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Constant de Reb.'rque
haben, um jene Belohnungen zu erhäschen. Zn London sind 213 vom Staatebesoldete Constables angestellt, die mildem Namen der I'olieaolücwrz bezeichnetwerden, während die Mitglieder des londnerStadtmagistratS und dieFriedenSrich-ter überhaupt unter dem Ausdruck äla^trate, verstanden werden. (Vgl. FrierdenSrichter, Coronet, Sheriff.) — Constabler hieß ehemals beidem Milüair ein bei der Artillerie Angestellter, welcher an die Kanoniere Pulverund Kugeln vertheilen mußte, auch selbst die Stücke abfeuern half.
Constant de Rebecgue (Benjamin), einer der ausgezeichnetstenSchriftsteller und größten Redner der Partei der Liberalen oder Constitutionnellenin der französ. Deputirtenkammer, ist der Sohn eines Holland . Generals, welchersich in s. Vaterland, die franz. Schweiz , zurückgezogen hatte und dort die Milizenbefehligte, geb. 1167 zu Lausanne . Der Stammvater, Augnstin Constant de Re-becgue, verließ Frankreich 1605 und ging nach Genf . Benj.C.'S Vater ging 1791»ach Frankreich zurück und starb 1812 als wieder naturalisirrerFranzose. Auf demCarolinum zu Braunschweig und später für die Rechtswissenschaft ausgebildet, trater dort später in Hofdienste, die ihn aber nie banden, denn er lebte bald in Paris ,bald im Waadtlande, bis er sich ganz an Frankreich anschloß. Zu Anfang der Re»voluiion begab er sich nach Paris , führte 1796 vor dem Rathe der Fünfhundertdie L-ache seiner durch die Widerrufung des Edicts von NanleS vertriebenen Lands-leute und zeichnete sich bald durch mehre Schriften über Staatsverfassung und Re-volutionsgegenstände aus, während er die deutsche Sprache und Literatur studirte.Stets widersetzte er sich mit demselben Muthe und mit folgerechter Strenge derAnarchie wie dem DcSpotiSmuS. Aufsehen erregte er 1797 als Mitglied desOreüecousiituiiniinel durch das Feuer seiner Reden; er bereitete sich dadurch dieErnennung zum Tribun vor, in welcher Eigenschaft er für Gleichheit der Bürger,für das Repräsentativsystem und die Freiheit der Presse Alles in Bewegung sehte,sowie für die Erhaltung der ordentlichen Justiz. Auch bewirkte er vorzüglich, baßdas Direktorium 1797 den Hrn. von Talleyrand zum Minister ter auswärt. An-gelegenheiten ernannte. Seine Reden und Schriften hatten ihn dem ersten Con-sul gehässig machen müssen; daher wurde er 1802 seiner Tribunenwürde entledigt.Gleiche Gesinnungen schlössen ihn an die Frau von Staül an; mit ihr bereiste ermehre Staaten, bis ihm Bonaparte erlaubte, für kurze Zeit einige Mal nach Paris zurückzukehren. Endlich ging er nach Gdttingen und beschäftigte sich dort vorzüg-lich mit deutscher Literatur und einem Werke über die Geschichte der verschiedenenArten des Gottesdienstes. Zm Gefolge des Kronprinzen von Schweden erschien er1814 wieder zu Paris und zeigte sich öffentlich als einen muthigen Eiferer für dieSache der Bourbons, besonders im März 1815, durch heftige Artikel im „.lourn.il,!< !> <l,tu". Dennoch ließ er sich von Bonaparte im April zum Staatsrath er-nennen und arbeitete mit an der Constitution des Maifeldes, welche er auch in meh-ren Schriften lebhaft vertheidigte. Nach der Rückkehr des Königs ging er nachBrüssel. Zm Nov. 1816 ward ihm die Rückkehr nach Paris gestattet; 1819wählte man ihn zum Mitglied der Deputirtenkammer. Als Redner ist er der klarsteund beredteste Sachwalter der Charte und aller constitutionnellen Grundsätze; alleinsein Organ ist undeutlich, seine Rede schnell; es fehlt ihm die erschütternde Kraftdes Zorns und die Gewalt, welche fortreißt. Zm Allgemeinen schreibt er viel besserals er spricht. Aber Niemand weiß den Punkt, wo der Gegner Blößen gibt, besserzu fasse» als er. Mit aller Kunst der Dialektik verbindet er zarte Zronie, FeinheitdcS Ausdrucks und einen zierlichen Styl, womit er seine Gegner, indem er sie zuschonen scheint, ganz danieder schlägt. Auch steht ihm die Begeisterung und derAufschwung des rechten Augenblicks zu Gebote. Vorzüglich hat man ihn bewun-dert in dem parlamentarischen Kampfe, wo er gegen die Ausnahmegesetze und ge-gen die Abänderunacn des Wahlgesetzes sprach. Zn s. berühmten Flugschrift: