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Zweiter Band. Bo bis C.
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Christoph dcr Kämpfer

Schweden . Ihre Gelder blieben auch lind Niemand wollte ihr Vorschüsse machen.?lus dieser Verlegenheit zog sie Alexander VII. durch eine Pension von 12,000Scudi. sslach dem Tode Karl Gustavs, 1660,unternahm dieKönigin eineReise nachSchweden . «Lüegabvor, ihreökonomischenLlngclegenheiten ordneit zu wollen; alleinman bemerkte bald, daß sie andre'Absichten habe. Da derKronprinz noch sehrjungwar, erklärte sie, daß sie aufs. Todesfall den Thron inAnsprucb nehmen werde. Mannahm jetoey diese Idee übel auf und nöthigte sie, eine förmliche Entsagungsacte zuunterzeichnen. Andre Unannehmlichkeiten bewogen sie, Stockholm zu verlassen. Imdeß kekrte sie 1666 zum zweiten Mal nach Schweden zurück, ging aber, ohne dieHauptstadt erreicht zu haben, nach Hamburg , als sie hörte, daß man ihr die öffent-liche Ausübung ihrer Religion nicht Zugestehen werde. Um diese Zeit bewarb sie sichum die polnische Krone, ohne daß jedoch die Polen darauf achteten. Endlich kehrtesie nach Italien zurück, wo sie den Rest ihrer Tage zu Rom im Schoße der Künsteund Wissenschaften verlebte. Sie stiftete eine Akademie, brachte kostbare Samm-lungen von Handschriften, Münzen und Gemälden zusammen und starb, nachdemsie noch manchen Kummer erfahren, am 19. 'April 1689. Sie ward in derPeterü-kirche beigesetzt, und der Papst ließ ihr ein Denkmal mit einer langen Inschrift er-richten. Sie selbst hatte nur die wenigen Worte verlangt: Vixit (llniriina annog1.XIII. Ihr Haupterbe war der Cardinal Azzolini, ihr Intendant. DieBibliothekkaufte Alexander VIII. , der 900 Handschriften im Vatican niederlegen ließ und dieübrigen Bücher seiner Familie gab. Die Gemälde und Antiken kaufte Odescalchi,der NeffeJnnocenz XI. 1122 kaufte der HerzogRegent von Frankreich einen Theilder Gemälde um 90,000 Scudi. Den Reichthum dieser Sammlungen erkennt manaus den beiden Werken, worin sie beschrieben sind, nämlich Haverkamp's „lXummo-püvlaeliiuiri-g. s'.Iu i'tn.-x'" und das „U>1!0I>1> ( tckesculcuiu". Christinens Lebenzeigt eine Folge von Ungleichheiten und Widersprüchen; man sieht von einer SeiteStolz, Seelengröße, Freimüthigkeit, S anstmuth, von der andern Eitelkeit, Härte,ReP-sucht und Verstellung. Ihre Kenntniß des Menschen und der Welt, ihre Ein-sicht, ihr Scharfsinn und durchdringender Verstand bewahrten sie nicht vor thörich-ten Planen, alchymistischen und astrologischen Träumen und andern Täuschungen.Sie hat einige kleine Werke hinterlassen, in denen sich ihrCharakter und ihre Denk-art abspiegeln, und die größtenthcils in Archenholz'S Memoiren dieser Prinzessin(1151, 4 Bde, 4.) enthalten sind. Die Echtheit der 1162 unter ihrem Namenerschienenen Briefe ist durch Nichts erwiesen.

Christoph der Kämpfer, Herzog von Baiertt, geb. den 5. Jan. 1449,der letzte Rirrersmann in Baiern , würde das Opfer des neuen politischen Systems.Von Jugend auf war er mehr für die Waffen, Jagd, Ringen und Laufen als fürKenntnisse und Unterricht. In der Residenz zu München zeigen noch drei Nägelin der Wand die Höhe, zu der er es im Springen brachte. Daneben liegt ein gro-ßer Stein von mehren Cemnern, welchen er mit den Füßen weit schleuderte. Dasei» Bruder, der regierende Herzog Albrecht , die Alleinherrschaft zu behauptensuchte, so bekam Christoph nur einige Güter und Schlösser. Allein von Naturunruhig, aufbrausend und ungestüm, hatte Christoph immer Händel mit s. Bru-der. Dieser ließ ihn einst, da er eben im Bade war, gefangen nehmen, denn aufandre Art wagte Keiner ihn zu ergreifen. Er wurde dann in die Altveste zu Mün-chen gefangen gesetzt. Sein Waffengefährte, PfalzgrafOtto von Neumarkt, suchteihn zu retten, allein das Unternehmen gelang nicht, worauf der Herzog ihn aufVerwenden der Stände losließ. Entrüstet ob solcher Behandlung, rächte sichChristoph dadurch, daß er den GrafenNiklas von Abensberg , Vertrauten des Her-zogs, als dieser auf der Straße nach Freising gegen seine Burg ritt, erschlug. Nochsieht das Denkmal dieser That auf derselben Straße. Dieser Abensberger, dcr ammeisten an der Gefangennehmung des Herzogs Antheil hatte, war der Letzte seincE