Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Churchill Cibber «Familie)

Churchill (Charles), ein englischer Satvriker, geb. zuWestminster 1731,zeichnete sich auf der Schule mehr durch die Lebhaftigkeit seines Geistes als durchFleiß und Fortschritte aus. Die Universität Oxford verweigerte ihm wegen feinerzu mangelhaften Kenntniß in den alten Sprachen die Aufnahme; wahrscheinlichwurde dadurch der Haß geweckt, den er in mehren seiner Werke gegen diese Univer-sität äußert. Nachdem er noch einige Zeit die Schule von Wesiminsier besuchthatte, ward er Geistlicher und erhielt eine unbedeutende Pfarre; daher sing er anmit Fruchtwein zu handeln; aber Mangel an Ordnung führte ihn bald zum Bank-rutt. Er kam nach London zurück, wo er eine Pfarre bekam und zugleich Un-terricht in der Grammatik ertheilte. Aber auch hier sah er sich von neuen Gläubi-gern verfolgt, und nur durch die Großmuth eines Freundes entging er der Verhaf-tung. Schon danials stand er mit Thornton, Colman und Llovd, die eine Artvon literarischem Verein bildeten, in Verbindung, und machte sich selbst durch seine„Rosciake" bekannt, deren erste anonyme Ausgabe (1761) mit vielem Beifallaufgenommen wurde. Dies Gedicht war eine Satvre auf die Schauspieler jenerZeit. Gegen einige Angriffe auf die „Roseiade" schrieb der Verfasser s. „Apologie",in welcher die Journalisten, die Schauspieler und Garrick selbst angegriffen wurde».Um sich zu rächen, machten seine Feinde auf seine Sitten aufmerksam, die freilichnichts weniger al« musterhaft waren. Er suchte sich gegen diese Beschuldigungenin einem Briefe an Lloyd, ,,1'bc >>ipckn" betitelt, zu rechtfertigen. Zugleich er-schien mit diesem Briefe der erste Gesang eines Gedichts: ,,'kbo schort". MehrAufsehen machte „'! !><> ot ,-><!«w>> ein mit Feuer

geschriebenes Werk voll Ausfälle gegen die Schotten. Der Verfasser wurde vonseinen Anhängern über Pope erhoben, aber diese Ehre erbitterte seine Feinde nurnoch mehr, denen er durch Thorheiten aller Art reichen Stoff zu Angriffen gab.Hogarth war sem Freund; als aber dieser eine Caricakur auf den berühmtenWilkes, mit dem C. in der genauesten Verbindung stand, herausgegeben hatte,rächte er Wilkes durch einen Brief an Hogarth, worin er den moralischen Cha-rakter dieses Künstlers so unwürdig angriff, daß der Kummer darüber Hogarth'sTod beschleunigt haben soll. 1763 erschien der vierte Gesang des „6l>o,i". Umeben diese Zeit machte er die Satyren: „Ilx- e-nnkeronae" und ,,1'I>e i>,liste»"bekannt, von denen letztere zu seinen anziehendsten Stücken gehört. Ein Jahr nach-her gab er sein Gedicht „Gnb.i,,," heraus, worin er die Pstichten eines Monar-chen darstellt. Hierauf folgten „'Ibo o-nnli-laie", ,/1l>o lüre-vell", ,,1'Iiat>„i,'!>" und „lnclejwixlenot!". Den Beschluß machten „11>e jeininev" undeine beißende Zueignungsschrift seiner Predigten an Warburton. 1761 machte derDichter eine Reise nach Doulogne. Hier überfiel ihn ein Friese!, an welchem erm feinem 33.1. starb.

ChyluS, der Milchsaft, Nahrungssaft, auch Nährfast, der durch die Ver-dauung der Speisen mittelst der Bauchspeicheldrüse und der Galle aus dem Speift-brei (Chymus) im Magen bereitet wird; eine zähe weißliche Flüssigkeit, die in dasBlut übergeht, dessen Abgang er ersetzt. Er unterscheidet sich von der Thiermilch,weil er keinen Milchzucker enthält. — C hy l ifica t ion, die Bereitung desMilchsaftes aus den genossenen Nahrungsmitteln.

C ib b er. I. Coll ev, Dramatiker und Schauspieler, geb. zu London 6. Nov.1671. diente unter deut Hei z. v. Devonshire bei der Revolution, welche denPriuzenvon Oranieu auf den Thron setzte, und betrat hierauf das Theater vonDrurylane.Er fand anfangs keinen besondern Beifall, bis endlich fei» Talent für diejenigenRollen, welche die Engländer g, in,s (Murrkcpfe) nennen, aufeine glänzende Weisein der Rolle des Fondlewife in „I'I,a <>!>> bae-Iiowi" v. Congreve hervortrat. I6'k'>erschien seine erste Komödie: „I,>>e>W bist -ststli", die vielen Beifall erhielt. Erspielte darin d>e Rolle des Sir Noveliy, eiiies Modegecken, dergleichen m seinen