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Chateaubriand
(Zerren,,) seitdeni öffentlich eingestanden nnd ein neues Werk nach altem Glau-den geschrieben, („.keui i»", sagte er, „u>, ouvr^^e ueukuveo u»e k«i uutignk".)')Denn als Bonaparte an die Spitze der Regierung trat und sich den liberalen Ideenabgeneigt erklärte, geschah es, daß auch der Vers. des „bH Iiinln, ü,„e" vm> die;sen Ideen sich lossagte. „Unter einer Regierung, die keine friedliche Meinungächtet ', schrieb er 1801 in der Vorrede zur 3. Äusg. s. „Atala", ist es erlaubt,die Vertheidigung des Christianismus, als einen Gegenstand der Literatur, zu über-nehmen". Er nannte damals Bonaparte einen von den Menschen, welche dieGottheit, wenn sie des Straftns müde ist, zum Zeichen der Versöhnung auf dieWelt sendet. Die erste Ausgabe von C.'s „kleine >ln el>r,5l>.i>>i5,i>e" erschien1802 in England, dann auch in Frankreich ; der Roman „Atala" füllte das18. Buch desselben aus. Das Werk machte einen großen Eindruck; auch ist darinAlles auf diesen Zweck angelegt. Die Zeit dazu war glücklich gewählt, dennBonaparte wünschte das Ansehen der Kirche wiederherzustellen. 25 Jahre frü-her würde das Buch so wenig vor den Augen der Sorbonne als vor den Feindenderselben Gnade gefunden haben. Jetzt schwiegen die Prälaten zu den etwas welt-lichen Ansichten des Vfs., weil Ton und Darstellung das religiöse Gefühl anspra-chen. Nach dem 18. Brumaire kehrte C. nach Frankreich zurück, trat mit Fonta-nes, Laharpe und andern ausgezeichneten Gelehrten in Verbindung und wardMitherausgeber des „öle, eure". 1803 war er auf eine kurze Zeit GesandtschaftS-seererair in Rom unter dem Cardinal Fesch . Dieser Aufenthalt begeisterte ihn zus. „Märtyrern", einem religiösen Gedichte. Noch in demselben Jahre ward er alsfranz. Minister in Wallis angestellt, nahm aber gleich nach dem Tode des Herzogsvon Enghien (im März 1801) seine Entlassung. 1806 reiste er über Griechenland und RhoduS nach Jerusalem, von da besuchte erAlexandrien, Kairo und Carthago,dann kehrte er durch Spanien im Mai 1807 nach Frankreich zurück. Nach s, eig-nen Worten brachte er von Sparta, ArgoS und Korinth ein Dutzend Kiesel, einenRosenkranz, ein Fläschchen Wasser aus dem Jordan, eine Phiole mit Wasser ausdem todten Meere und etwas Schilfrohr von den Ufern des Nils als Zeugnisse sei-ner Pilgerfahrt und seines Glaubens mit. Bald nachher verlor er s. Eigenthums-recht am „Uei-eurc eis I'i.nioe", weil er über die Reise des H. v. la Borde durchSpanien einen Artikel geschrieben hatte, in welchem der Kaiser beleidigende Anspie-lungen zu sinken glaubte. Um diese Zeit erschienen C.'S „äbu lv, -". Sie konntennatürlich nur theilweise gefallen. Auch Joseph Chenier war kein Bewunderer vondes Dicomte Schriften. Als nun C. an Chenier's Stelle 1811 Mitglied des Insti-tuts geworden war, urtheilte er in s. Eintrittsrede über s. Vorgänger, auf den ernach dem Herkommen eine sogen. Eloge hätte halten sollen, mit so wenig Scho-nung, daß man darin nur die Empfindlichkeit seiner Eigenliebe und die Absicht, denParteienzwist zu nähren, erkennen konnte. Übrigens finden sich hier, und noch häu-figer in dem „I tinci.'.ii«' <Ie ?->r!s ä .le-r,i5!>1em" mehre Stellen zum Lobe Napo-leons , theils weil der Vers. dessen kriegerischen Ruhm bewunderte, theils weil er(wie er selbst gesteht), zum Besten s. Verlegers, einen Wink des PolizeüninisterSnicht unbeachtet lassen durfte. Endlich erhob das Jahr 1812 seine Hoffnung, dieBourbons wieder hergestellt zu sehen, und im April 1814 schrieb C. zu Paris seineberühmte, fast in alle europ. Sprachen übersetzte Flugschrift: „Uv liuou,-> parte- vt<!<--> Iloui boiui"; man konnte gegen eine Macht, die nicht mehr vorhanden war,nicht kühner schreiben, als es der Df. hier gethan hat. Der Mann, „den die Vor-sehung sandte" (envoge znnr l-> ielenoc), wird ebenso kräftig wie früher, aber
*) C. veranstaltete I8ii eine neue Ansg. deö „L-rsi", worin er alle mißfälligeStellen abgeändert hatte. Dagegen erschien 1821 zu Paris bei Lacrosse, neu abge-druckt, die alle, sehr selten gewordene Äusg. des von 1707, mir Noten
und mit den in der Ausg. von 1814 enthaltenen Veränderungen.