Chenal Collier (Marie Joseph de—Andre de) 60 S
ler zuStetkin, zuketztGeh.-Rath u. Kanzler zu Schleswig , st. 1821. — SetnEnkel,Philipp Hogislav v. C., geb. 1605, in schweb. Kriegsdiensten, schrieb dasberühmte Buch: „1)o cutiouezwiu» iu in, zivil" nortro Kninsno-Oei niiiniro > w.snd. llippxüio (1640,4., und 1641, 12.), welches dem tamal. kaiserl.
Interesse mehr Abbruch that als manche verlorene Schlacht. Er wurde nachherschweb. Hisioriograph, schrieb noch eine Geschichte des schwedisch-deutschen Krieges(1648 u. 1653) und starb aus s. Gute zuHallstadt in Schweden 1618. 31.
Chenal (von dem engl. Channel fCanalP, bedeutet im Französische » einenges, im Meere oder in Seeströmen sich schlangelndes Fahrwasser zwischen Klip-pen und Sandbänken oder Inseln, in denen nian nur mit Hülse eines Lootsenschiffen kann. Bei inländischer Canalschifffahrt nennt man so das Fahrwasser, daszur Herstellung der Tiefe von Zeit zu Zeit abgelassen und ausgemodert wird.
Ch 6 nier (MarieJoseph de), geb. d.28.Aug. 1164 zuKonstantinopel, wos.Vater, Louis C., der sich durch treffliche Werke über dieMauren, über Marocco unddas ottomanische Reich bekanntgemacht hat, Generalconsul, und s. Mutter eineschöne, geistreiche Griechin war, kam jung nach Paris , diente alsDragonerofsicier,nahm st Abschied mit widmete sich IN Paris der Literatur. Nach 3 I. trat er mit s.
I<>5 IX" hervor, der als ein Denkmal des im Anfange der Revolution inFrankreich herrschenden Geschmacks betrachtet werden kann, übrigens nicht ohne poe-tisches Verdienst ist. C. erlangte, indem er den Leidenschaften des Volks schmeichelte,bald eine große Popularität. Er brachte nach und nach mehre Tragödien aufs Theater,die ikrGlückzumTheilder Bemühung des Vfs. verdankten, s.Personen die Spracheder herrschendenPartei in den Mund zu legen. 1191 erschien „II<»ri VIII" und „1,»„>ort dekalier", beide mit Beifall. Für das erstere Stück hatte C. eine Vorliebe undarbeitete es zu mehren Malen um. Die AuSg. von 1805 ist die einzige, welche alleVerbesserungen enthält. Sein„0»jus Liuceüus", der 1192 erschien, verdankte ei-nen großen Theil s. Beifalls den Zeitumständen. Bald darauf trat C. in den Con-vent, und hier theilte erlange die Meinung der ausgelassenste» Demokraten, sowie inseinem 1193 und 1194 erschienenen „b'änälon" und,,41»,ol<x»,". Manche s. Dra-men wurden weder aufgeführt noch gedruckt. Wir bemerken unter denselben eine ab-gekürzte Bearbeitung von Leffing's „Nathan" und einige Übersetz, von Sophokles .C. hat Schönheiten wie auch Fehler, die ihm eigenthümlich sind ; aber sowol in derProsa als ins. Versen zeigt er ein Talent von seltenem Umfange; vorzüglich zeichneter sich in der Satyrc aus. Außerdem hat er sich fast in allen Dichtung-gattungenversucht. In den letzten Jahren s. Lebens beschäftigte er sich mit einerGeschichte derfranz. Literatur. Die Reden, die er 1806 u. 1801 in dem Athenäum von Paris las,enthalten die Geschichte der Sprachen, derverschiedenenDichrungsartenund der Pro-sa bis aufFranzl. In einer 1806 herauSg. Einleitung hatte er den Entwurf des gan-zenWerkes und die Hauptergebnisse desselben vorgelegt. (S. s. „b'i-^incuz duunnr,de lilleruluio I'ail ä Vtbenee cn 1806 et 1801 etr.", PariS 1808.) Außerdemgab C. eine Charakteristik der vorzüglichsten Erzeugnisse der franz. Literatur von1188—1808 in st „ l'oble.iu bistorigne do l elut et du, j^ingie!, de I,'> litii-i!»-ture kruncuiiis drpli',; 1189". In s. letzten Schrift über die 10jährigen Preise fe-dert er den für die beste unterrichtende Schrift ausgesetzten Preis für einen ftiner ehe-malige» Feinde, und würdigt das Lycäe von Laharpe so scharf und richtig, daß nieeine gründlichere Kritik darüber erschienen ist. Erstarbd.11.Ian.1811. — Seinälterer Bruder, Andre de C., geb. zu Konstantinopel den 29. Oct. 1162, lebteseit 1188 in Paris, war ebenfalls Dichter, schrieb für Ludwig XVI. , wollte ihn vordem Convenr vertheidigen, verfaßte Ludwigs Berufung an das franz. Volk, wurdedeßwegen verhaftet und d. 23. Juli 1194 guillotinirt. —„Oeuvres ron>,,letes >1elil. 1. et Xndie (iln-nier, preeedoe» dedvotices, puräl. ä1..1r>uu»1t et liuuuuu",mit Portr. und Facsimile (10 Bde., Paris 1828).
Eviwersattviis-Lcricoii. Vd. II.
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