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Zweiter Band. Bo bis C.
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Chronisch Chronologie

,.<Wre,nio.i meelii ->evi" (1798), und die Directorien von Freher und Adelung zuvergleichen. Eine sorgfältige Sichtung dieser Quellen der deutschen beschichte ver-anstaltet die frankf. (Gesellschaft. (S. Deutsche GeschichtSkunde.)

Chronisch (von dem griech. die Zeit), was in gewisse Zeiten fällt,

oder was lange dauert. Gewöhnlich bezeichnet man damit, im Gegensatze dersogenannten hitzigen, schnell verlaufenden, die langwierigen Krankheiten. Obgleichder Begriff der chronischen Krankheiten bis jetzt noch unbestimmt ist, so kann manihn doch für folgende Krankheiten festsetzen: 1) Welche ohne Fieber entstehen, sichausbilden und eine Zeitlang fortdauern. Dahin gehören diejenigen, welche nichtursprünglich im Gebiete der Irritabilität, im Blutsystem, ihren Grund haben,also Krankheiten des gesammten Nervensystems, Geistes- und Gemüthskrank-heiten, Krämpfe, Hypochondrie und Hysterie, sowie Krankheiten des Repro-ductionssystems, solche, die in der niedern Region der organischen Masse ihrenHerd habe», langsam entstehen und einen langwierigen Verlauf haben. 2) AlleFieber, welche entweder ihren gesetzmäßigen Verlauf überschreiten und längere Zeitfortdauern, als dieser eigentlich in sich begreift, oder welche sich zu einer andernKrankheit Hinzugesellen. Die Fieber haben ihren regelmäßigen und bcsimimkcnVerlauf; sie endigen sich zuweilen am 3. bis 4. Tage, gewöhnlich am 1., 14.,21. Tage, höchstens nach 4 Wochen. Wird aus Mangel an Naturkräften oderdurch nachkheilige Einwirkungen die kritische Entscheidung derselben gestört, so setztsich die Krankheit, anstatt in Genesung überzugehen, in einer andern Gestalt fortund wird chronisch. (Vgl. Fieber und Metastase.) Zu den schon an sich chro-nischen Krankheiten der ersten Classe kommt zuweilen noch ein fieberhafter Zu-stand, welcher von dem Fortschreiten der Krankheit aus dem ursprünglichen Gebietein das der Irritabilität herrührt; dies nennt man ein chronisches Fieber. Dahingehören auch die sogenannten schleichenden, auszehrenden, hektischen Fieber.

C h r o n o d i st i ch o n, Chronogramm, ein solcher Vers, bei dem diedarin vorkommenden römischen Zahlbuchstaben die Jahreszahl derjenigen Begeben-heit andeuten, aufweiche der Vers sich bezieht; z. B. re^-o; ('.<»,(.p.itseäl.wo (.tiiXiäl zusammen die Jahreszahl 1800 ausmachen. Ein Bittsteller im I.1700 schrieb an den Kaiser Leopold: LonOeve z-sneiVI, und der Kakser antwor-tete: lieuil'.eDiiäl.

Chronologie, Zeitkunde, die Wissenschaft, die Ordnung und Dauerder aufeinanderfolgenden Verändenmgen der Dinge nach einem sichern Maßstabezu bestimmen. Der Maßstab, dessen nian sich hierzu bedient, sind die Bewegungender Himmelskörper, namentlich der Sonne und des Mondes, welche die natürlicheEinrheilung der Zeit in Jahre, Monate und Tage hervorbringen. Das Bedürfniß,für die Geschäfte, des Lebens noch bestimmtere Abtheilungen der Zeit zu haben (dieaber nur durch künstliche Mittel koynten abgemessen werden), brachte noch kleinereZeitabtheilungen hervor: in Stunden, Minuten, Secunden, TerZien, und dieseEintheilung der Zeit nennt man die künstliche. Auch in der natürlichen Einkheilungist indeß noch etwas Willkürliches, indem es lediglich von der Willkür abhängt,welchen Punkt in den Bewegungen jener Himmelskörper man als Anfangspunktannehmen will, z. B. bei der jährlichen Bewegung den längsten Sommer- oderden kürzesten Wintertag. Deßhalb wurde von den ersten Gesetzgebern für dos bür-gerliche Leben bestimmt, wo der Anfang und das Ende des Jahres, Monats undTages sein, zugleich aber auch, in wie viele kleinere Theile diese größer» getheiltwerden sollten. Aus diesem Unterschiede der natürlichen und künstlichen oder bürger-lichen Zeiteincheilung geht ein Unterschied in der Chronologie selbst hervor; manunterscheidet die mathematische oder astronomische und die historische. Die astro-nomische Chronologie bestimmt die Gesetze oder Dauer der natürlichen Zeütheilenach den am Himmel richtig beobachteten Umläufen der Gestirne; die historische

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