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Chaux dr Fonds Chemie
ober Dergniaud. In den für die Zeitgeschichte und die Entwickelung der Reprä-sentativversassung so wichtigen Verhandlungen der franz. Deputirtenkammer findenwir C. bei jeder DiScussion in den ersten Reihen, und selbst die kränklichsten Gr-sundheitöverhältnisse konnten ihn nicht von der wichtigen Session 1820 und denfolgenden entfernt halten.
Chaux (la) deFonds, Meierei und Dorf in der Grafschaft Dalenginim schweizerischen Canton Neufchatel . Das rauhe, zum Ackerbau untüchtige Thaldieses Namens, wohlhabend durch Viehzucht und Käsehandel, ist mit dem benach-barten Locle durch seine Uhrenfabricalion und Spitzenklöppelei merkwürdig. LaChaux de Fonds hat gegen 5800 E., darunter an 400 Uhrmacher und LOOSpitzen-macherinnen. Ohne die Pendeluhren werden auf 40,000 goldene und silberne Ta-schenuhren hier jährlich verfertigt. Das DorfLocle hat gegen 5000 E. Man findetan beiden Orten eine pariser Modehandlung, Buchdrucker, eine Buchhandlung undBanquiers. Das DorsFleurier ist der Hauptsitz des Spitzenhandels.
Checks, in England, Anweisungen der Privaten oder der Kaufleute aufdiejenigen Personen, welche ihre Cassengeschäfte besorgen, d. h. solche, welchen siedie Einziehung ihrer Gelder und Wechsel übertragen, und bei welchen sie, vermögeder Checks, über diese Gelder wieder verfügen. Man nennt diese Personen in Eng-land Bankers, wie in Holland Cassiers, Die deutschen Banquiers sind etwas An-dres, da diese hauptsächlich Wechselgeschäfte machen, was in Holland und Englanddie Cassiers und Bankers in der Regel nicht thun. Die Checks, in Holland Cassiers-quittungen genannt, gelten in den Wechselzahlungen und im gemeinen Leben alshaar Geld, und da es nur selten der Fall ist, daß ihre Bezahlung vom Banker oderCassier verweigert wird, so henscht darin ein außerordentliches Vertrauen. Sie lau-fen oft Woche» lang, ehe die Zahlung wirklich verlangt wird, obgleich sie dadurchan ihrer gerichtlichcnKraft verlieren, da der Regreß gegen den Aussteller, wenn etwader Banker fallirt, eigentlich nur 3 Tage nach dem Tage der Ausstellung zulässigist. Sobald sie indessen in die Hände eines andern Bankers oder Cassiers kommen,werden sie noch denselben Tag verrechnet, da es in London und AmsterdamSitte ist,daß die Cassiers täglich .ihre (gültig angenommenen) Quittungen austauschen undsich das Fehlende oder Überschießende zahlen lassen oder zahlen,
Chemie. Mir diesem Namen, dessen Ursprung zweifelhaft ist, bezeichnenwir die Wissenschaft, welche die Natur der Körper, oder vielmehr die Wirkung ken-nen lehrt, welche ihre wesentlichen Bestandtheile gegenseitig ausüben. Die neuernChemiker haben sie die Physik im engern Sinne ic. genannt. Dieser letzte Namescheint ihr mehr als irgend ein andrer zuzukommen, da der Unterschied der Physikund Chemie auf einem sehr schwachen Grunde beruht, Erstere untersucht die ge-genseitige Wirkung der Körper, indem sie selbige in ihren Massen betrachtet; letz-tere untersucht dieselbe Wirkung der integrirenden Bestandtheile. Diese Wirkungwird in der einen durch ihre allgemeine Anziehung oder Abstoßung hervorgebracht,in der andern erzeugt sie eine besondere Verbindung oder Zersetzung. Aber nachunsem dermaligen Kenntnissen ist es unmöglich, die Physik von der Chemie zusondern, man kann die eine nicht ohne die andre studiren. Die Menschen,welche Mittel fanden, die Metalle zu schmelzen, sie zu verbinden, sie zu formen;die Ärzte, welche zuerst die nächsten Psianzenstoffe absonderten und ihre Eigen-thümlichkeiten erkannten, sind die ersten Chemiker gewesen. Aber statt einer deut-lichen, methodischen, philosophischen, vom Bekannten zum Unbekannten fortge-henden Beobachtung zu folgen, ließ mau sich durch astrologische Träumereien,durch die Fabel von dem Stein der Weisen und hundert thörichte Hypothesenirre leiten. Bis 1650 findet man in der Geschichte der Chemie nur einige besondereThatsachen anzumerken. Rhascs, Roger Baco , Arnaud de Villeneuve, Basi-liz-s Valentin, Parseelsus, Agrieolau. s. w. haben wehre Eigenschaften des Ei-,