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Cotin
Cotta
mentS- lind Arrondissementswahlen ein doppeltes Wahlrecht ausüben. DurchsReduktion der Grundsteuern, sowie durch den (ungesetzlichen) Einfluß aufdie Wah-len wurde die Wirkung jenes Wahlgesetzes noch verstärkt; aber im Volke herrschtenstets die entgegengesetzten Ansichten. Dies zeigte sich bei den Wahlen 1827, sodassin der Kammer von 1829 die linkeSeite 93, das linkeCentr. 106, das rechteCentr. 129 und die rechte Seite 91 Deputirte zählte. S. Eloy's „Isbwr,» li^u-ratik ele Is obsmbro lies cieputer" (2. A., 1829). Die Liberalen werfen der rech»'ten Seite vor, daß sie verstärkte Kirchengewalt, Adelsherrschaft, Belastung deslGrundeigenthums mi.t Unveräußerlichkeit, Untheilbarkeit und lehnrechtlichen Lei»-stungen, Ausschließung der Gemeinen von den Hähern Ehrenstellen herzustellenstrebe; alles Dieses würde allerdings in dem Geiste des Volkes einen ebenso star»ken als erklärlichen Widerspruch finden. Dagegen wird der linken Seite von ihren'Gegnern ein revolutionnaires Streben vorgeworfen, um die Verfassung Frankreich »immer demokratischer zu machen oder die königl. Gewalt über Maß und Gebühreinzuschränken.
Cotin (Charles), Rath und Almosenier des Königs, Mitglied der franz,Akademie, geb. zu Paris 1604, verdankt die berüchtigte Celebrüät seines Namens!größtentheils denSatvren Boileau'S. Er besaß Kenntnisse in der Theologie undjPhilosophie, verstand Hebräisch und-syrisch und hatte die griech. Schriftsteller so;fleißig studirt, daß er den Homer und Plato zum Theil auswendig konnte. Auch;enthält die Sammlung seiner Gedichte manche recht anmuthige. Man hat gesagt,;der Reim habe jenen Satyriker bewogen, den Namen Cotin in seine Satyren zusetzen; alleinBoileau hatte gerechten Grund, sich über C. zu beklagen, der ihn imjHüte! Rambouillet als einen gefährlichen Menschen geschildert hatte. Die Spötte-reien Boileau'S erbitterten C. noch mehr, und er bot Alles auf, Boileau zum,Schweigen zu bringen. Sein Ansehen bei Hofe, sein Titel und sein Vermögenschienen ihm die Mittel dazu an die Hand zu geben, aber seine Klätschereien zogenihm einen neuen Feind in Mokiere zu, der ihn in seinen „beimne»u. d. N. Trissotin auf die Bühne brachte und dem Spotte preisgab. Man weiß,daß das Sonett an die Prinzessin Urania wirklich von C. ist, und daß er über diesesGedicht im Beisein einer ausgewählten Gesellschaft mit Menage einen Streit ge-habt hat, wobei sich Beide ungefähr dieselben Artigkeiten sagten, dieMolwre demTrissotin und VadiuS in den Mund legt. C. starb 1682. seine „Oeuvremüläi!." erschienen 1659 zu Paris , und 1665 auch 2Bde. „Oeuvre.»
Cotta (Heinrich), k. sachs. Oberforstrath, Forstakademie- und Forstein»richtungs- Direktor, geb. den 30. Oct. 1764 auf der kleinen Zillbach im eisenachi,scheu Antheil von Henneberg, wo sein Vater damals als Unterförster wohnte. Nach-dem er bei diesem zum Jäger und Forstmanne gebildet, 1784 und 1785 in Jena Canieralia und Mathematik studirt und auf verschiedenen Reisen Erfahrungen ein-gesammelt hatte, wurde er als Unterförster zu Zillbach angestellt, worauf er durchalle Dienststufen bis zum Forstmeister in weimarischen Diensten aufrückte. Von1795 an wurde seine schon seit derMitte des vorherigen Jahrzehends nach und nachvon ihm im Stillen herangebildete Forstlehranstalt der kräftigsten Unterstützung desLandesherr», in Einräumung des herzogl. Jagdschlosses zuZillbach und des dorti-genRevierS, theilhaftig. 1811 folgte C. als k.Forstrath einemRufe nach Sach-sen , wo ihm die Direktion der Vermessung, Abschätzung und Einrichtung der Wal-dungen anvertraut ward. Seit dieser Zeit wohnt er in Tharand , wohin er auchseine Forstlehranstalt mitgebracht hatte. Diese ward 1816 zu einer k. Fvrstaka-dcmie, C. selbst aber zu deren Direcwr und zum k. Obcrforstrathe ernannt, ihm auchbald darausder Orden furVerdienstundTreue ertheilt. C. ist mehrcr gelehrten Ge-sellschaften M-tglied. Seine Schriften seit 1804 („Anweis. zum Waldbau", 4. A.,Dresd . 1827, m. Kpfrn.) gehören zu den vorzüglichsten in der Forstwissenschaft.