Wash. Irvings (London 1828, 4 Bde.). Navarrete's span . Werk
über T. (Madrid , 2 Bde., 4.) ist von Verneuil und de la Roguette übers., m. Anm.von Römusat, Balbi, Cuvier , Iomard, Letronne u. A., u. d. T. erschienen: „kv-IstioiiL cke! ginitrc ro>. cnlrepris PL, (I. tilolomb, 5uivi<-8 ck(! ckiverse« Ikttreset riieees iiieilito' exlriiikez ile; Arcliivez cle 1a monurcliie c8ii.i"n." (3 Bde.m. Portr. u. Ch. (Paris 1828).
Colonien. Bis auf die Entdeckung Amerikas und des Seewegs nachOstindien hatten die Wtaaten des Mittelalters, einige Handelsniederlassungen derGenueser und Venerianer abgerechnet, keine außereuropäischen Niederlassungen ge-habt. Das Mitkelmeer bildete die DerbindungSstraße für den großen Handel, dersich vornehmlich in den Händen der kleinen italienische» Staaten, Venedigs haupt-sächlich und Genuas, und in denen der catalonischen Seestädte befand. Der Handelzwischen Indien und dem festen Lande von Europa und Asien ward vorzüglich überOrmuz und Aden , über den persischen und den arabischen Meerbusen getrieben.Aleppo, DamaScuS und der Hafen Barut, vor Allen aber Ägypten , waren bisherdie Hauptniederlagen gewesen. So lange er ein von kleinen Staaten getriebenerLandhandel blieb, konnte er nie so wichtig werden, als da nach der Entdeckung desSeewege« nach Ostindien und Amerika die Spanier und Portugiesen als Colonial-und Welthandel treibende Völker in Europa auftraten. Als die portug. Nationzuerst auf Entdeckungen ausging, befand sich dieselbe in der Blüthe ihres Helden-alters. Im beständigen Kampfe mit den Mauren, anfangs in Europa , dann inAfrika , ward den: kriegerischen Sinne des Volks jener romantische Schwung gege-ben, der es für abenteuerliche Unternehmungen empfänglich machte, um so mehr,als es damit den glühendsten Haß gegen die Ungläubigen verband. Seit 1410, woHeinrich der Seefahrer (s. d.) Entdeckungsfahrten auf der Westküste vonAfrika begann, bis zu s. Tode (1463), entdeckten die Portugiesen 1419 Madeira,1439 das Cop Bojador, 1446 das grüne Vorgebirge, 2 Jahre später die Azoren ,1449 die Inseln des grünen Vorgebirges, und drangen bis Sierra-Leone vor. 1484ward Kongo besucht. Bartolomeo Diaz erreichte 1486 das stürmische Vorgebirge.König Johann nannte es das Vorgebirge der guten Hoffnung. Bald fand sich unterder Regierung Königs Emanuel des Großen der kühne Mann, der die Portugiesenauf diesem Wege selbst bis nach Ostindien führte: Vaseo da Gama landete zuerst,am 20. Mai 1498, zu Kalikut an der Küste Malabar. Nicht ohne Kampf, haupt-sächlich mit den Mauren, die bisher in dem Besitze des indischen Zwischenhandelsgewesen waren, gelang es den Portugiesen, einzelne Niederlassungen auf der KüsteMalabar zu errichten, und nur der hohe Sinn und die seltene Tapferkeit der erstenVicekönigc, des großen Almeida von Äbrantes (1505'—9) und de« noch größer» Al-fonso Albuguergue, seine« Nachfolgers (1515), vermochten mit schwachen Mittelneine ausgedehnte Herrschaft in Indien zu gründen, deren Hauptsitz seit 1508 Goa ward. Die Portugiesen hielten jedoch nur einzelne feste Plätze an den Küsten desfesten Lande« und aus den Inseln als Stapelplähe besetzt, unter denen auf der Küstevon Afrika Mozambigue, «Losala und Melinda, im persischen Meerbusen Maskareund Ormuz, auf der malabarischc» und indischen Küste, außer Goa , Diu und Da-man, aufKoromondel Negapakam und Meliapur, und Malakka auf der Halbinselgl. N. die wichtigsten waren. Seit 1511 wurden auch auf den Gewürzinseln, seit1518 aufCcylonNiedcrlassunacn angelegt, welche letztere bald beträchtlich wurden;unbedeutender blieben die aufIava, Sumatra, CelebeS und Borneo. Auch Bra-silien , obgleich schon 1500 durch Cabral entdeckt, ward erst später von Wichtigkeit.Dagegen wurden die seit 1511 mit China, seit 1542 mit Japan angeknüpftenHandelsverbindungen langeZeit für die Portugiesen eine Quelle von Reichthümern.Bis dahin waren die Portugiese» in dem alleinigen unbestrittenen Besitze des ge-stimmten ostintischen Handels gewesen. Um Streitigkeiten mit Spanien vorzubeu-