Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Colombo

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bis er sich nach 2jähr!gem Harren überzeugte, daß man beschlossen habe, seinegerechten Federungen nicht zu erfüllen. Auch darüber wußte sich sein edles Gemüthzu beruhigen; ihm lag die Vollendung s. Werks am Herzen, und in der Meinung,daß das von ihm gesehene feste Land Asien sei, zweifelte er nicht, durch die Meerengevon Darien einen Weg nach Ostindien zu sinken, von wo eben die erste reich beladeneFlotte der Portugiesen auf dem Wege um Afrika zurückgekehrt war. Aus 4 armseli-gen Schiffen, die der Hof für diese Unternehmung ausgerüstet hatte, ging C. endlicham 2. März 1502 mit s. Bruder Bartolomeo und s. Sohne Fernando zu Cadipunter Segel, und kam wider seine ursprüngliche Absicht am 25. Juni auf der Höhevon St.-Domingo an, wo er vergebens um die Erlaubniß bat, in den Hafen einlau-fen zu dürfen, um theils s. Schiffe ausbessern zu lassen, theils einen bevorstehendenSturm abzuwarten. Er fand dennoch Gelegenheit, sein kleines Geschwader in derfolgenden Nacht während des Orkans zu bergen, indeß eine gegen s. Warnung unterSegel gegangene Flotte der Spanier von 18 Schiffen fast ganz zu Grunde ging.Er sehte seine Reise hierauf nach Darien fort, ohne die vermuthete Durchfahrt zufinden; 2 seiner Schiffe zerstörte der Sturm auf dieser Fahrt, die beiden andernscheiterten im Angesicht« von Iamaiea, wohin er sich kaum mit seinen Gefährtenrettete. Hier warteten des Unglücklichen die härtesten Prüfungen. Getrennt vonder übrigen Welt, schien er dem gewissen Verderben preisgegeben. Es gelang ihmjedoch, sich von den Eingeborenen ein Paar KanoeS zu verschaffen, und er bewog 2seiner erfahrensten «eeleute, auf diesen aus einem hohlen Baumstamme gezimmer-ten Fahrzeugen die Fahrt nach Hispaniola zu wagen, um dem Statthalter die Lagedes Admirals zu melden. Monate vergingen, ohne daß sich Rettung zeigte. Ver-zweiflung ergriff einen Theil seiner Begleiter. Sie überhäuften ihn mir Schmähun-gen, bedrohten mehr als ein Mal sein Leben und trennten sich endlich von ihm, in-dem sie nach einem andern Theile der Insel zogen. Hier erbitterten sie durch ihrgrausames Betragen die Einwohner so sehr gegen alle Spanier, daß sie aufhörten,ihnen Lebensrnittel zu liefern. Der Untergang Aller schien gewiß. Aber C., dessenMuth mit der Gefahr wuchs, wußte auch hier ein Rettungsmittel zu finden. Einetotale Mondfinslermß, die er berechnet hatte, benutzte er, um die leichtgläubigen In-sulaner mit dem Zorne der Götter zu bedrohen, wenn sie in ihren Feindseligkeitenfortfahren würden. Wundererscheinungen am Monde sollten die Wahrheit seinerWorte bestätigen. Alles war in Schrecken; man brachte, was er verlangte, und batihn knieend, den Zorn der Götter zu besänftigen. Dagegen kam es jetzt zwischenihm und den Aufrührern zu Feindseligkeiten, m denen niehre der Letztern getödtet,ihr Anführer aber gefangen ward. Nachdem dieser traurige Zustand über ein Jahrgewährt harte, erschien den Unglücklichen die Stunde der Erlösung. Jene beidenkühnen Schiffer hatten Hispaniola erreicht, aber bei dem ungeneigten StatthalterNichts ausgerichtet; es gelang ihnen endlich, selbst ein Schiff zu kaufen, und aufdiesem verließ E. mit den Seinen am 28. Juni 1504 Iamaica. Er begab sich nachSt. Domingo, aber nur um s. Schiff ausbessern zu lassen, und eilte nach Spanien zurück. Krank erreichte er Spanien , erfuhr den Tod der Königin Isabella, drangbei Ferdinand vergeblich auf die Erfüllung seines Vertrags, verlebte einige Jahrein zunehmender Kränklichkeit und starb zu Valladobd d. 20. Mai 1506 im 59. I. s.Lebens. Sei» Leichnam ward, seinem Willen gemäß, nach St.-Domingo geführtund soll späterhin nach Cuba gebracht worden sein. Die Fesseln, die er gelragenhatte, wurden mit in s. Grab gelegt. In derCarihäuserkirchezuSevilla ward ihmei» prächtiges Denkmal gesetzt. S. das „Leben des Colombo", üal. von L. Bossi(franz. Paris 1824); Spotorno: „Colombo und seine Entdeckungen", deutsch vonÄk. Wagner (Leipz. 1825); ferner „äl<'»>ori:,>5 e>l (>>Iu»>b»;" (Originalhand-schriftendes C., aus dem Span. und Ital. ins Engl. übersi, London 1824); und„lü^llice ckipiloinat cv (äolonibo-^meriLauo" (Genua 1823, 4.), Meisterhaft ist