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Zweiter Band. Bo bis C.
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Creutz Creuz

nialte er u. A. für den Cardinal kNtobuoni die sieben Sakramente, welche sichgegenwärtig in der dresdner Galerie befinden; Mehres für den Prinzen Eugenvon Savooen, für den Kurfürsten von der Pfalz , für den Großherzog vonToScana und für den Cardinal Lamberiini, der sein Gönner ward und ihnals Papst Bencdict XIV. turn Ritter erhob. C. ist aber wegen der seltsamenIdeen, die er oft in seinen Bildern anbrachte, häufig getadelt worden; z. B. läßter den Chiron seinem Zögling Achill wegen eines begangenen Fehlers einen Trittgeben. Ferner malte er Alles -> priinu mit starkem Pinsel in der Art des Cara-vaggio, und mit unhaltbaren Farben auf durchscheinendem Grund, sodaß seineWerke bald nachgedunkelt sind. Er hatte viele Schüler, unter welchen auch 2 sei-,»er Sehne, Antonio und Luigi Crespi . Letzterer zeichnete sich mehr als Schrift-steller über Malerei aus. C. starb 1747.

C r e u tz, (GustavPhilipp. Graf v.), ebenso ausgezeichnet in der Literatur fei-nes Vaterlandes als in seinen Geschichtsbüchern, war in Finnland 1726 geb. Fürsöffentliche Leben gebildet, ennoa er sich dennoch, aus Neigung zur Dichtkunst,oft der großen Welt. um in ländlicher Zurückgezogenheil der Natur und seinen Lieb-lingsschriftstellern sich hinzugeben. Damals ging eine lebhaftere Theilnahme angeistiger Unterhaltung zunächst von Friedrichs II. Schwester, Louise Ulrike, aus,die seit 17,71 in Schweden regierte. Zu dem nähern Kreise ihres Umgangs, woheimische Sprache und Dichtkunst geübt und gepflegt wurden, gehörte Graf C.Noch ehrt man seinen „4l>s ng ('.-nullln" (Stockh. 1761), ein erotisches Gedichtin 5 Gef., das jenen Vereinigungen sein Entstehen verdankte, als eine der lieblich-sten Mustngaben in schwedischer Sprache. Es wird als Muster des zarten Aus-drucks ebensowie sein «Brief an Daphne" bewundert. Bald darauf ward C. vomKönig Adolf Friedrich zum schwedischen Minister in Madrid ernannt. MehreBriefe an Marmontel über seilten dortigen Aufenthalt beweisen, wie glücklich erbeobachtete. Einige Jahre später vertauschte er den Posten in Madrid mit demgleichen in Paris , wo sein Haus dem Talente gastlich offen stand. Namentlichschloß er sich an Marmontel und Grßtry enger an, deren Erfolge ihm, als wä-ren es eigne, Freude machten. Während seines 20jähr. Aufenthalts zu Paris wurde ihm die Freude, mit Benjamin Franklin am 3. April 1783 einen BundeS-und Handelsvertrag zwischen Schweden und der jungen Republik der VereinigtenStaaten , Namens seines Königs, abzuschließen. Gustav stellte ihn hierauf andie Spitze des Ministeriums der auswärt. Angeleg., ernannte ihn zum Rector derUniversität Upfala und gab ihm den Seraphinenorden. Aber sein schwächlicherKörper erlag bald dem Klima seines Vaterlandes. Er starb 1787. Die vomKönig Gustav erkaufte Creutz'sche Büchersammlung befindet sich noch im schlöffeZu Haga. u. d. T.: «Vitlriliot- 4il»ae,i «I'Oriuitr NA OvIlLiibniA", sind leinehinterlassenen Schriften mit decken seines Freundes Gvllenborg (Skockh. 1795)herausgekommen. Bei einem Seraphinencapirel am 28. April 1786 las KoingGustav selbst des chrenwerthen Mannes Lobrede.

Creuz (Friedrich Karl Casimir , Freiherr v.), ein didaktischer Dichter, geb.zu Homburg an der Höhe 1724 , zeigte so großes Talent für öffentliche Geschäfte,daß er, noch nicht 22 I. alt und ohne eine Universität besucht zu haben, als Hof-raih in der Regierung von Homburg mit Sitz und Stimme angestellt ward. Zwi-schen den Familien von Homburg und Darmsiadt bestanden damals sehr lebhafteStreitigkeiten. Die Leitung der Homburgischen Ansprüche ward C. 1719 über-tragen, der nach manchen Proben seiner Anhänglichkeit für die diesseitige Sache(ein ganzes Jahr lang mußte er auf einer darmstädter Beste seine» Eifer büßen) und»ach vielfältigen Anerkennungen seiner Treue sie endlich durch eine Verbeirachungvöllig auszugleichen wußte. Während dieser Zeit hatte er Reisen nach Berlin undWien machen muffen, wo ihm überall die verdiente Aufnahm« wurde. Des Land-