlud" beweist er gegen die Atheisten,daß es eine Religion gebe, gegen die Nichtchristcn, daß von allen Religionen diechristliche die allein wahre sei, und gegen die Keßer, daß die römisch-katholische Kirche allein selig mache. Außerdem sind noch„Oi8uvu> 8 elwetleng" von ihm gedruckt.
Charta Mag na, gewöhnlich »laxn-r cliaria (englisch : 'l'lw prcalobsrter). Es gehört zu den gangbaren Irrthümern, daß der Landesgrundver-gleich, welcher dem K. Johann von England 1215 abgenöthigt wurde, die Haupt-