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Zweiter Band. Bo bis C.
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Consumtionösteuern

entgegengesetzter Meinung sind, so entsteht oft ein Streit, der aufKosten desKra^ken geführt wird. Außerdem wird die Einheit und der Zusammenhang eines 'plans durch Consultationen sehr oft gestört. — In einzelnen Füllen, z. B. in siysgefährlichen und langwierigen Krankheiten, haben aber doch die ConsultationenrenNutzen. Das Gemüih desKranken und des Arztes wird dadurch beruhigt;"sehr verwickelten Übeln kann eine wiederholte und allseitige Betrachtung aller U> 'stünde das Urtheil berichtigen. — Sollen aber die Consultationen Nutzen habt ^so dürfen nicht zu viele Ärzte zu Rathe gezogen werden; man muß solche ArZssZ'sammenzubringen suchen, welche sich zugethan sind und in den Hauptsätzen üdseinstimmen; die Berathungen müssen am Krankenbett in einer Sprache, die"Kranke nicht versteht, oder in einem andern Zimmer gehalten werden, u'w !.müssen sich vorzüglich mit der Beurtheilung des krankhaften Zustandes besa-artigen. „

Consumtionösteuern, Abgaben, welche auf den Genuß oder "Verbrauch gelegt sind. Diese Abgaben sind in den verschiedenen Ländern Europsehr verschieden, und ihre Wirkung ist, je nachdem die Gegenstände der Besteueruzu den unentbehrlichen oder entbehrlichen Bedürfnissen gehören, höchst nianMgwtig. Es gibt 2 Hauptclassen von Consumtionösteuern: directe und indne 'Direkte ConsumtionSsteuern sind solche, welche unmittelbar von denConsume"erhoben werden; zur Besteuerung dieser Art sind vorzüglich diejenigen Güter gschickt, welche eine längere Zeit fortdauern, ehe sie verbraucht werden, z. B- H"fer, Taschenuhren, Edelsteine, Gold- und Silbergeräth, Pferde, Kutscht 'Die indirecten Tonsumtionssteuern werden mittelbar von den Consumenten erd 'den; der Staat hält sich in der Regel nicht an den Küufer oder Verzehret,an den Verkäufer des besteuerten Genußmittels, und überläßt es dann lmsew,gehabte Auslage von seinen Künden sich wieder ersetzen zu lassen. Die vorzügn^sten Abgaben dieser Art sind die Accise, der Licent und der Zoll (s. d.)- ^indirecten Consumtionösteuern sind ebenso oft gepriesen als getadelt worden-Lobpreiset derselben führen zu ihrer Empfehlung an: 1) sie seien dem Bezahl""nahe unmerklich, weil er sie zugleich mit dem Preise der steuerbaren Gegssü" ^bezahle; 2) es hänge gleichsam von eines Jeden eigner Willkür ab, ob er vm " „wenig oder gar nichts zu dieser Steuer beitrage; 3) die Steuer werde von A " Igerade zu der Zeit entrichtet, wo er am besten im Stande sei, sie zu bezahlen;könne wol von dem Einkommen der Bürger viel wegnehmen, nie aberangreifen; 5) essinden bei der Einnahme nie Rückstände statt. — Dagegenvon der andern Seite behauptet: 1) die Erhebung der Steuer sei fürdie kostspieligste von allen, besonders wegen der davon beinahe unzertrennliche"^^stechung der Beamten; 2) die Sittlichkeit leide dadurch, denn der Gewinn de ^trugö sei so reizend, daß alle List für ihn aufgeboten werde, diese List geheleicht in wirklichen Diebstahl über; 3) die Form der Erhebung sei oft so »nbeg .daß selbst redliche Staatsbürger sich dadurch zur Einschwärzung verleiten ü ^4) wenn dieselbe auf die unentbehrlichsten Lebensbedürfnisse gelegt sei, sb st"für die ärmere Classe der Bürger höchst drückend werden. Im Allgemeinesich diese Art der Besteuerung ebenso wenig unbedingt empfehlen alssondern es kommt vielmehr in dieser Hinsicht Alles auf die besondere Lage " ' „-pVerhältnisse des Staats an, wo sie eingeführt werden soll. In der Reg ^rdieselbe keinen Nachtheil bringen, so lange einerseits dafür gesorgt >st - ,armem Classe die Anschaffung ihrer unentbehrlichsten Bedürfnisseerschwert wird, und andrerseits die Erhebung so weise eingerichtet ist, daßwerbfleiß und die persönliche Freiheit dadurch nicht unterdrückt werden,

Letztere, obgleich schwer, doch nicht unmöglich ist. Ist die Aussage mäßist' lmischt^ ffch leicht mit dem Preise der Waare, ihre Bezahlung veranlaßt ni -