Courbiere
LOO Couplet
sich dieses Ausdrucks tadelnd, wo eine solche Veränderung nicht hinlänglich vorbe-reitet ist und aus derNatur der Charaktere oder der Handlung derselben hervorgeht.Theatercoup wird auch häufig für jede auffallende Handlung gebraucht, wo es garnicht, oder doch weniger um die Sache als um den Schein, oder auch darum, mitder Lache auch den Schein zu retten, zu thun ist. — Coup d'dtat, Haupkcoup,eine kräftige, zuweilen gewaltsame Maßregel, die ein Fürst, ein Staat in außer-ordentlichen Fällen, wo die gewöhnlichen Mittel nicht zuzureichen scheinen, ergreift.Auch eine Handlung, eine Begebenheit, welche einen wichtigen, entscheidendenEinfluß auf den Staat hat, wie eine Hauptschlacht, die Einnahme der Hauptstadteines Reichs ic. Überhaupt Alles, was i» einer Sache groß, außerordentlich undentscheidend ist.
Couplet, in der franz. Poesie und Musik, ein Absatz oder Abschnitt, derbei einem Ganzen von gleichmäßigen Tkeile» stattfindet; in der Poesie eine Stro-phe und in der Musik ein Satz, eine Clausel, wie man auch sagt, z. B. in einemRondo. Besonders nennt man Strophen so, in welchen ein gewisser Refrain amSchlüsse vorkommt.
Coup on, Zinsleiste, ein abgeschnittenes Stückchen, ein Abschnitt. Ins-besondere sind Coupons die den Staatsschuldbriefen (Ltaatsobligationen) beigefüg-ten Zins- oder Hebungsscheine, deren mehre auf einem Bogen zusammengedrucktwerden, und wovon bei jeder Auszahlung einer abgeschnitten und der auszahlendenCasse zum Belege gegeben wird. (Gewisse Staatsobligationen werden aus einemBuche ohne gedruckte» Rand ausgeschnitten und so dem Inhaber übergeben. DerZweck derselben ist, Betrügereien und Unterschleif zu verhüten, weil, wenn sienicht ganz genau an den bei der Casse zurückbehaltenen Abschnitt des Bogens, aufwelchen sie gedruckt sind, passen, ihre Unechiheit sogleich offenbar wird.
Courbiäre (Wilhelm Reinst-, Freih. ck<-, !'st»ni,i,o v.), konigl. prcuß. Feld-marschall undVertheidiaer der Feste Graudenz , geb. den 25.Febr. 1753 zu Grönin-gcn in Holland . Sein Vater war Major in holländ. Diensten, sein Großvateraber durch tcnWiderrutdesEdictS von Nantes ausFrankreich, wo er beiGrenoblebedeutende Güter besaß, vertrieben worden. C. begann im 14. I. seine militai-rische Laufbahn. Er nahm 1717 an der tapfern Vertheidigung der Festung Ber-gen op Zoom Theil , ging 1757 als Ingenieurcapitain in preuß. Dienste, zeichnetesich 1753 bei der ersten Belagerung von Schweitnitz aus und erhielt 1759 alsMajor einFrcibataillon. Mit demselben führte er den kleinen Krieg auf allen Punk-ten des Kriegsschauplatzes meisterhaft, that sich besonders 17kl) bei der Belagerungvon Dresden durch die Eroberung des großen Gartens hervor, erhielt für diese Was-fenthal den Drden p>mr W inerim und zeichnete sich ausgleiche Art mit seinemzum Regiment vermehrten Bataillon bei dem Entsatz von Kolberg, bei Liegnitz undTorgau und bei andern Gelegenheiten sehr aus. Unter allen FreibataillonS warsein Regiment das einzige, welcbcS Friedrich I I. nach dem hubertsburger Friedenbestehen ließ. Bis 1736 stand er mit demselben, das jedoch auf ein Bataillonreducirt war, in Dstfriesland in Garnison . 1780 war C. Generalmajor, 1787Generallieutcnant und als solcher zur Bildung von 2 in Magdeburg zu organi-sirenden Füselierbrigaden berufen. Im Rheinkriege führte ev die Garden, an de-ren Spitze er sich besonders bei Pii maseus auszeichnete und dafür den rothen Ad-lerorden erhielt. 1787 ward er General der Infanterie, 1798 Gouverneur vonGraudenz und erhielt 1802 den schwarzen Adlerorden. Seinen Vorstellungen nachdein Regierungsantritte des jetzigen KonigS hat die preuß. Armee einen erböhtenL Id der Dfstciere und Soldaien und die so zweckmäßige Brotverpflegung zu ver-d- -kor 1807 behauptete er die wichtige Festung Graudenz gegen alle Versuchede: ,. > moseii, wodurch Wcstpreußen dein Keniae beim Frieden von Tilsit erkaltenund IbUa und 1813 die Wehraustalten Dsi- und Westpruußcns bedeutend erstich-