Cullen
Culloden
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ris1658, 10 Bde., Fol.), die durch blerillH Variante,, kokerti oh». und einweitläufiges Register vermehrt, zu Neapel, Venedig und Modena 1758—83 in11 Bdn., Fol., nachgedruckt wurde. Sehr brauchbar für die Benutzung dieser gro-ßen Reihe von Bänden ist das „Lrompluarinm operuin ckac. tlujacii, auctoroI)om. >Ibuneii5>" (Neap. 1763, 2 Bde., Fol.) Seine ,,^nimackvcr5ione, otein Schatz von gelehrten Winken und Ausführungen, sind zu Halle 1737,4., durch I. C. Uhl wieder aufgelegt worden. Die Kinder, die aus zwei Ehenihm nachblieben, haben durch Sittenlosigkeit eine Art von Bel-ühmtheit zu erlan-gen gesucht. S. „Zakob Cujas und seine Zeitgenossen", von E. Spangenberg(Leipz. 1822).
Cullen (William), Professor der praktischen Medicin in Edinburg , geb.1712 in einem Dorfe der Grafschaft Lanark in Schottland, lernte in Glasgow dieApoihekerkunst und die Chirurgie, ward Wundarzt auf einem Handelsschiffe derostindischen Compagnie, übte die Wundarzneikunde auf dem Lande unter der Lei-tung Hunter'S, promovirte 1740 und ward 1746 Pros. der Chemie in Glasgow ,1765 in Edinburg , erhielt 1766 den Lehrstuhl der Medicin und starb daselbst den5. Febr. 1790. C. hat dieser Universität den hohen Ruf, welchen sie in der Arz-neikunde hat, erworben. Er war ein scharfsinniger Beobachter der Natur undmachte sich um die ganze Medicin, vornehmlich um die Pathologie und älateriaiuoclic. 1 , hochverdient. Die Theorie des 8olicli vivi wurde zuerst von ihm in ihremganzen Umfange aufgestellt. Aus der blateria verbannte er unzählige
Irrthümer, und f. ,/I'iestiso ok litt; mat. mecl." (Edinburg 1782, 2 Bde., 4.,zwei Mal verdeutscht) ist classisch. Von s. „IHt line» „Nix: z»aeli<: nkzil^ria"erschien 1785 die 5. Aust. in 4 Bdn. (Auch dies Werk ist mehrmals ins Franz,und Deutsche übersetzt.) „8^,io>>zis nosologiiav inetlioclioae" (Edinburg 1772,2 Bde.) haben Fischer und Frank für Deutschland und Italien durch neue AuSg.gemeinnützig gemacht. Von s. übrigen Schriften nennen wir noch eine über dieMittel, die man bei scheinbar Ertrunkenen anzuwenden hat/ um sie ins Leben zu-rückzurufen. Unter s. Schülern sind viele der berühmtesten Ärzte Englands.
Culloden (Schlacht bei), in Mittelschottland, die letzte auf britischemBoden gefochtene Schlacht, zugleich das Ende der Unternehmungen des vertriebe-nen Geschlechts der Skuarte, den Thron von England wieder einzunehmen. (S.Eduard sKarO, Großbritannien und Jakob UI.) Der Sohn Ja-kobs Ul., Karl Eduard, hatte auf seinem abenteuerlichen Zuge seit 1745 sich mitabwechselndem Glücke gegen die Engländer behauptet, ja er war einmal schon bis20 deutsche Meilen von London vorgedrungen, wo Schrecken und Bestürzung sichverbreiteten. Allein durch ein Zusammenwirken ungünstiger Umstände zur Rück-kehr nach Schottland genöthigt, schien ihm das Glück zwar wieder lächeln zu wol-len, denn er schlug die Engländer abermals bei Falkirk ; als jedoch der Herzog vonCumberland, dem das Commando anvertraut worden war, gegen ihn auftrat, en-dete die ganze Unternehmung durch die Alles entscheidende Schlacht bei Culloden.Hier war es, wo Eduard am 27. April 1746 angegriffen wurde. Seinem Heerefehlte es an Subordination. Hungrig und müde gingen seine Truppen in dieSchlacht, doch fochten sie muthig; die ungestüme Tapferkeit der Bergschotten wichendlich zurück vor der wohlbedicntenArtillerie des königl. Heeres. Die Engländermachten in der Nacht die verwundeten Schotten auf dem Schlachtfelde nieder.Eduard, auf seiner Flucht tausend Gefahren preisgegeben, entkam glücklich. SeineAnhänger traf die Rache der Sieger; die angesehensten starben auf dem Blutge-rüste, und die Gegenden, welche der Herd des Aufstandes gewesen waren, wurdenverwüstet. Hieraus nahm die englische Regierung Maßregeln, um ähnliche» Be-gebenheiten zuvorzukommen. Man fand die Anhänglichkeit der Hochländer an dasalte KönlgshauS vorzüglich in der Eigenthümlichkeit ihres ganzen Lebens gegrün-