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den bedeutender Viehzucht, einen leidlich guten Ackerbau aufregelmäßig abgetheiltenFeldern. — Sie brauchen jedoch keinen Pflug, sondern bearbeiten den Boden mitder Hacke. Irdene Töpfe und Tiegel, Körbe, geräuchert Leder, schwarzmarmorneTabackspfeifen, hölzerne Löffel u. dgl. sind ihre Manufacturartikel. An ihre civili -sirten Nachbarn verkaufen sie Pelzwerk und Häute, den Ertrag ihrer Iagdzüge.
Cremona, befest. Hauptst. der Delegation gl. N. im Herzogth. Mailand ,mit 27,000 Einw. (27° 41" 51" L., 45" 7" 43" Br.), zwischen den FlüssenAdda und Oglio am Po, über welchen eine Schiffbrücke führt. C. hat eine deut-sche Meile im Umfange; die Straßen sind breit und regelmäßig, aber die Häusernicht sonderlich gebaut. Ein Canal, der zum Theil unter den Häusern wegläuft,verbindet den Po mit dem Oglio. Außer 44 Kirchen und Eapellen, gab es hier vorwenig Jahren 43 Klöster. Die Domkirche ist eine ungeheure Steinmaffe mit einerVorderseite von schönem weißen und rothen cremoneser Marmor; das Innere istmit guten Frescogemälden geziert, und in der Taufhalle befindet sich ein Wasser-becken von ausgezeichneter Größe, aus einem einzigen Block veroneser Marmor.Der 372 F. hoheGlockenthurm besteht aus zwei achteckigen Obelisken, über denensich ein Kreuz erhebt. Von ihm übersieht man den ganzen Lauf des Po, wie er dieweiten Ebenen der Lombardei durchströmt. Die Seidenmanufacturen sind beträcht-lich, und die cremoneser Violinen waren lange Zeit die besten in der Welt. Einerömische Colonie gründete Cremona 291 v. Chr. Mehre hundert I. besaßen es dieDenetianer. Die Kaiserlichen unterPrinzEugen nahmen hier 1702 durch Überfallden franz. Marschall v. Dilleroi mit dem Generalstabe gefangen, die Besatzungzwang aber doch den Prinzen Eugen, die Festung zu räumen. Über Cremona's Künst-ler s. „I.S ?>liuis tlremouese", vom Grafen Vidoni (Mailand 1324, m. Kpf.).
Cremor tartari, Weinsteinrahm. Wenn der rohe Weinstein, sowieer aus Weinfässern ausgeschlagen worden, mit schicklichen Zusätzen ve>sotten wird,sondern sich die Unreinigkeiten davon ab, und der auf diese Art gereinigte Wein-stein steigt in dem Kessel in Gestalt eines Rahms in die Höhe, worauf er abge-schöpft, getrocknet wird und Cremor tartari heißt; er ist von mancherlei ärztlichemGebrauch, besonders als kühlendes Mittel.
Creo l,e n (span. OiolioH, Diejenigen, welche von spanischen oder anderneuropäischen Ältern in Amerika in gesetzmäßigen Ehen erzeugt worden. 1776 wur-den sie vom Könige Karl III. für fähig erklärt, Bedienungen im geistlichen, Civil-undMilitairstande zu bekommen, zu denen ihnen bis dahin der Zutritt verschlossenwar, jedoch immer den aus Europa kommenden Spaniern nachgesetzt. Auf denandern westindischen Inseln hatten sie stets gleiche Rechte mit den Europäern. Siesind von bräunlicher Gesichtsfarbe. DieSeltenheit rotherWangen ist eine Wirkungder auf den Antillen herrschenden Luft. Eine Vortheilhafte Schilderung der Creolengibt Raynal im 4. Th. s. „Geschichte beider Indien"".
(lrere-enclo (wachsend, steigend), in der Tonkunst die allmälige Ver-stärkung der Töne beim Vortrage, oder in der Kunstsprache der allmälige Übergangvom piano zum körte und kv, litüiin». Man bezeichnet es durch < oder durchdie Abbreviatur erere. Auch heißt kii eseenüo ein 1778 vom Hoff. Bauer inBerlin erfundenes musikalisches Instrument, das wie ein Clavier gespielt wird und,cbensowie dieses, mit Drahtsaiten bezogen ist. Der Körper aber geht pyramidischin die Höhe, und durch 3 Züge, die mit dem Fuße regiert werden, kann man es8 Mal verändern, vom sanftesten und schwächsten Tone bis juv höchsten Stärke.Auch bat man in einigen Orgeln ein Register d. N.
Crescentiis (Petrus de), oder Crescenzi, der Hersteller der Agronomie inEuropa, geb. 1230 zu Bologna , war Sachwalter und Beisitzer der Podcsta, bisihn die Unruhen seiner Datei stadt zwangen, alle bisherige Beschäftigungen auszu-geben. Er durchreiste Italien und sammelte gemeinnützige Beobachtungsn. Nach