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Cosmo t.
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die C. aus eifersüchtigen Absichten ihn dort überraschen wollte, ward sie unter-wegs an der schlesischen Grenze durch ein Gardccommando zur Rückkehr nachDres-den genöthigt, und dann, noch ehe der König selbst eintraf, von dort verwiesen.Erst ging sie nach Pillnitz, dann nach Berlin , und, als sie auch hier nicht die besteAufnahme fand, nach Halle, wo sie aber auf Augusts Veranlassung verhaftetund endlich auf die alte Festung Stolpen gebracht ward. Sie starb nach ^jähri-ger Haft, als 80jährige Makrone, 1759. Zhre Leiche trug, den Angaben einesAugenzeugen zufolge, noch die deutlichsten Spuren von Heroismus und Schön-heit. Die Ursachen ihrer Verhaftung waren, wie es scheint, rachsüchtige Äuße-rungen in Bezug auf den König, welche dieser, von der C. Feinden ihm hinter-drückst, vielleicht ernstlicher nahm, als sie gemeint waren. Zahllose Briefe, welcheer in den ersten Jahren ihrer Gefangenschaft von ihr erhielt, ließ er erst unbeant-wortet, dann unerbrochen, und endlich warf er sie, sowie sie eingingen, ins Feuer.Als man ihm einst riech, der T. die Eorrespondenz ganz zu untersagen, äußerteer: „Die Gräfin hat Langeweile, warum soll ich ihr den unschuldigen Zeitvertreibnehmen". Als er 1727 nach Stolpen kam, die Wirkung der Karthaunenkugeln aufBasaltköpfe zu beobachten, redete ihn die T. zum Fenster herab französisch an,worauf aber der König nur stumm und leicht den Hut hob und fortsprengte. Nachseinem Tode ward der E. mehr Freiheit, auch eine bessere Wohnung angeboten,allein sie war so an ihr Gefängniß gewöhnt, daß sie es nie verlassen wollte. Dieihr ausgesetzte bedeutende Pension ließ ihr Friedrich II. , so lange er im siebenjährigenKriege Sachsen in seinerGewalt hatte, zwar regelmäßig bezahlen, jedoch nur inEphraimiten, jenen bekannten, durch den Zuden Ephraim zu Leipzig mit preuß.Genehmigung ausgeprägten Münzen, welche wenig galten. Theils zum Zeitver-treibe, mehr aber, um ihren Ärger über diese Münze, wobei sie nicht wenig verlor,auszudrücken, benagelte die C. damit die Wände ihrer Zimmer und zeigte dieseTapeten Jedem, der Zutritt bei ihr hatte. Mit Juden verkehrte sie so häufig, daßman glaubte, sie habe noch als Matrone die Mosaische Religion angenommen.Doch ist dies unwahrscheinlich, es müßte denn entweder dem katholischen Hofe zumTrotz, oder in einer Art von Wahnsinn geschehen sein, welcher, aus gedemülhig-tem Stolze entstanden, sie nicht selten überfiel. So redete sie z. B. Jeden, densie besuchte, Du an, und fürstlichen Personen, welche in Etolpen einsprachen,ließ sie ihren gnädigen Gruß vermelden. Nach ihrem Tode fand man kein Geld,außer im Polster ihres Leibstuhls 40 Cosel'sche Species und Gulden, welche sie,so viel nur auszuweiden waren, einwechseln ließ. Der König hatte diese Münzen,welche das königl. und gräfl. Cosel'sche Wappen vereinigt darstellten, nur auf dasdringendste Bitten der T. und zwar in sehr geringer Zahl prägen lassen, wes-halb sie äußerst selten sind. Die C. war unstreitig eine der schönsten und geist-reichsten Frauen ihrer Zeit. Das Feuer ihres 'Auges soll gleichsam strahlend,ihr Umgang bezaubernd, in der französischen Literatur soll sie sehr bewandertgewesen sein. Auch in ihrer Gefangenschaft liebte sie nebst einem kleinen Gar-ten, den sie selbst baute, besonders ihre Bibliothek, und in viele Bücher schriebsie Bemerkungen, die meist auf die Hinfälligkeit aller irdischen Dinge sich be-zogen. Zhr Haß gegen den König war anfänglich unbegrenzt, doch wandelteer sich wieder in eine Art von schwärmerischer Liebe, und als sie die Nachrichtvon Augusts Tode erhielt, zerstoß sie fast in Thränen. Sie hinterließ einenSohn und 2 Töchter.
Cosmo I. von Medici, s. Med iceer.
Cosse (Charles de), bekannter u. d. N.Marschall von Brissac, Sohndes Rens de Cosiä, Herrn von Brissac in Anjou, Oberfalkenmeisters von Frank-reich , diente mit Glück in den neapolitanischen und piemontesischen Kriegen undzeichnete sich als-Oberster in der Schlacht bei Perpignan (1541) aus. Zn s. Schule,