Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Cid

Allem schlecht versehen, vorseinem König. Nurerbliebsich treu, und sein Glück ihm.IleuerdingsbesiegteseinEdelmuth den König, der jetztZedem freigab, in den Kriegdes C. zu ziehe», der stets für Spaniens gute Sache und nie anders als mit glän-zendem Erfolg geführt ward. Vor deni neidischen Hofgesinde erklärte nun Al-fonso laut: „Dieser Cid dient mir viel besser als ihr", und ließ sich endlich nichtmehr hindern, ihn zu besuchen. Von der Zeit an wandte er sein Herz nie wiedervon ihm, und beförderte nur unschuldig, was die Bosheit gegen den C. verhängthatte. Zwei Brüder, Grafen von Carrion, hatten beschlossen, durch Heirath sei-ner Töchter den Reichthum des C. in ihre Hände zu bringen. Der König selbst warder Werber, und der Cid gab dem König nach. Mit Donna Elvira und DonnaSol und dem großen Reichthum, welchen der Cid erbeutet, zogen sie von bannen.Kaum aber hatten sie sich des Geleits entledigt, als sie in einer wilden Bergwüsteden Frauen die Kleider vom Leibe rissen, sie banden und schlugen, bis der Schmerzihre Stimme erstickte, und mit deni Gelde i» ihre Heimath zogen. Durch einenVertrauten, den der Vater heimlich nachgesendet, ward die Unschuld gerettetunddas Bubenstück an den Tag gebracht. Der Cid foderre Recht; Alfonso berief alleDienstmannen von Leo» und Casiilien an ein hohcsLandgerichti» dieStadtToledo.Rückgabe der Kostbarkeiten und Schätze wurde geboten, und für den SchimpfZweikampf mit Mannen, welche der C. ernennen würde. DieBuben suchten diesenabzulehnen, der König aber war für das Recht. Mit schlecht verstellter Scheu rit-te» sie in die Schranken; die Ritter des Cid rannten sie und ihren Oheim herunter;das entehrte Leben ward ihnen gelassen. Die letzte der öffentlichen Thaten des C.war die Eroberung vonSagunt (Murviedro), nach welcher erini 74. I. (1099)zu Valencia starb. Was der Eine Mann gewonnen und viele Jahre lang gehal-ten hatte, schien gegen die andringendeMacbt der Ungläubigen schwer zu behaup-ten für die gesammte Macht von Leon und Castilien . Seine Witwe zog deßhalbmit des Helden Leichnam nach Castilien . Zu St.-Pcter von Cardena wurde er inseine Grabstätte gesenkt, die von Kaisern und Königen geehrt ward. Dort ruhtauch die edle äkimene, und unter Bäumen vor demKloster liegtBabieca, daStreueRoß. Des C. Thaten, besonders seine Verbannung und Rückkehr, sind derGegen-stand des ältesten, vermuthlich am Ende des 12. Zahrh. verfertigten castilianischenGedichts, des „l'ni-wa ckel Gel el <üa,i,peaüvl", das in der von Sanchez 1775herauSgeg. „tlollcceion <le j>u«;5ia5 <7a5lell.n,a5 ailteiiore» al «iglo XV." und inSchubert's „Oiblioteoa oa5iellaila, poitligueü ^ provenral" abgedruckt ist.Die spätern Romanzen, die das Andenken des Helden feiern, wurden zu AnfangdeslO. Jahrh, von Fernando tel Castillo gesammeltund 1614 von Pedro de Florezin dem „I!n,> ^-i,herausgegeben. Auch gibt es eine von Escobar

herausg. Sammlung: Di-Umia clel »'UV »oble^ valc-ro-n eaballero, el tackKni Dior, en xnn.'inee!," (Lissabon 1615, Barcelona 1626,Sevilla 1632). Einegroße Anzahl derselben steht in der von Dcpping miteinerEinleir. undAnmerk. her-ausg, sehr reichhaltigen „Sammlung der besten altspanischen historischen, Ritter-und maurischen Romanzen" (Altenb. und Lpz. 1817). Überhaupt sind deren überhundert vorhanden. Aus diesen Romanzen (und wahrscheinlich aus der Roman-jensammlung des Escobar) hat Herder in s. „Cid" (Tüb.1806) lüübersetzt. DesC. Leben hat Zoh. von Müller nach spanischen Duellen, meist nach einer alten inRisco's „Ili^ioriii <>e! dick" (Madrid 1792) abgedruckten Chronik beschrieben (im8. Th. s. Werke). Was Chroniken und Gesänge von der sogen. Geschichte des Eidauf uns gebracht haben, findet man zusammengestellt in „l.broriiele >>l ibe < nl,kroni Ibe 8;>aill»b bg' Kobal t 8vulbe^" (Lond. 1808, 4), Vollständig erschien

Auan d'Escobar'S Konianrero o I lirlorül ,lei niur valei 50 kä,ballen' >1 <,iüKue Dia« <le Kibar", mit dem ins Spanische übers. Lebendes Cid von ^)öh. v.Müller (Franks, a. M. 1828, in 18.).