Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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786
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Como

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Coinparsen

stellen sie als eine mysteriöse Feier der innigsten Vereinigung mit Jesu dar, die demVerstände unerklärlich sei, aber auf das innere Lebe» wunderbar einzuwirken, Herzund Seele zu reinigen und über das Irdische zu erheben die göttliche Macht habe.—-Brauchbar sind die Communionbücher vonRosenmüller, Seidel, Veillodter, Kloose,Hacker, Huudeicker, Spieker u. A. Mit Jemandem communiciren heißt in derKirchensprache: mit ihm zugleich das heilige Abendmahl feiern; in der GeschäftS-sprache: mit ihm über einen Gegenstand Rücksprache nehmen. 11.

Como , Hauptstadt einer Delegation im östr. Gouvernement Mailand, ander Südwesispitze des Comersees, in einem reizenden, rings von hohe» Bergen ein-geschlossenen Tbale, mit 1-1,700 Einw. Lie ist mit Mauern und Thürmen um-geben und vor Zeiten durch ein festes Schloß vertheidigt worden, dessen Ruinen nochsetzt den Gipfel einer kegelförmigen Anhöhe einnehmen. Die öffentlichen Gebäudesind prächtig. Die bischöfliche Domkirehe ist von weißem Marmor erbaut; auchdie 12 übrigen Kirchen sind zum Theil nicht »linder merkwürdig. Die Paläste Galliund Odescalchi u. a. verschönern die Vorstadt Vico. In den Gärten des Palastes-Odescalchi stand die berühmte Ulme, deren der jüngere Plinius in seinen Briefengedenkt. Die zahlreichen Seldenmanufaekiiren liefern Sammet, Tastet, Hand-schuhe und Strümpfe. Die nahen Marmorbrüche werden von Bildhauern benutzt.DerHaudel mit Graubünden, der Schweiz und Dberitalien beschäftigt mehreHan-delshäuser. Die Nähe der Alpen macht das Klima nicht selten etwas streng; dochhindern die oft.scharfen Winde die Fruchtbarkeit des Bodens nicht, und der Wein-stock wie der Dlbaum wuchern noch wie zu der Römer Zeit in aller Üppigkeit dersüdlichen Vegetation. Como ist.der nördlichste Punkt, wo der L)lbaum gedeiht,indem der See in der Nähe deri)lberge dieFolgen derNachtfröste mildert. — Dernahgelegcne Comersee (l->^u ü> On»»)), den die Adda bildet, ist berükmt wegenseiner romantisch-malerischen Ufer, an welchen ein Kran; von hohen Bergen diezierlichsten Landhäuser (darunter die prächtige Vilb, <l' lstc des Herzogs von Tor-lonia) in der Mitte von Weinbergen und ülgärken umgibt. Der nördliche Theildes Sees wird zuweilen der See von Chiavenna genannt. Seine größte Länge ist15 Stunden Wege«, die größte Breite noch keine deutsche Meile. L:ein Wasser-spiegel istlOOFuß über der Meeresfläche erhaben. (Vgl. Volta.)

Compagnie, eine Truppenabtheilung, von einem Hauptmanne befehligt,dem etliche Dfficiere und eine verhälmißmäßige Anzahl Unteroffleiere, vorzüglich aberein Feldwebel (bei der Reiterei Wachtmeister) und ein Fourier beistehen. Die takti-schen Formen erfodern die gleich starke Unterabiheilung der Bataillone; die Ein«theilung in Compagnien findet aber nicht sowol in taktischer als in wirthschaftlicherund disciplinarischerHinsicht statt. Daher bleibt der festgesetzte Bestand der Com-pagnien selten gleich stark, aber das Personal derselben bleibt so viel als möglichunverändert beisammen. 4—6 Compagnie» bilden ein Bataillon, und jede pflegt100—200Mann stark zu sein. DieCompagnien der Reiterei sind viel schwächer.

Comparativ, s. b, o n> <- n >1 seot > v » m.

Comparsen (!a cnnipeirrH, bei dem Caroussel der Aufmarsch der Qua-drillen (Abtheilungen der Ritter) in den Schranke» (von dem nicht mehr gebräuchli-chen rrnnpurtir, k. h. mehre Figuren symmetrisch aufstellen). Daher heißt in derKunstsprache der Bühne Comparserie die Anordnung der Aufzüge der Stati-sten, d. h. der stummen Personen, oder auch Thiere, welche bloß zur >Lchau aufdas Theater kommen. Auch diese Aufzüge selbst werden so genannt, desgleichen dieDarstellungen von Volksmassen, Aufläufen, Schlachten u. s. f., und die Sorgedafür macht einen Theil der sogen. Regie aus. Die Statisten, welche so zur Schauauf die Bühne gebracht lvcrden, heiße» Comparsen. Man hat dafür zu sorgen,daß ihre Erscheinung die Wirkung nicht störe und zum Lachen oder Unwillen reize,wo die entgegengesetzten Empfindungen beabsichtigt werden.