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Zweiter Band. Bo bis C.
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China (Geschichte)

der wichtigsten Erfindungen treffen wir bei ihnen. Sie druckten Bücher früher alswir, indem sie die Charaktere in Holztafeln schnitten, welche Methode noch beiihnen üblich ist. Die Magnetnadel kannten und gebrauchten sie ebenfalls vor uns;dessenungeachtet blieben sie in derSchifffahrtSkunde weit zurück, da sie den Schiff-bau sehr unvollkommen verstehen. Zm Ganzen hat man die Denkmäler Cbinas zusehr erhoben; dennoch sind einige ihrer Landstraßen, ihrer ungeheuern Bogenbrücken,ihrer pyramidalen Thürme, besonders aber ihre große Mauer (chinesisch: Van-Li-Tfching, die Mauer von 10,000 Li), der Bewunderung werth. Diese läuft über-höhe Gebirge und durch tiefe Thäler und mittelst Bogen über breite Strome bin,von der Provinz Shen-si bis Wang-Hay oder bis zum gelben Meere, in einer Längevon 600 Stunden. An einigen Orten ist sie, um wichtige Pässe zu decken, doppelt,auch dreifach. Die Grundmauer und die Ecken sind von festen Granitblöcken, dergrößere Theil aber von bläulichen Backsteinen, durch einen sehr reinen und weißenMörtel zusammengehalten. Fast alle 200 Schritte sind viereckige Thürme oderstarke Basteien. — Der Nationalcharakter ist die Frucht des eingeführtenHerkommens. Die tägliche Lebensweise jedes Einzelnen ist in jedem Range durchunabweichliche Regeln vorgeschrieben. Geistiger Getränke enthalten sich die Chine-sen fast gänzlich, dagegen ist der Gebrauch des Thees allgemein. Zhre Hauptspeifeist der Reis. Die Vielweiberei ist den Großen und den Mandarinen erlaubt. DerKaiser unterhält ein zahlreiches Serail. Der Zustand derWeiber ist Sklaverei. Einebesondere, gleichsam göttliche Verehrung erweisen dieChinesen ihren Vorfahren; siefeiern zu ihrem Andenken eigne Feste auf ihren Gräbern. Die ursprüngliche Reli-gion Chinas scheint ein Zweig des Schamanendienstes gewesen zusein, dessen Prin-cip die Anbetung der Gestirne und merkwürdiger Nakurgegenstände ist. Diese alteReligion ist durch spätere Sekten vertilgt worden. Unter diesen sind die wichtigstendie Sekten des Kon-fu-tse (s. d.) und des Lao-kiun oder Tao-ise. Das Volk be-kennt sich größtentheilszu der aus Andien gekommenen Religion deS Fo (s.d.) DerKaiser aus der tatar-mantschuischenDvnastie verehrt den Dalai-Lama (s.d.) Überdie Altsbreitung des Christenthums in China s. Missionen. Eine gegen den Kai-ser 1823 entdeckte Verschwörung gab Veranlassung zu einer allgemeinen Verfolgungder Christen, die jedoch 1824 aufhörte. Nach den Nachrichten der franz. Missionaus China betrug daselbst die Anzahl der Christen 46,287; es gab 27 christl. Kna-ben- und 45 christl. Mädchenschulen. — Der auswärtige Handel der Chinesensteht mit dem Umfange und Reichthum ihres Reichs nicht im Verhältniß. DiePortugiesen sind hier aufMaca o (s. d.), die übrigen Völker aufKanton (s. d.)beschränkt; nur die Spanier dürfen außerdem noch den Hafen Ha-mun (Amoy ) be-suchen. 1806 wurden ausgeführt: 45 Mill. Pf. Thee, 16 Drill. Pf. Zucker,21,000 Stücke Nankin , 3 Mill. Pf. Toutenague, fei ner Kupfer, Borar, Alaun,Quecksilber, Porzellan, lackirte Waare», Aimmet, Rhabarber, Moschus undDro-guereiwaaren, aufl 13 Schiffen, nämlich 80 engl., 30 amerikau. und 3 dänischen.Sie brachten nach China : Reis (36 Mill. Pf.), Baumwolle, Tücher und Stoffe,Glaswaaren, Fuchs-, Fischotter-und Biberfelle, Sandelholz, Areeanüffe s. w.Der Handel mit den Europäern ist einer Gesellschaft von 12 dazu privilegir-ten Kaufleuten anvertraut, welche Hanmsten heißen und einen ungeheuern Ge-winn haben.

Die älteste Geschichte Chinas ist fabelhaft. Nach ihr regierten über das-selbe, durch mehre Mill. Jahre, Götter, Tien-Hoan-Schi, und die Königsfami-lien: Ti-Hoang-Schi; Kiehu-Tohu-Ki, zu welcher Fo-Hi, der Gesetzgeber der Chi-nesen, gehört; U-Ti, unter welcher Familie sich mit dem gepriesenen E)a dasSchu-King anfängt, aus welchem die Chinesen ihre älteste Geschichte schöpft». Aberdieses Bück besieht die historische Kritik nicht. Die folgenden Häuser dieser erstendunkeln Periode sind die Kia (bis 1767 vor Chr.), Schang (bis 1122), Tscheu

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