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CorteS Cortez
etwa 3600 Schritt lang, von hohen, meist prächtigen Gebäuden eingefaßt, seineBreite aber nicht verhältnißmäßig, sodaß an den meisten -Orten höchstens dreiFuhrwerke sich neben einander bewegen können. Die vornehme Welt fährt hier ineiner sehr zahlreichen Reihe spazieren. Diese Abendspazierfahrt, die in allen großenitalienischen Stätten glänzend ist und in jeder kleinen Stadt, wäre es auch nurmit einigen Kutschen, nachgeahmt wird, lockt viele Fußgänger in den Corso. DasCarneval ist der Gipfel jener sonn - und festtägigen Freuden und die Zeit, in welcherder Corso in seinem höchsten Glänze erscheint., S. Göthe's Beschreibung des rö-mischen Carnevals und des Corsa. <><!.
CorteS, die ehemal. Ständeversammlung in Spanien und Portugal (tloelo, d. i. Hof, Sitz, Residenz, ist gleichbedeutend mit Gutsbesitz und Land-standschafl). In Spanien behaupteten die CorteS von Castilien , die aus demhohen Adel, der hohen Geistlichkeit, den Ritterorden von St.-Iakob, Calatravaund Aleanrara und aus gewissen Städten bestanden, zur Zeit der vereinigten spani-schen Monarchie den ersten Rang. In frühern Zeiten war der König von ihnensehr abhängig; ja sie hatten sich in den Besitz des WaffenrechtS gesetzt und übtenes nicht selten wider den Thron aus. In Aragonien , wo die ständische Verfassungeigenthümliche, höchst merkwürdige Formen hatte, präsidirte ein oberster Richteraus ihrer Mitte, «-I 4n5lici.i genannt, der die Streitigkeiten zwischen dem Königeund den Unterthanen entschied und die königl. Gewalt in den verfassungsmäßigenSchranke» hielt. Dem Könige Ferdinand von Aragonien und seinerGemahlin, Isa-beila von Castilien , aber gelang es, sich unabhängiger von den Ständen (las Cor-tes) zu »rächen, und als die Castu'ianer es wagten, auf dem von Karl V. zuToledo 1633 gehaltenen Reichstage eine außerordentlicheSteuer zu verweigern, hobder König die Versammlung auf. Seitdem wurden weder die Geistlichkeit nochder Adel, sondern bloß die Abgeordneten von 18 Städten zusammenberufcn, undnur in den Fällen, wo neue 'Austagen bewilligt werden sollten. Philipp II. schränkte1601 die Vorrechte der Aragonier ein. Nach den, spanischen Erbfolgekriegenahm Philipp V. den Provinzen, die es mit der östr. Partei gehalten hatten, ihrenoch übrigen Freiheiten. Seit jener Zeit wurden die CorteS nur zur Huldigungdes Königs oder des Prinzen von Asturien, oder wenn sonst etwas wegen derThronfolge bestimmt werden sollte, zusammengerufen. Als aber Napoleon sichSpaniens bemächtigen wollte (vgl. Ferdinand > II. und Spanien seit 1808),beriefet' (16. Juni 1808) eine Junta der CorteS nach Bayonne . In der letztenSitzung (7. Juni 1812) ward von ihr die neue ConstitutionSacte angenommen,deren 9. Art. von den CorteS oder der Nationalversammlung handelt, welche aus25 Erzbischöfen, 25 Adeligen und 122 aus dem Volke bestehen sollte. Später ver-suchte Napoleon durch das Anerbieten, die Corres in ihrer vormaligen Würdewiederherzustellen, den spanischen Adel und durch ihn die Nation zu gewinnen;aber dieser Kunstgriff wirkte nicht. — In Portugal beginnt die Geschichte derCorteS mit dem Reichstage zu Lamego 1143. — Über die neuern CorteS inSpanien und Portugals , diese Art.
Cortez (Fernando), Mepico's Eroberer, geb. zu Medelin in Estremadura 1486, ging 1504 nach Westindien, wo Velasguez, Statthalter von Cuba , ihnan die spitze einer Flotte stellte, die er auf Entdeckung neuer Länder aussandte.C. verließ San-Iago am 18. Nov. 1518 mit 10 Schiffen, 600 Spaniern, 18Pferden und einigen Feldstücken. Er landete im mexicanischen Meerbusen. DerAnblick der Pferde, von welchen herab dieSpanier fochten, die beweglichen Festun-gen, welche sie über das Meer gebracht, das Krachen des Geschützes, das Eisen,womit sie bedeckt waren: alle diese Gegenstände erfüllten die zum Theil unkriegeri-schen Volker mir Furcht. Cortez zog den 18. Nov. 1519 in die Stadt Mepico ein.Momezuma, der Beherrscher des Landes, empfing ihn als seinen Herrn, und