Cook
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Nachher machte er mehre Reisen von Newcastle nach London und versah sogar einMal die Stelle eines Schiffskochs. Endlich ward er Gehülfe eines Steuermannes.Hier wandte er jedes Ersparnis für Privatunterricht in dcrMathematik und Schiffs-kunff an, in denen er schnelle Fortschritte machte. Bald unternahm er weitere Fahr-ten nach der Ostsee, nach Petersburg, Wiburg und Norwegen ; er wohnte als Mei-sicrsgehülfe der Eroberung von Louisburg und Cap Breton bei. Seine Kenntnisseund sein pünktliches, treues, untadelhastes Betragen verschafften ihm 1759, alsEngland eine Rüstung gegen O.uebeck machte, die Stelle eines Schiffsmeisterü aufder Flotte des Admirals Saunders. Hier bewies er ebenso viel Muth als Vorsichtund Geschicklichkeit. Daher gab man ihm den Auftrag, Neufundland aufzuneh-men; von 1761—1767 nahm er die ganze südliche und den größten Theil der nörd-lichen Küste aufund lieferte davon trefflicheSpecialcharten. Ein Unfall beraubte ihnhier seines Daumens und einiger andern Finger der rechten Hand. Der an Entbeh-rungen gewöhnte und gegen sich selbst harteSeemann ließ sich seitdem eine jährlicheVergütung von 4 Pf. Sterl. zahlen, die jedem im Seedienste Verwundeten aus ei-ner Casse gewährt werden, wozu der gemeinste Matrose monatlich fünfPence vonseinem Solde beitragen muß. 1769 ernannte ihn Lord Hawke zum Lieutenant undBefehlshaberdesSchiffes, das zur Beobachtung des Durchgangs der Venus(s. d.) auf den Inseln in der Südsee ausgerüstet worden war. Joseph Banks , 1).Solander und andre Gelehrte nahmen Theil an dieser Reise nach Okaheiti, derenBeschreibung von Hawkesworth ausE.'s und Banks'S Handschriften herausgegebenwurde. Durch sein Betragen gewann er bald das Zutrauen der Otaheiter, denen dieMißhandlungen von den Franzosen noch im Andenken waren. Die Beobachtungendes Durchgangs der Venus und der geographischen Lage von Otaheiti wurden aufszweckmäßigste veranstaltet, außerdem wurde die ganze Insel umsegelt und nebst denhenachbarten Inseln ausgenommen. C. entdeckte von hier aus, daß Neuseeland auü2 Inseln bestehe; und nian nannte die dazwischen liegende Meerenge Cook'sMeer-enge. Nachdem er auch die Meerenge entdeckt hatte, welche Neuholland von Neu-guinea trennt, kehrte er nach England zurück, wo ihn der König zum commandiren-den Schiffsmeister (zwischen Lieutenant und Capitain) ernannte. Darauf rüstetedie Regierung zur genauern Untersuchung des großen Südmeers im Juli 1772 2Schiffe aus, I lie iesv!uli»i> und I lie «veiiturc; jenes führte, als Haupt derganzen Unternehmung, C., dieses Tobias Furneux als Schiffsmeister. Die beidenFörster waren C.'s Reisegefährten. Durch die Maßregeln, welche C. und Förstergemeinschaftlich nahmen, gelang es, dem Scharbock vorzubeugen und die Schiffs-mannschaft bei so guter Gesundheit zu erhalten, daß auf dieser 3jährigen Reise, diewir aus Forster's Beschreibung kennen, nur Ein Mann an einer Krankheit starb.C. befuhr das Weltmeer zwischen 60" S. Br. und dem Polarkreise, unter steterGefahr, an den Eisgebirgen zu scheitern. Auch wäre die Unternehmung beinahevereitelt worden, indem C. tödtlich erkrankte. Endlich zeigte sich Besserung; al-lein um zur völligen Genesung zu gelangen, war frischer Fleisch unumgänglichnothwendig, außer einem otaheitischen Hunde aber, der Förster gehörte, kein Thierauf den Schiffen. Förster ließ ihn augenblicklich schlachten; so gelang es, C. wie-derherzustellen. Sie erreichten darauf das Cap, nachdem sie 28 Monate in See ge-wesen waren. C. wurde jetzt Capitain der Flotte und bekam eine Stelle beim Ho-spitale zu Greenwich . Während seiner Abwesenheit hatte mau auch einen Versuchzur Erforschung der nördlichen polarischen Gewässer angestellt, wobei Cap. Phi-lipps (nachmals Lord Mulgrave) nicht sehr glücklich gewesen war. Eine Parla-mentsacte sicherte daher dem Aufsinder einer nördlichen Durchfahrt aus der Süd-see in das atlantische Meer eine Belohnung von 20,000 Pf Sterl. zu, und noch5000 mehr, wenn er im Stande sei, sich dem Pole bis auf Einen Grad zu nähern.C. ward auch hierzu vorgeschlagen und ging im Juli 1776 mit 2 Schiffen, der
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