Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Chatillon und Kampf zwischen der Marne n. Seine 589

der Meinung, Napoleon sei von den Generalen Nork und Sacken zurückgewiesen,mit 20,000 M. nach Etoges vorgerückt, wo er Mariuont, den Napoleon ihmentgegengcsandt hatte, am 13. angriff und ihn, um sich mit Sacken und Pork zuvereinigen, nach Montmirail hin bis Vauchamp zurücktrieb. Aber schon am 14.ereilte Napoleon hier und beiIoinvillers dcn preuß. Nortrab. Bald sah sich Blü-cher von allen Seiten angegriffen, und seine Lage jetzt erkennend, beschloß er denRückzug; das Fußvolk scharte sich in Massen, die Batterien zwischen sich, die Rei-terei auf den Flügeln. An diesem Tage, bei Vauchamp und Etoges, rettetedie Tapferkeit der Preußen und der Heldenmuth ihrer Führer, Blücher, Gneise-nau, Kleist und Prinz August von Preußen, das Heer von Schlesien . Denn Trotzihrer Überlegenheit an Reiterei vermochten die Franzosen nicht die preuß. Vierecke zudurchbrechen; vergebens hatte Grouchy Champaubert und mit 6000 Reitern dieStraße nach Etoges besetzt, um Blücher den Rückzug abzuschneiden. Obgleichvom Feinde umzingelt, warfen die Preußen und Russen feine wiederholten Flanken-angriffe zurück und zogen fechtend in gedrängten Scharen fort, bis sie den Waldvon EiogeS erreichten. Auch hier mußten sie sich durch Massen des feindlichenFußvolks, das ihnen dahin zuvorgekommen war, durchschlagen, wobei die Nach-hut, von Grouchy 'ö Reiterei in den Flanken und vonMarmonk's Fußvolk von vornangegriffen, größtemheils zersprengt und gefangen wurde. Erst in der Nacht ge-langte Blücher , mit einem Verluste von 4000 M. und 9 Kanonen, in die Stellungbei Bei geres. Am 16. wich er, ohne weiter verfolgt zu werden, nach ChalcnS ander Marne zurück, wo er sich mit V»l'k und Sacken und mit den herbeieilendenScharen von Längeren vereinigte. Das schlesische Heer hatte in diesen 6 Togenein Viertheil seiner Stärke, beinahe 15,000 M. verloren, war aber jetzt von neuemüber 60,000 M. stark.

Unterdessen waren Witgenstein und Wrcde über die Seine in Napoleons Rücken vorgedrungen, und Fürst Schwarzenberg halte die an der Seine stehendenHeerabkheilungen aus Sen? ani 11., aus Nogent am 12., aus Montereau am15., sowie aus Provinz und aus andern Orten vertrieben, sodaß das Heerlager derverbündete» Monarchen am 16. bis Bray vorgerückt war. Dies bewog bei: Kai-ser Napoleon, am 15. bei Etoges von der Verfolgung Blücher s abzulassen, und erzog m Gewaltmärschen, mit seinem jetzt auf 100,000 M. verstärkten Heers, vonMoumnratl am 16. bisMeaux, um von hier aus sich auf die einzelnen'Abtheilun-gen des feindlichen Hauplhccres zu werfen. Allein S chwarzenderg empfahl sofortden 3 auf dem rechten Seineufer staffelweise vorrückenden HecreStheilen, in derAngriffsbewegung einzuhalten. Doch Witgenstein setzte willkürlich seinen Mai schweiter fort; daher geschah es, daß nicht nur sein Dortkab unter Pahlen von demGeneralGerard bei Mormant und Nangis am 17. angegriffen wurde, wo er einige'tausend Mann und 10 Kanonen verlor, sondern daß auch am 18. bei Monte-reau , am linken User der Seine/ wo die Ponne itt die Seine fällt, ein nach-theiliges Gefecht geliefert werden Mußte, wo jedoch der tapfere Kronprinz v. Wür-temberg, an der Spitze des vierten Heerthcils, mit etwa 10,000 M. und 38 StückKanonen, den Übergang über die Seine dem an Dictor's Stelle getretenen GeneralGerard und dem Kaiser Napoleon selbst, die ihn mit 30,000 M. und 60 Kanonenangriffen — sowie Schwarzenberg es ihm befohlen bis zum 18. Abends ver-wehrte, und sich hierauf, indem er über die Brücke nach Montereau unter demfeindlichen Geschützfeuer ging, nach einem Verluste von 2800 Mann, ohne dirGefangenen und das unbrauchbar gemachte Geschütz, ungehindert auf das Haupt-heer zurückzog. Dadurch gelang es dein Fürsten Schwarzenberg , alle Massen sinn»Heeres am 19. wieder bei Troycs zu vereinigen. Jetzt hoffte Napoleon, den Fürsten hier zu einer Schlacht zu zwingen, woAlles ihm ded. entscheidendsten Erfolg Ver-sprach; dazu kam noch die Nachricht von einem Siege, den derVicekönig vcnHis»