Sandkandc, besonders in Brasilien. Der Chrysolith hak eine nicht unangenehmeFarbe, aber wenig Feuer und eine geringe Härte, sodaß seine Politur leicht leidet,daher er als Edelstein keinen großen Werth hat. Man gebraucht ihn, mn einerGoldfolie unterlegt, zum Besetzen von Halsketten n. s. w.
Chrvs oloras (Emanuel), ein vornehmer Grieche aus Konstantinopel ,geb. um dieMikte des 11. Jahrh., ist als der erste Verpflanzet- der griech. Literaturnach Italien anzusehen. Der Kaiser Johannes Paläologus schickte ihn 1391 nachItalien und England, um Hülfe gegen die Türken zu suchen. Dadurch bekanntgeworden in Italien , kehrte er um 1395 dahin zurück, als Lehrer der griechischenLiteratur nach Florenz berufen. Er blieb ungefähr 3 Jahre in Florenz , wo er ein«große Zahl von -Schülern aus alle» Ständen und Altern um sich versammelte undallgemeinen Enthusiasmus erregte, ebenso sehr durch die Würde seines AnstandeSund die Anmuth seines Vortrages wie durch den Reichthum seiner neuen Gelehr-samkeit. Aus seiner Schule.gingen Leonardo Bruno, PoggiuS, Franz PhclelphuSund andre Häupter der Wiedererweckung der classischen Studien hervor. In derFolge wirkte er auf ähnliche Weise in Mailand , wohin der griechische Kaiser Ma-nuel, welcher 1400 nach Italien gekommen war, ihn berief, in Pavia, Venedig und zuletzt in Rom . Der Papst Gregor Xll. bediente sich seiner auch in öffentli-chen Geschäften und sandte ihn u.A.nachKonstanz an dieKirchenversammlung, woer 1415 starb. Er darf nickt mit seinem Brnderssohne und Begleiter nach Ita-lien , Johann Chrysoloraö, verwechselt werden.
ChrysostomuS (Johannes, St.-), ein berühmter Kirchenvater, geb. zuAntiockien um 344. Sein Vater Secundus befehligte in Wyricn die Truppendes Reichs. Noch bahnte in Griechenland die Be'-edlsamkert den Weg Zu denersten Würden; C. studirte sie unter Libanius , deni berühmtesten Redner seinerZeit, und übertraf bald seinen Meister. Nachdem er die Philosophie unter An-dragathius studirt hatte, widmete er sich dem Studium der heil. Schrift, ui.' be-schloß, fern von dem citeln Glänze der Welt, in den Einöden Syriens sein L.t -nGott zu weihen. In einem Alter von 20 I. hatte er einige Rechtssachen mit au-ßerordentlichem Erfolge vor Gericht geführt; bald aber entsagte er dem Allen, tunim Bußkleide, durch Fasten und Wachen, die Herrschaft der Leidenschaften in sichzu zerstören. Drei Jahre verlebte er in Antiochien . Eine enge Freundschaft ver-band ihn mit Basilius, mit TheodoruS, nachmals Bischof von Mopfueste, und vickMapimuS, später Bischof von Seleucien. Als TheodoruS für einen Augenblicksich seinem Berufe entzogen hatte, erließ C. 2 trefflich abgefaßte Ennahnungenan ihn, um ihn zu seiner Pflicht zurückzuführen. Die Bischöfe der Provinzenhatten beschlossen, ihm und Basilius die gleiche Würde zu ertheilen, und versam-melten sich zu dieser Wühl; aber C. nahm die Flucht und verbarg sich. Basiliuswurde ztim Bischof ernannt und verdankte feine Erhebung der frommen List seinesFreundes, über die er sich aber bitter beklagte. C. vertheidigte sich in seiner schö-nen Schrift über das Priesteramt. Er war damals erst 28 I. alt. 374 zog ersich zu den Einsiedlern zurück, welche die Gebirge auf der Grenze von'Antiochien bewohnten. Das Leben, welches er mit ihnen führte, hat er so beschrieben: „Sie-stehen beim ersten Hakmenschrci oder um Mitternacht auf. Nachdem sie gemein-schaftlich Psalmen und Hvmnen gelesen, beschäftigt ein Jeder sich in seiner Zellemit Lesen der heil. Schrift oder Abschreiben von Büchern. Sodann gehen sie indie Kirche. Nach der Messe kehren sie ruhig in ihre Wohnung zurück. Nie spre-chen sie mit einander. Ihre Nahrung ist Brot und Salz; etliche nehmen etivas <äldazu, und die Kranken Gemüse. Nach dem Essen ruhen sie einige Augenblicke,und nehmen dann ihre gewohnten Übungen wieder vor. Sie graben die Erde, fäl-len Holz, verfertigen Körbe und Kleider, waschen den Reisenden die Füße. Ihr