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glänzendem Erfolge, der ihn nur um so mehr verdarb. Er wurde ganz Manierist,sein Colorit grell, hingeworfene blendende Farbenmassen ohne Harmonie. Vonseinem Vater sind die Untersuchungen über Malerei in Gesprächsform, ein poeti-sches Schreiben an seinen Sohn, in reinem Styl und mit vieler Zierlichkeit abge-faßt, und ein bedeutender Antheil an der von der Akademie der Inschriften heraus-gegebenen Geschichte Ludwigs XIV., in einer Reihe von Denkmünzen dargestellt.
Eoysevop (Antoine), Bildhauer von Lyon , geb. 1640, ging in seinem27. I. nach dem Elsaß , um den prächtigen Palast des Cardinals Fürstenberg zuZabern zu decoriren. Nach seiner Rückkunft nach Frankreich ward er Mitglied derAkademie der Malerei und Bildhauerkunst, und arbeitete verschiedene Büsten Lud-wigs X I V. und andre Werke für die königl. Schlösser. Voll Grazie, erhaben,naiv und edel behandelte sein Meißel die verschiedenen Figuren, die er darzustellenhatte. Man nannte ihn den Vandyk in der Bildhauerei, wegen der Schönheitseiner Portraits und des Feuers, welches er in die Züge zu legen wußte. Man be-trachte z. B. die Statue des CardmalS Mazarin im pariser Museum, ein Mei-sterstück der Kunst! Seine vorzüglichsten Compositionen sind: die Statue Lud-wigs XIV. zu Pferde für die Stände von Bretagne , Colberk's Grabmal, dieStatuen der Dordogne, der Garonne und der Marne , die Gruppe von Kastorund Pollux, die sitzende Venus, die Nymphe auf der Muschel, die Hamadryade,der fröhliche Faun mit der Flöte, Pegasus und Mercur. C. starb zu Paris 1720in seinem 80. I.; 44 I. lang war er Mitglied der Akademie und ihr beständigerKanzler gewesen.
Crabeth (Dierk und Wouter, Gebrüder), Glasmaler, nach einigenSchriftstellern von Geburt Deutsche, nach andern Niederländer. Sie lebten amEnde des 15. und im Anfange des 16. Jahrh, in Gouda , wo sie in der St.-Io-hanniskirche 11 nachsetzt bewunderte Bilder auf Glas malten. Wouter war sei-nem Bruder in der correcten Zeichnung, Dierk dem Wouter in der Kraft überle-gen. Die Kunst des Glasmalens ist, nach Einigen, mit ihnen untergegangen.Man sagt, daß beide Bruder gegen einander eine solche Künstlereifersucht hegten,daß sie sich die Geheimnisse ihrer Manier nicht mittheilten und bei Besuchen ihreunvollendeten Arbeiten verdeckten, damit der eine die Kunstvortheile des andern ausder allmäligen Ausbildung der Gemälde nicht errathen und sich zueignen konnte.
Erabbe (George), unter den neuern Dichtern Englands vielleicht der po-pulairste, geb. den 21. Dec. 17-54 zu Altborough in Suffolk , Sohn eines Zoll-beamten, sollte Wundarzt werden. Aber bald entwickelte sich das poetische Talentdes Knaben, veranlaßt durch den prosaischen Sinn seines Vaters. Der alte C.pflegte nämlich aus allen Journalen, die er las, die Verse, als unnütze Bei-lagen, herauszuschneiden; die weggeworfenen Blätter dienten den Kindern zumSpielwerk. So las der kleine George viele Verse, lernte sie auswendig, und danicht selten Lücken in den herausgeschnittenen Blättern waren, so versuchte er sichauch bald, dieselben zu ergänzen. Er arbeitete für Journale und gewann 1778einen Preis für ein Gedicht auf die Hoffnung, worauf er sich bewogen fühlte, seinerBestimmung zum Wundärzte zu entsagen und seine Vaterstadt zu verlassen. Sehrkärglich ausgestattet, kam er in London an , wo er sich ganz den schönen Wissen-schaften widmete. Edmund Burke wurde sein Patron, sah die Versuche deSJünglings durch, schlug Verbesserungen vor, suchte das Ausgezeichnetste heraus,unterwarf es dem Urtheil mehrer Kenner und war im weitesten Umfange des Dich-ters väterlicher Freund. C.'S erste Gedichte, zu denen das größere beschreibende,,,7'l>e viiliic-r." gehört (1782), erhielten Beifall. Auch der scharfe Kritiker, I).Iohisson, munterte den jungen Dichter zu neuen Arbeiten auf. Burke hatte sei-nen Schützling schon früher bestimmt, sich der Theologie zu widmen, und C.brachte eg, ohne eine Universität bezogen zu haben, durch Fleiß dahin, einen akade-