Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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China (Geschichte)

(bis 258 vor Chr.). Für den Stifter dieser Dynastie wird allgemein Wll-wangangegeben, obgleich über die Art der Stiftung keine Übereinstimmung herrscht.Nach einer Nachricht haben die Inländer den Letzten der vorigen Dynastie, Sehen-sin, gestürzt; nach A. kamWu-wang mit einer Horde Ausländer von W. her,und brachte Cultur zu den Eingeborenen. Nach dem Anfange dieser Familie ist einegroße Lücke, welche die chinesischen Annalen mit Fabeln ausfüllen, hinter dieseDynastie fällt (von 710—320 v. Chr.), die Tscheukue oder die Periode der käm-pfenden Könige, d. i. der vielen kleinen Staaten neben einander, die in Fehden leb-ten. Endlich stand aus dem kleinen Fürstenhause der Ting, im Zeitalter des Han-nibal, ein chinesischer Held, Schi-hoang-ti, mit dein das Haus Tsin (von 256—207 v. Chr.) über China zu herrschen anfing, auf, der alle kleine Fürsten sammtdem Stamme der Tscheu ausrottete und ganz China unter sich vereinigte 247).Er erbaute die große Mauer zum Schutze gegen die Tataren. Weil die Großen,deren Selbstsucht auf die Zerstückelung des Reichs hinarbeitete, sich auf die histori-schen Überlieferungen imSchu-King beriefen, so befahlen, alle alte Werke, dieaufGeschichte, Sitten und Gebräuche sich bezogen, zu verbrennen. Das Reich zer-fiel aber gleich nach seinem Tode, unter seinem Sohne Ul-lchi, in Trümmer, dienach 10 Jahren Lieu-pang aufs neue zu einem großen Reiche zusammenfügte. Ernahm den Namen Hang an und wurde Stifter der Dynastie Hang, die bis 220n. Chr. herrschte und sich in die westlichen und östlichen Hang theilte (Si-Hang von217 vor bis 24 n. Chr., und Tong-Hang von 24 bis 220 n. Chr.). Die Fürsten dieser Dynastie verordneten die Aufsuchung der alten Bücher, und man fand Frag-mente der von Kon-fu-tse bearbeiteten oder selbst verfaßten Werke. Die Hang brei-teten ihre Eroberungen weit gegen W. aus und nahmen Antheil an den Angele-genheiten Mittelasiens. Die Religion Tao-tse wurde unter ihnen die herrschende;auch kani das Iudemhum nach China. Nach und nach aber arteten die Fürsten aus, und unter Hien-ti wurde China in 3 Königreiche getheilt (220), die von Wu-Ti (280) wieder vereinigt wurden. Er stiftete die Familie Tsin (265 — 420).Diese Fürsten waren schlechte Regenten. Der letzte, Kong-Ti, wurde von Wu-Tivom Throne gestoßen, welcher die Linie Song stiftete (420 — 479). Auch dieSong waren Fürsten ohne Werth. Als mit der großen Völkerwanderung dieAbendwelt eine neue Gestalt gewann, waren mit dem Untergänge der Familie Tsinin China 2 Reiche entstanden, ein nördliches (386) und ein südliches (420), wel-ches letztere auch U-tai oder das Reich der 5 Familien hieß. In diesem regiertenhinter einander die Familien Song (bis 479), Tsin (bis 502), Lang (bis587),Tschin (bis 589), Sui (bis 619). Das nördliche Reich (386 — 587) entstanddadurch, daß die-Tataren Goki die nördlichen chinesischen Provinzen eroberten.. Hierherrschten 4 Familien, 2 inländische und 2 ausländische, nämlich die Goei, vondem Stamme der To-pa, und die Heu-ifcheu, von dem Stamme Siempi.s) Die Dynastie Goei herrschte von 386 — 556 in 3 besondern Linien (Puen-Goei bis 554, Tong-Goei bis 550 und Si-Goei, oker die westlichen Goei, bis550); b) die Dynastie der Pe-ksi (der nördlichen Tsi) von 550 — 577; <) dieDynastie der Heu-tfcheu (der letzten Tscheu) von 557 — 581; ü) die Dynastieder Heu-leang (der letzten Leang) von 554—587. — Den Heu-Ischen entriß(581) Vang-kien den Thron, eroberte (587) das Reich der Heu-leang, (589) derTsin, und stiftete die Dynastie der Sui. Schon der zweite Kaiser aus dieserDy-nastie, Pang-ti, wurde von Li-ien (617) abgefetzt, welcher die Familie Tangstiftete, die sich 300 I. lang erhielt und Sia-gan-fu in Schen-si zum Sitzehatte. China wurde unter den ersten Kaisern aus derselben, besonders unter Li-ien'S gelehrtem Sohne Tai-tsong I. (626) äußerst mächtig. Allein die folgendenKaiser fielen in Üppigkeit und wurden ganz von ihren Verschnittenen beherrscht.Es folgten innere Zerrüttungen. Der letzte Kaiser, Tschao-siuen-ti, wurde von