CrassuS (Luc. Licinius—M.Licinius) Craven 909
knicke zu betrachten. Die Worte „<Io I'iinprimerie do Lr.ipolel" gereichen jederAusg. zur Empfehlung; der geschmackvolle und schwer zu befriedigende Renouardlast seinen ganzen Verlag bei ihm drucken, und die Dssicin ist so beschäftigt, daß1818 22 Pressen im Gange waren. Eine zweimalige Reise nach England gab C.Veranlassung zu den ohne seinen Namen erschienenen: „douvenii» dv s.niidieren1814 ei 1816" (Paris 1811), welche sich durch unbefangene und feine Beobach-tung und gefällige Darstellung empfehlen. Vier Jahre darauf sah er sich durchdie, wenn auch rühmliche, doch nicht ganz discrete Erwähnung seiner Person undDfsicin in Dibdin's „Ijibüopr-ijdiieid, -Iiitigiiaii. 1,1 and pieturergue l»u>" ge-nöthigt, eine Übersetzung desjenigen Briefes dieser Reise, welcher von den pariserBuchdruckern und Buchhändlern handelt, mit berichtigenden Noten herauszugeben(Paris 1821), welche schätzbare Erörterungen über diese Gegenstände enthalten.1829 gab er die „>I,z>. du (ib-iiebdn de (äonev" (s. d.) herairs. A — z.
CrassuS . Zwei Römer dieses Namens sind hier zu erwähnen: 1) Luc.Lic in i us C., der im I. Roms 658 (96 v. Chr.) Consuk war und für den größtenRedner seiner Zeit galt. Er besaß ebenso viel Witz als Geistesgegenwart, und wardabei ein durchaus rechtschaffener Mann. 2) M. LiciniusC., mit dem BeinamenDives, der Reiche, den er, wie Mehre seines Geschlechts, wegen seiner ungeheuernReichthümer führte. Er besaß ein Vermögen von 1 Mill. Thlr. Er gab einst deinVolke ein Fest, wobei er es auf seine Kosten an 10,000 Tischen bewirthete, undüberdies noch so viel Getreide austheilte, daß jede Familie 3 Monate davon lebenkonnte. Im I. Roms 683 und 698 war er mit Pompeju« zugleich Consul, und688 Censor. Als einen der einflußreichsten Männer, der auch höchst ehrgeizig war,suchte ihn Cäsar mit Pompejus zugleich für sich zu gewinnen, indem er eine Artvon Triumvirat mit Beiden bildete. Auf einem Feldzuge gegen die Parlher, dener aus Habsucht und Ehrgeiz unternahm, ward er nebst vielen seiner Begleiter ge-lobtet (53. v. Chr.).
Craven (Elisabeth, Lady), nachher Markgräfin von Anspach, die jüngsteTochter des GrafenBerckcley (daher sie zuletzt Prinzessin Berckeley genannt wurde),geb. 1150 und vermählt 1161 mir Wilhelm, letztem Grafen von Craven, von demsie 1 Kinder hatte. ?"ein nach einer 1-tjährigen Verbindung erfuhr sie von ihmeine so üble Behandlung, daß auf die Vermittlung der beiderseitigen Freunde 1181eine Trennung stattfand. Lady C. lebte hierauf an den Höfen von Versailles, Ma-drid, Lissabon, Wien, Berlin, Konstantiiiopcl, Warschau, Lt..Petersburg, Rom ,Florenz und Neapel , dann in Anspach, wo der Markgraf Christian Friedrich KarlAlexander, ein Neffe Friedrichs des Großen, mit Lady C. in ein platonisches Ver-hältniß trat. Auf jener Reise war sie auf Veranlassung des Grafen Choiseul-Goussier, sranz. Gesandten zu Konstantinopel , 1181 in die Grotte von Antiparoshinabgestiegen, die vor ihr noch kein Frauenzimmer besucht hatte. Nachdem LordCraven 1191 zu Lissabon gestorben war, vermählte sich der Markgraf mit ihr, über-ließ seine Länder gegen ein Iahrgeld dem Könige von Preußen und ging mit seinerGemahlin nach England, wo er unweit Hammersmith ein schloß (Brandenburg )kaufte und 1806 starb. Lady C. machte hierausAnsprüche an Preußen wegen einesjahrl. Wüthums von 2000 Pf. Liter!. Übrigens war sie Testamenlserbin desMarkgrafen und lebte seitdem bald in England, bald in Neapel . Schon in ihrem11. Jahre hatte Lady C. ein artiges Gedicht verfertigt, das damals in den Zeit-schriften erschien. Ihre Reise durch die Krim nach Konstantinopel in einer Reihevon Briefen erschien zuerst 1189 (englisch ) und ward zum Vortheil Mercier'S ge-druckt (neue verm. Anst. 1814). Außerdem hat sie Gedichte, Theaterstücke undRomane geschrieben. IhreDeukwürdigkeiten („>1en>. vk t!,eäb,ig>r,vine ,>!.(>>-zpiieb. !nii>>cr!v l.inie (innen, zviili,,, be beize!! ete.", London 1825, undParis 1826, 2 Bde.; die sranz. Übersetzung'von Parisot ist nicht treu; a. d.Eugl.