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Zweiter Band. Bo bis C.
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Contour

Contrast

Contour, s. Umriß.

Contrabaß, s. Baß und Geige.

C o n t r a - P r o t e fl. Wenn ein Wechsel nicht bezahlt wird, so läßt derInhaber desselben darüber eine NotariatSurkunde aufnehmen, als Beleg, daß erNichts bei der Präsentation versäumt hat. Dieses nennt man Protest. Um gegenden Bezogenen, insofern er den Wechsel acceptwt hatte, nach den Wechselgesetzenverfahren zu können, ist in einigen Ländern der Gebrauch, z. B. in Holland , daßder Wechsel erst vom Inhaber dem Aussteller zur Erstattung wieder präsemirt seinmuß. Weigert er diese, so wird darüber eine neue Urkunde aufgenommen, welcheman Contra-Protest nennt, und nur auf den Protest und den Contra-Protest kannalsdann eine Wechselklage gegründet werden. Überhaupt also ist der Contra-Pro-test der beim Aussteller auf verweigerten Ersatz aufgenommene Protest.

Contrapunkt. Ursprünglich wurde darunter die harmonische Begleitungvon mehren Stimmen, welche man zu einer Melodie sehte, verstanden. In älternZeiten wurden nämlich die Note» bloß durch eine Reihe Punkte, auf verschiedeneLinien gesetzt, angedeutet, und wenn eine oder mehre Stimmen zur Begleitungdazu gesetzt werden sollten, mußte gegen eine solche Reihe noch eine andre, undalso gegen jeden Punkt noch einer gesetzt (contrapunktirt) werden. In dieser Be-deutung heißt also der Contrapunkt eigentlich nichts Andres als die harmonischeZusammensetzung, oder die Kunst des Satzes selbst, mehre Stimmen wohlklingendzu vereinigen. In engerm Verstände aber ist er die besondere Art, eine gegebeneoder erfundene Melodie mit andern Stimmen zu begleiten. Einfacher oder ge-meiner Contrapunkt ist in diesem Sinne der musikalische Sah, in dem die Melodieder höher» oder tiefern Stimme nicht mit einander vertauscht wird. Können dieseStimmen gegen einander verwechselt und ohne Veränderung ihres Ganges undohne Verletzung der Harmonie höher oder tiefer gesetzt werden, sodaß z. B. derGang im Basse, welcher vorher die Diskantstimme bloß begleitete, nunmehr dieseStimme selbst als Melodie bekommt, oder hingegen die vorige Melodie der Dis-kantstimme mit dem Gange des Basses, welcher vorher zur Begleitung diente,vertauscht wird w., so wird dies der doppelte oder vielfache Contrapunkt genannt.Weil es bei dem doppelten Contrapunkte demnach hauptsächlich auf die Versetzungder einen stimme in ein andres Intervall ankommt, so gibt es ebenso viele ver-schiedene Gattungen des Contrapunktes, als verschiedene Intervallen zu einer sol-chen Versetzung der Stimmen vorhanden sind. Man hat daher den dopveltenContrapunkt in der Secunde oder Icone, in der Terze oderDecime, in der O.umteoder Duodecime, in der Ocrave oder Decima guinta u. s. w. Vollständigen Unter-richt darüber findet man in Kirnberger's „Kunst des reinen Satzes" und bei Al-brechtsberger. — Der Contrapunkt ist wahrscheinlich zuerst den Wallisern, Schot-ten und Irländern bekannt gewesen.

Contraremonstranten, s. Remonstranten und Gomaristenim Art. Reformirte Krrche-

Contrast. Daß entgegengesetzte Dinge, nebeneinandergestellt, sich wech-selseitig in ein stärkeres Licht setzen, ist eine längst gemachte Erfahrung. Hoheund glänzende Farben scheinen neben dunkeln und schwachen noch höher und glän-zender, sowie die dunkeln neben den hellen dunkler, die schwachen neben glänzen-den noch schwächer. Das Imetinsimo schallt stärker nach dem ?im>iü8imv, diesestönt leiser nach jeneni, und eine plötzliche Generalpause nach dem Imitlssimamacht durch den Contrast einen auffallenden Eindruck. Alle diese Wirkungen desContrastes sind längst bekannt; dennoch hat es nicht gelingen wollen, das Wesendes ContrasteS genau zu bestimmen, wobei ein Haupthindernis die Verwechselungdesselben mit der Antithese war. Antithese hat zwar mit dem Contraste gemein,daß in beiden eine Zusammenstellung verschiedenartiger Gegenstände stattfindet;