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Zweiter Band. Bo bis C.
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Coiigresse von 1713 —1814

schon dem Kaiser, Spanien, Savoyen und Parma , in Hinsicht der Vollziehungder? unechter Friedens und der Bedingungen der O.uadrupleallianz, wobei Englandund Frankreich die Vermittlung übernahmen; allein Philipp V. von Spanien, be-leidigt durch die Zurückschickung seiner mit Ludwig X V. verlobten Tochter (imApril 1725), rief seine Minister ren Cambrai ab und schloß hierauf seinen Frie-den mit Ostreich zu Wien , den 20. April 1725, worin er die Garantie der prag-matischen,-Lanetion übernahm. Das bald darauf geschlossene Schutzbündnißzwischen Oüreich und Spanien hatte eiue Gegenallianz zwischen England, Frank-reich, den Verein. Niederlanden, Dänemark, Schweden, Hessen-Kassel und Wol-fenbüttel zu Herrnhausen zur Folge; wogegen Rußland, Preuße» und einige deut-sche Stande sich an die wiener'Allianz anschlössen. So sehten ein allgem.Krieg nahezu sein, als Östreich durch einstweilige Aufhebung der Compagnie zu Ostende , undSpaiüen durch d. Tractat zu'Pardo mit England, zurAusgleichung die Hand bot.—5) DerCongreß zu Soissons , im sluni 17 28, sollte diese Ausgleichung auch zwischenOttrc ich, Frankreich, England und Spanien bewirken; allein es gelang dem franz.SraatSniinister, Cardinal Fleuru, Spanien von Ostreich zn trennen, worauf Frank-reich, Spanien u. England das Friedens- und Schutzbündniß zu Sevilla 1729,demauch Holland beitrat, errichtete», um ihren Wille» Östreich als Gesetz vorzuschrieben.Dadurch wurde der Congreß zu Soissons ausgelost, und das beleidigte Östreich griffzu den Waisen. Aber die Garantie der pragmatischen Sanction, welche Englandund Holland übernahmen, bewog den Kaiser Karl V I. 1731 die Bestimmungendes Trackats von Sevilla anzuerkennen. — 6) Der Congreß zu Aachen , im April1718, an welchem Frankreich, Östreich, England, Spanien, Sardinien, Hol-land, Modena und Genua Theil nahmen, endigte den östreich. Erbfolgekrieg durchden aachner Frieden, den 18. Oct. 1748.— 7) Der siebenjähr. Krieg zwischen Eng-land und Frankreich wurde, ohne das; ein Congreß sich versammelt hatte, geendigt;Ostreich, Sachsen und Preußen aber schlössen ihren Frieden auf dem Congresse zuHubertsburg, der sich im Dec. 1762 versammelt hatte, am 15. Febr . 1763.—8) DerCongreß zuTeschen, im März 1779, entschied den bäurischen Erbfolge-streit zwischen Östreich und Preußen, unter französ . und russischer Vermittlung;doch schickten auch Kurpsalz, Kursachsen und Aweibrücken Bevollmächtigte, nurnicht der, um dessen Erbfolge es sich handelte, der Kurfürst von Baiern. (S. T e sch-lier Friede.)— 9) Hierauf boren Rußland und Ostreich ihre Vermittlung indem amerikanischen Freiheitskriege zwischen England und Frankreich an. Wien solltedie Congreßstadt sein; allein Frankreich lehnte die Vermittlung ab, und als nach-her östreich. und russische Minister an dem in Paris im Oct. 1782 eröffneten Frie-denscongresse der Minister Frankreichs, Spaniens , Englands, Hollands und derVerein. Staaten als Vermittler Theil nehmen wollten, kamen die Friedensprä-liminarien, am 30. Nov. 1782 und am 20. Jan. 1783, ohne ihr Wissen, znStande, sowie der Desmitivfriede zu Versailles und zu Paris den 3. «ept. 1783,und mit Holland den 20. Mai 1784. — 10) Die Edtreitigkeiten Josephs l l. mitder Republik Holland über die Eröffnung der Scheide und andre Gegenstände,1784, veranlaßten Frankreich , seine Vermittlung anzutragen, und es wurde zuVersailles ein Congreß am 8. Dec. d. I. von dem franz. Minister, Grafen Ver-gennes, mit dem kaiserl. und den holländ. Bevollmächtigten eröffnet. Er hatte denTractat zu Fontainebleau vom 8. Nov. 1785 zum Enderfolg, durch welchen derBarrierekractat von 1715 und der wiener Tractat von 1731 aufgehoben, dieGrenzen von Flandern , wie sie 1661 waren, wiederhergestellt, und an den Kai-ser einige Landstriche abgetreten, auch eine ^umme von 10 Mill. Gulden (wozuFrankreich , damit der Congreß nicht abgebrochen würde, die GroßMuth hatte, 4-1Mill. beizutragen) an den Kaiser als Entschädigung bezahlt wurden. Dagegenblieb dieSchclde geschlossen, und der Kaiser entsagte seinen übrigen Ansprüchen. —