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Covcnant
Cowley
vom Kreuze auf dem Haupkaltare der pariser Hauptkirche. Der jüngere Bruderwar zugleich ein würdiger Schüler des ältern, weshalb er auch seinem Bruder inder Stelle eines Directors der Akademie für bildende Künste folgte. Von ihmschätzt man das Grabmal für den Cardinal du Bois in der Kirche St.-.HonorJedoch übertraf ihn sein ältester Sohn, der ebenfalls Guillaume hieß (geb. zuParis 1716, gest. daselbst 1777), und welchem Joseph II. bei seiner Anwesenheitzu Paris eigenhändig den St.-Michaelorden anlegte. Die Statuen der Venusund des Mars, die er 1769 für den König von Preußen in mehr als natürlicherGröß^ gearbeitet harte, erwarben ihm allgemeine Bewunderung; sein in derHauptkirche,der Stadt Sens errichtetes Grabmal des Dauphins und der Dau-phine, der Ältern Ludwigs XVI., trägt den angemessenen Charakter majestätischerEinfalt.
Covenant. Als nicht lange nach der Einführung der Reformation inSchottland die Spanier mit einen: Angriffe drohten, schloffen die schottischen Pro-testanten (1586) eine Verbindung zur Beschützung der neuen Lehre, die sie, nachden Bündnissen zwischen Israel und Gott, den Bund oder Covenant nannten.Nach der Vereinigung derKronen von Schottland und England (1603) begünstig-ten die Stuarts die bischöfliche Kirche, deren hierarchische Form ihrem Strebennach Gewaltherrschaft förderlich zu sein schien, die Gefahren aber, die der pres-byterianifchen Verfassung drohten, brachten die Anhänger des Calvinismus inSchottland zu einer innigern Verbindung, und als 1637 die neue, der englischennachgebildete Liturgie eingeführt werden sollte, entstanden Volksbewegungen, derenFolge die Beschwörung eines neuen Bundes im nächsten Jahre war. Die Nationtrennte sich in 2 Parteien, Covenanter und Nichtcovenanter. Während der Strei-tigkeiten Karls 1. mit dem Parlament entstand eine feierliche Verbindung (solemnleuptut! !>»,I Lovaiuuil) zwischen den herrschenden Anhängern des Protestantismusin Schottland und dem engl. Parlament, wodurch die Unabhängigkeit und Frei-heit der preöbyterianischen Kirche befestigt ward. Als aber nach der Wiederherstel-lung der Stuarte eine unselige Verblendung die Hofpartei zu Gegenwirkungenwider alle verfasMgsmäßige Beschränkungen der willkürlichen Gewalt verleitete,wurde auch der Covenant (1663) förmlich aufgehoben, wodurch jedoch die Anhän-ger des strengen PreSbyterianismuS in ihren Parteimeinungen nur desto mehr be-festigt und bis zur Einführung völliger Glaubensfreiheit (1689) noch oft zumWiderstände aufgereizt wurden. Es gibt nocb jetzt eine zahlreiche öLekte dieserstrenggläubigen Anhänger des CovenaukS in Schottland .
Cowley (Abraham), einer der ersten lyrischen Dichter der Engländer, be-sonders ausgezeichnet in der Ode. Er war 1618 in London geb. und fand schonals Kind so viel Vergnügen an Spencer's (Oue«-,,", daß er sich dadurch un-widerruflich zum Dichter bestimmt fühlte. Auf der Westminsterschulc zeicknete ersich durch Fleiß, Wißbegierde und Talente vor alle» s. Mitschülern aus. Schon inseinem 13. I. ließ er ein Bündchen Gedichte drucken, und schrieb ein Lustspiel viel-leicht noch früher. Kaum hatte er 1643 in Cambridge den Grad eines Magistersder freien Künste angenommen, als er durch Cromwell vertrieben ward. Er nahms. Zuflucht nach Dpford und machte daselbst s. Satyre : 'I'be purilan .nxl ibsPapist", bekannt. Sein Eifer für die Sache des unglücklichen Karl I., seineKenntnisse und sein Witz erregten bald die Aufmerksamkeit mehrer Häupter derkönigl. Partei, besonders des Lord Falkland, der ihn der Königin als einen zu Ge-schäften brauchbaren Jüngling so dringend empfahl, daß sie ihn mit sich nach Paris nahm und zu ihrem geheimen Briefwechsel gebrauchte. In dieser Verbindung blieber 12 Jahre, schrieb auch während dieser Zeit mehre Gedichte, die er u. d. T.:„'I'be rnisircss", herausgab. Er wurde dann nach England-zurückgeschickt, umunter dem Scheine des Privatlebens sich von dem Zustande seines Vaterlandes zu