Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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erklärten Feind«. In dem Umgänge mit Andern erlaubte er sich oft muthroilligeund gemeine Scherze, die mit der Strenge und Härte seines Charakters so wenigübereinstimmten, als dasGalimathias und der plumpe Ton seines Gesprächs mitdem hohen Sinne, der in einigen seiner Reden weht, und mit derKraft seiner Rede,durch die er nicht bloß über den unwissenden und fanatischen Soldatenhaufen, son-dern auch über die ParlamentSversammlung herrschte. Seine Politik war die desEigennutzes und der Klugheit; seineGrdßewar aus Ungerechtigkeit und Berbrechenentsprungen; darum fiel die Macht seines Hauses mit seinem Tode in das vorigeNichts zurück. Er hatte seinen ältesten Sohn, Richard, zu seinem Nachfolgerernannt; aber das Werkzeug seiner Größe, der fanatisch-, religiöse Republikanis-mus des Heeres und der Officiere, Fleekwood an der Spitze, zerstörte C.'SWerk. Der sanfte, mit allen Tugenden des Privatmanns begabte Richard wurdevon den aufrührerisch gesinnten Officieren genöthigt, das Parlament aufzulösen,und im Gefühl seiner Schwäche legte er selbst wenige Tage nachher, den 22.April 1659, seine Protectorwürde nieder. Auch sein Bruder Heinrich, derMuth, Tapferkeit und Milde vereinigte, gab seine Statthalterschaft in Irland , woer seit 1651 die Ruhe glücklich behauptet, den Handel emporgehoben und durcheine gerechte Verwaltung die Liebe des Volks sich erworben hatte, an das Heer zu-rück und starb als Privatmann in England. Richard lebte sehr eingeschränkt,da seine Güter durch die Begräbniskosten des Vaters verschuldet waren. Nach derWiederherstellung Karls I I. hielt er sich auf dem festen Lande auf und kehrte erst1680 nach England zurück, wo er rMter dem Namen Clark, zu CheSnut in der Graf-schaft Hertford , als ein Weiser, in ruhiger Verborgenheit, von Wenigen gekannt,das stille Glück der Häuslichkeit genoß, Er starb 17§2 in einem Alter von 86 I.Des Vaters Leichnam wurde auf Karls I I. Befehl 1661 gehängt und unter demGalgen begraben. Über Oliv. C.'S Leben vergl. man die Geschichtswerke von Cla-rendon und Hume, die Memoiren von Ludlow , von Whitelocke und von Noble;ferner die Schriften über C.'S Leben von Banks, von Ieudy Dugour (Paris 1795) und Villemain'S treffliche „II>;I. <le OnnnveN" (Paris 1819, 2 Bde.);außerdem die Sammlungen von C.'S Briefen und Staatsschriften, welcheTh. Carde 1736 und Nikols 1743 zu London herausgegeben haben; die„.Vleinoir; nk tbe l'roteotnr. Oliver tchoui'vell, gixl nk In; ;o»;, Xl-cb-irl! -nist lleiirv" hat ein Nachkomme der Familie, Oliver Cromwell (Lon-don 1820, 4.), herausgegeben. Sie enthalten Originakbriefe und andre Fa-milienpapiere. X.

Cr on e g k (IohannFriedrich, Frech, von), geb. 1731 zu Anspach. SeinVater war Generalfeldmarschalllieut. des fränkischen Kreises. C. machte früh inmehren WprachenFortschritte und las, noch in seinen Schuljahren, die besten römi-schen Tlassiker und die vorzüglichsten neuern Schriftsteller. 1749 ging er nachHalle und 1750 nach Leipzig , wo Geliert seinen Geschmack und sein Herz nochmehr ausbildete, der ebenso sein Freund als sein Lehrer war. Auch mit Rabener ,Kästner, Weiße und dem Grafen Moritz von Brühl lebte er in der freund-schaftlichsten Verbindung. Gottsched konnte er nicht achte», vielmehr richtete ermehre satvrische Angriffe gegen ihn und seine Anhänger. Dahin gehört eine Sa»tyre auf Schönaich'S poetische Krönung und eine Sammlung von Grabschrifte»in Knittelversen auf die meisten Gottschedianer. Die Koch'sche, damals in Leip-zig spielende Schauspielergefellschaft lenkte feine Neigung auf die theatralischeDichtkunst. Schon in Anspach hatte er ein kleines Lustspiel: „Der Mißver-gnügte", geschrieben; jetzt folgte „DerMißtrauische", ein Lustspiel in S Aufzügen.Beides sind unvollkommene, jugendliche Versuche. Zu mehren Stücken machteer bereits den Entwurf. 1751 besuchte er Braunschweig , wo er Gärtner, Ebertund Zachariä kennen lernte. Im folgenden I. schrieb er ein größeres Gedicht r