Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Crespi

rata in der MarkAncona am 9. Oct. 1663, zeigte schon als Kind Neigung fürdie Dichtkunst; besonders prägten sich ihm Ariosio'S Verse, durch eine Ausg. des„RasendenRoland" mitKpf., ein, zu denen er die entsprechenden Stellen auf-suchte. ImZesuitercollegium zuMacerata schrieb er schon im 13.1. eine Tragödie(„Darius"), war im 15. Mitglied einer Akademie und im 16. I). der Rechte.Sein Vater schickte ihn 1681 nach Rom , um sich in den Rechtskcnntnissen zuvervollkommnen; ober noch lebhafter betrieb er die Dichtkunst. Einige CanzonenvonFilicaja eröffneten ihm (1687) das Verständniß über den poetischen>Linn seinerZeitgenossen. Unzufrieden mit Allem, was er früher versucht, fühlte er sich aufeinmal getrieben, nur die großen Muster der alten Zeit nachzuahmen und auchAndre zu dieser Einfachheit und Natur zurückzuführen. C. gehörte zu allen dendrei Akademien, die damals in Rom bestanden, von denen aber eine immer schlech-tere Verse als die andre lieferte. Auö ihnen wählte er sich einige Gleichgestimmteund bildete eine neue Akademie, die mit etwas spielendem Witze, wegen des länd-liche» Sinnes dcrStifter, den Namen Arcadia annahm. (S. Arkadier.) ErsterCustode dieser 'Akademie war Creseimbeni, u. d. N. Alfesibco Cario, der vonOlympiaden zu Olympiaden in seiner Würde bestätigt wurde. §., erfreut überdas Gelingen seines Plans, war nicht der unthätigste unter den Dichtern. 1688erschien seine „lsNoria della vulgär pc>esi-,", ein Werk unsäglichen Sammler-steißes, aber ohne Ordnung und Kritik. Dann gab er feinen ,,'I i-iin-io dell.iK«!!e7.7..'> clel!.', vulgär poeria" (Rom 1700, 4.), der 3 Anst. in kurzer Zeit erlebtelmd, wie das frühere Werk, erst durch die „<?.«,-> int-iiiarj intorno id!a stcni.v deU-,V. pne;." (Rom 1702, 5 Bde., 4.) genießbar wurde. Clemens's XI. Gnadesetzte ihn in eine bequemere Lage. Bei der Ruhe seines Kanonicats, höchstenshzprch die Streitigkeiten der Arkadier gestört, wuchs die Anzahl seiner Werke raschheran. VonNostradamus's „Leben der provemalischenDichter" gab er eine be-reicherte Übersetzung, vermehrte seine t',o,»„>,-uta, j durch vier reich ausgestatteteBände, gab eine „Geschichte der Arcadia" und die „Leben der arkadischen D ichter".Fast um dieselbe Zeit erschienen die beiden ersten Bde. Verse (, >n,e) seiner Arcadia,die Beifall fanden. Durch geistliche Auszeichnungen vergalten die Päpste Cle-mens XI. und Benedict XIII . C.'ö Leistungen. Endlich erhielt die Arcadia durchein Geschenk König ZohannS V. von Portugal ein Grundeigenthum. Das nochstehende Theater ward auf dem IaniculuS erbaut, und am 9. Sept. 1726 feierteman die ersten olympischen Spiele zu Ehren desKönigs von Portugal. Die Ge-dichte, die C. dabei vorlas, fanden lebhaften Beifall. Allmälig erlag aber seinKörper den Anfällen eines Drustübels. Nachdem er, mit Erlaubniß des Ordens-generals, in die Gesellschaft Zesu eingetreten war, in deren Kleidung er zu sterbenbegehrte, verschied er am 8. März 1728. Noch bei seinem Leben hatte er sich inder Kirche Sta.-Maria Maggiore ein Denkmal errichten lassen, mir der Inschrift:I. äl. <A 9. XII6. 6. (lc>?,niie5 älarius (chc.-einibenius paslorurn Xresdum au-tos);neben seinem Wappen die arkadische Hirtcnpfeife. Er war von Charakter sanft,wohlwollend, entgegenkommend und bescheiden. Unter seinen zahlreichen Werken,Gelegenheitsschriften, lobpreisenden Lebensbeschreibungen, dürften nur die schongenannten ihm einen rühmlichen Platz in der Literargeschichte seines Vaterlandessickern. Vor seiner „Istoria cl'Xre.v.lia" (Rom 1712, 12.) findet man einLeben Crescimbeni's vom Kanonicus Mancurti aus Zmola.

Crespi (GiuseppeMaria), genannt il 8p»^„»»la, ein Maler der bolog-nestschen Sckule, geb. zu Bologna 1665, studirte die Meisterwerke im Kloster S.-Michclo in Bosco und folgte vorzüglich den Caracci, deren Werke er auch copirte.Früher besuchte erCanuri's, dann Cignani's Schule, hieraufVenedig und Parma und trat dann mit eignen Compositionen in seiner Vaterstadt auf (Kampf desHercules mit dem Ankäuö). Von da an wurde er mit Aufträgen überhäuft. So