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Chastelcr
Metz. 1776 trat er in den östr. Krieg-dienst. Von 1778 — 80 studirke er inder Ingenieurakad. zu Wien . wurde Lieur. im Geniecorps und machte sich von1781 —8-1 bei dem Bau der von Joseph angeordneten Festungen Iosephstadt undTheresienstadt rühmlich bekannt. Zugleich stutirte er Geschichte, Naturkunde,Ki iegswissenschask, und vorzüglich Kriegsbaukunst. Im Türkenkrieae diente erbei dem Corps des Herz. von Koburg; 1788 bei der Belagerung von C hotym wardihm der rechte Fuß zerschmettert. In der Schlacht bei Focksan erwarb er sich dasTheresienkreuz. Dann zeichnete er sich bei dem russischen Heere unter Repninaus. Nach dem Waffenstillstände brauchte man ihn bei der Ausnahme und Aus-arbeitung der militairischen Charte der Walachei; er vollzog wichtige Aufträge inBelgrad , Petei wa> dein, Brüssel:c. Während der niederländischen Unruhen gaber die größten Beweise seiner Anhänglichkeit an das Kaiserhaus. Vom Ausbrucheder stanz. Revolution an nahm er als Obrisilieut. im Geniecorps an allen Feld-zügen des östr. Heeres Theil, z. B. bei der Vertheidigung des Castells von Namur 1792, bei der Belagerung von ValencienneS, O.uesnoy und Maubeuge 1793.In der Schlacht bei Watligny (15. u. 16. Oct. 1795) warf er den rechte» Flügelder franz. Armee. 1796 und 1797 arbeitete er auch als Diplomat in Packnund zu Petersburg . Nach dem Frieden von Campo-Formio war er Bevollmäch-tigter zur Übernahme und Grenzbestimmung der neu erworbenen venetian. Pro-vinzen, und 1799 Generalguartiermeister des vereinigten russisch -östreich. Heeres inItalien. Zu Kiay'S Siege über Schercr bei Verona trug er viel bei. <Luwa-roff'S Vertrauen rechtfertigte er in der Schlacht an der Trebia (17.— 19. Juni1799). In den Laufgräben vor Alessandria erhielt er seine dreizehuleWunde durcheine Kartätschenkugel. Im Frühjahr 1800, von seiner schweren Verwundungkaum geheilt, sendete ihn Baron Thugutzur Rheinarmee, deren DbcrbesehIKray,und nach diesem der Erzherzog Johann übernahm. C. erhielt eine Brigade bei demCorps in Tii ol, wo er die tiroler Landwehr einübte. Als der Erzherzog Karl denWaffenstillstand von Stadt Steper schloß, wurde Tirol geräumt und nur vonstanz, und cstrcich. Sauvegarden in gleicher Anzahl besetzt. Er befehligte die-Ost-reicher, Nansouiy und Demont die Franzosen. In dieser Ruhezeit entwarf C.vortreffliche Plane für die Befestigung Tirols, für die Bildung der Landwehr unddes Landsturms daselbst. Daher ertheilten ihm Tirols Stände die Landsmannschaft.1802 ging er nach Paris , wo es ihm gelang, seine Ausstreichung von der »ieder-ländilchen Emigrantcnliste zu bewirken. Beim Ausbruche des Krieges 1805 erhielter ein Coimnando. Das Gefecht am Paß Strub mit der bairischen DivisionDerop, der Marsch gegen Salzburg , die Vertreibung Marmont'S aus Grätz er-höhten seinen alren Ruhm. 1808 wurde ihm die Befestigung von Komorn über-tragen: dann befehligte er das achte Armeecorps bei der Ärmee von Inneröstreich.Ein kleiner Tbeil desselben war nacb Tirol bestimmt, und der Erzherzog Johann übertrug dein Gen. C. wegen seiner Kenntniß des Landes diese Unternehmung per-sönlich. C. und Hormavr waren nun die Seelen des tiroler Aufstandes und allerbannt zusammenhängenden poliitsch-militairischen Erfolge. Inzwischen war dasUnglück bei Regensbnrg geschehen. C. mußte sich nach dem nördlichen Tirol wen-den. Napoleon, über die Capüulation der 8000 Franzosen und Baiern in In-spruck ergrimmt, gab zu Enns einen Tagesbefehl, wodurch er „einen gewissenChasteler, angeblich General in östr. Diensten, als Räuberanführer, als Urheberder an den gefangenen Franzosen und Baiern verübten Mordthaten und als An-stifter des tiroler^Aiifstandes in die Acht erklärte, vor ein Kriegsgericht zu stellenund binnen 24 Stunden zu erschießen befahl". Kaiser Franz verordnete Repres-salien gegen diesen völkerrechtswidrigen Befehl, der um so schändlicher war, als dieFurchige für die Gefangenen und Verwundeten einer der ersten Gegenstände war,womit C. sich beschäftigte. Die baltische Armee, unter dem Marschall Herzog