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gegen auch der Gefahr ausgesetzt, daß, wenn er fehlschlägt, die ganze angreifendeMasse vernichtet oder gesprengt wird, indem an ein Stützen, Entwickeln, Umkehrennicht zu denken ist. Eine andre Angriffsweise in Colonnen mit Distanzen hat da-,gegen den Vortheil, daß, wenn die erste Abtheilung nichts erzweckt, dies doch oft derfolgenden gelingt, und daß noch Beweglichkeit zu allen Manoeuvreö in einer so ge-ordneten Masse ist. Besonders ist dieser Angriff auf Vierecke von Infanterie mitWahrscheinlichkeit des Erfolgs anwendbar. Dennoch bleibt aber bei der Reiterei dieLinienaufstellung und Fechlart die gewöhnlichste, indessen müssen auch hier dieUmstände entscheiden. — Colonnen Wege sind Wege, auf denen man mitallen Waffengattungen marschiren kann; sie werden, wo die eigentliche Straßeverdorben ist, über die Felder weg neu angelegt und durch ausgesteckte Strohwische(siilone) bezeichnet. 32.
Coloratur , in der Musik, alle geschwinde Tonverbindungen, wodurchdie Melodie einer Stimme figurirt wird (melismatische Figuren), und ganz be-sonders, im Singen bei Bravourarien, die laufenden, rollenden Passagen, welcheder Sänger mit einer gewissen Fertigkeit hervorbringen muß. Zuweilen werden sievom Componisten vorgeschrieben, zuweilen dem Geschmacke des Sängers über-lassen, zuweilen auch am unrechten Orte oder im Übermaße angebracht. Bei An-wendung derselben ist auch auf die auszusprcchenden Vocale zu sehen.
Colorit, s. Farbengebung.
Colquhoun, sprich: Cohuhn (Patrick), geb. 1747 zu Dumbarton inSchottland , diplomatischer Agent der Hansestädte am britischen Hofe, berühmtdurch seine Schriften über Statistik, Polizei und Armenpflege. 1b I. alt ging ernach Virginien in Amerika , wo er sich dem Handel widmete und wegen seinerGeschicklichkeit zu mancherlei Geschäften gebraucht wurde. Aber das Klima nöthigteihn nach einem 5jährigen Aufenthalte, nach seinem Vaterland zurückzukehren, woer sich zu Glasgow niederließ. DieserStadt und ihrem Gewerbe wurde C. vielfachnützlich; er wußte <Ns Lordpropst der Stadt die Regierung zu bedeutenden Begün-stigungen derselben zu bewegen. Die Parlamentsacte, welche 1788 die Manu-facturisten vom Auctionszolle befreite, war Folge einer Darstellung des britischenBaumwollhandels, welche C. dem Minister Pur überreichte, nachdem er i» Man-chester die Angaben dazu gesammelt hatte. Auch legte er auf einer Reise nach denNiederlanden den Grund zu dem großen Vertriebe, welchen die Baumwollenwaarenaus Schottland und Manchester auf dem festen Lande erhielten. 1789 zog er mitseiner Familie nach London . Die Sachkenntnis, Uneigennühigkeit, Geschicklichkeitund Liebe, mit welcher er daselbst seit 1792 ein Polizeiamt verwaltete, wurdenvom Throne und vom ganzen Lande anerkannt. Sein Werk: „()>> ll>e ,>»!>,-<: oktlio ineiropoli;" (deutsch, Leipzig ) erlebte b Aufl. C. machte einen Entwurf zurAbhülfe des schamlosen Diebstahls, welchem die schiffe auf der Themse unterwor-fen waren, und führte ihn aus ohne Gehalt, ohne Vortheil, mit der uneigennützig-sten Aufopferung. So sahen fremde und einheimische Seefahrer und die großenlondner Handelsinnungen ihr Eigenthum durch den trefflichen Mann beschützt.Nicht minder verdienstlich erscheinen C.'s unermüdliche Bemühungen, die Nothder Armen zu mildern. In Gemeinschaft mit den O.uäkern begründete er dreigroße Suppenhäuser für Dürftige, und als er 1798 nach Westininster gezogenwar, legte er dort eine ähnliche Anstalt an, sowie späterhin eine Armenschule. InPolizei, und Verpfiegungssachen geschah Nichts ohne seinen Rath, und schon 1797hatte ihn die Universität Glasgow als virnm ej>rexstu>». I-iinOn, lepnni, iuwrpre-lem et ao«rii>»niii riinliaoin. z. I). der Rechte ernannt. Als der Krieg 1803seine Berufspflichten außerordentlich vermehrte, und seine Gesundheit litt, ließer doch nicht von der gewohnten Thätigkeit nach. Hamburg wählte ihn 1804 zuseinem Agenten in London und bezeigt« ihm ftine Dankbarkeit zu verschiedenen