Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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ColumbamiS

Columbia

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Malen durch Ehrengeschenke. Bald erbaten sich ihn auch Bremen und Lübeck ,um sie in der gleichen Eigenschaft zu vertreten. 1806 gab C. heraus: „4 nowi^'5lei» ok culnnatinn kor tüe üilinui i»^ s>eoj>Ie" und bald darauf ,,4 trealiso onincli^iniee"; in beiden Schriften findet man einen Schatz von Erfahrungen unddarauf gebauten Vorschriften. Sein letztes großes Werk: „On il»! »'<>-,li>>. >>o-ever.n»,! rcsnnrces »I tlm britlüli Irnipire" (1814, 4., deutsch vonFick, Nürnb.1814). ist das zuverlässigste über diesen Gegenstand. C. starb im April 1820. 62.

Columbanus , Missionnair und Reformator des Mönchslebens, geb. um660 in Irland , Mönch in dem irischen Kloster Bangor, ging, um das Christen;thum auszubreiten, mit 12 andern Mönchen 689 über England nach Frankreich und legte 590 in Burgund die Klöster Annegray, Luyeuil und Fontaine an. Seinedarin eingeführte, später von mehren gallischen Klöstern angenommene Regel ge-bietet blinden Gehorsam, Stillschweigen, Fasten, Beten und Arbeiten viel stren-ger als Benedict's Regel, und seine Disciplin bestraft die kleinsten Vergehunqender Mönche mit Geißelhieben, deren Menge die Rohheit seiner Zeit und seines Cha-rakters beweist. Auch behielt er die alten Kirchcngebräuche der Irländer, z. B. dievon der römischen Zeit verschiedene Osterfeier, bei. Die Königin Brunchild ver-trieb ihn wegen seiner Unbiegsanikeit 609, worauf er unter die heidnischen Alle-mannen zog und in der Gegend von Bregenz am Bodensee das Christenthum pre-digte. Sein Gefährte Gal (d. h. GalluS, Stifter des Klosters St.-Gallen ) er-schwerte durch seinen Ungestüm im Zerstören heidnischer Heiligthümer diese Bemü-hungen, die ein Krieg 612 ganz hemmte. C. ging nun in das longvbardische Reichund legte dasKlosterBobbio an, in welchem er den 22. Oct. 615 starb. Seinen un-erschrockenen, gewaltsamen und heroischen Sinn bewies er auch in seinen Briefen andie Päpste Gregor I. und Bonifaz l V. Er weigerte sich darin, mit der röm. KircheOstern zu halten, warnte die Päpste vor Ketzereien und hielt ihnen das Verderbender Kirche in starken Zügen vor. Sein Verdienst nm die Klosterzucht und die ihmzugeschriebenen Wunderthaten erhoben ibn zu einem Kirchenheiligen. SeineSchrif-ten (herausgeg. von Patriz. Flemming, Löwen 1667, Fol.) sind ascetischen Inhalts.C.'S Regel galt am längsten in dem großen, reichen Kloster Luyeuil, und wurde erstim 9. Jahrh, von der Benedictinerregel verdrängt. Die Kleidung seiner Mönchewar weiß. (S. Benedictiner.)

Columbia. So heißt der dem Congrefi der Verein. Staaten in Nordame-rika von Maryland und Virgüüen 17?0 überlassene, keinem Staate zugehörigeLandesbezirk am Potowmak, in welchem die Bundesstadt W ashingkon (s. d.)liegt. Er bildet ein Viereck von 100 engl. oder 4,o geogr. (IM. und enthält gegen40,000 Einw. Noch heißen drei Grafschaften Columbia: eine im FreistaateNeuvork mit der Hauptst. Hudson (38 (IM., 33.000 Einw.), die andre im Frei-siaate Georgien (12,000 E.), und die dritte im Freistaate Ohio (11.000 E.). Fer-ner gibt es drei Städte dieses Namens, eine in Südcarolina, wo der Sitzder Regierung und eine Universität ist, die andre in Virgüüen. die dritte, ein be-deutender Handelsplatz, im Freistaate Ohio . Noch wichtiger ist der Colum,biastrom, welcher auf dem Felsengebirge entspringt (54° 23' N. B.), südlichden Multuomah, welcher aus Neuniexico kommt, und nördlich den Levi? aufnimmt,und sich, 48" von Washington entfernt, in das stille Meer (46" 10' N. Br.),in die von den Spaniern 1775 entdeckte HecetaS - Einfahrt ergießt. Das Fluß-gebiet des Columbia gehört zu dem Freistaate Louisiana . Es bildet für denHandel der Vereinigten Staaten die wichtigste Wasserstraße, denn durch Canal-verbindrng mit den Binnenströmen, mit dem Missisippi und dem LaurentiuS sollder atlantisch-europäische Handel mit dem westlichen nach China, Indien u. s.w. verknüpft werden. 'Amerikaner entdeckten diesen Erdstrich. Im Sommer1791 lies nämlich das amerikanische Schiff Columbia (Cap. Gray) in die Ln-