Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Curiatier

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Cupido

wurden, in Vergessenheit gebracht ist. Die beiden letzten galten damals für dievorzüglichsten engl. Lustspiele im ediern Style, so von Kunstl ichtern bezeichnet, diefreilich Shakspeare sehr unartig finden. Durch diese Ausnahme ermuntert, schrieber das Lustspiel: „Der Liebhaber nach der Mode", und seine Tragödien: „DieSchlackt von Hastingü" und „Die Karmelitcrin", die für das beste seiner Werkegilt. Weniger wollten seine Romane gefallen („Arundel ", 2 Bde.; „Johann vonLancaster; „Heinrich"), besonders durch die Entschuldigung der ehelichen Untreue,die er hier zu übernehmen schien. 1180 erfüllte er einen Auftrag an den spanische»Hof zur Zufriedenheit seiner Regierung. Die „Anekdoten von berühmten spanischen Malern" waren eine Frucht dieser Reise. Da nach seiner Rückkehr die Handels-kammer aufgelöst ward, so zog er sich nach Turnbridge zurück, wo er in glänzendengeselligen Verhältnissen lebte. Außer den „Denkschriften über sich selbst" <2 Bde., 1.)fanden alle seine später» Schriften wenig Beifall. Häusliche Mißverhältnisse, selbstMangel, obgleich eine seiner Töchter an Lord Bentinck verheiralhet war, verküm-merten den Abend seines Lebens. Er starb den 1. Mai 1811. Sein „OBeevei ,» e<>ll<-<ui<>» t>i nine.ul. Ii liu.ii V arnl lliiniliu, (letzte AuSg. London 1810,

8 Bde.) ist selbst den Philologen wichtig, weil Cumberland, ein Enkel RichardBenkley'S, nianche der dort niedergelegten Nachrichten über griech. Lustspiele undgriech. Literatur diesen Papieren entnommen haben mochte.

Cupido wird häufig mit Amor bei den Römern und dem griech. Ero« fürgleichbedeutend genommen, ist cö aber nicht, sondern verhält sich zu diesem, wiedas Verlange» ^Pathos beiden Griechen, Cupido bei den Römern) zur Liebe (Eros,Amor). Da aber alle Wirkungen der Liebe und alle Arten der Liebe, die reinste undbeständigste, wie die flüchtigste, sinnliche, dem Eros oder Amor zugeschrieben wer-den, so war Cupido auch leicht mit ihm zu verwechseln. Auf ihn dürste vornehm-lich passen, was Proper; von dem Grunde sagt, den der Künstler gehabt, der zu-erst den Amor als Knaben gebildet:

Er empfand es, daß nimmer Verstand den Liebenden leite,

Und für ein flüchtiges Glück feil ihm das äiösilichstc sei.

Cupolofen, s. Eisen- und Schachtöfen.

Curanao, Curassao, eine Felseninsel (8C OM., 13,100 Einw., 6000Sklaven) innerhalb der ankillischen Inseln, wenige Meilen von der spanischen KüsteVenezuela entfernt, die 1521 von den Spaniern besetzt, 1631 von den Holländernerobert und im westfälischen Frieden behalten wurde. Der kahle Felsen ist an denmeisten Orten kaum mit 8 Zoll hoher Erde bedeckt, durch den Fleiß der Holländeraber fruchtbar gemacht, unk trägt Zucker, Taback, Baumwolle, Mais, Caffave,Feigen, Cacao, CocoSnüsse, Citronen, Pomeranzen und die meisten europäischenKüchengewächse; auch hat man Rindvieh, Schafe, Ziegen, Schweine, Geflügel,Schildkröten, Fische, und gewinntSalz. An Wasser leidet die Insel Mangel.Vorzüglich wichtig ist sie den Holländern wegen des Schleichhandels mit dem spani-schen Amerika . An der Südostseite liegt de> sichere und beguemeHafen Sta.- Bar-bara, dessen voin Fort Amsterdam beschützter Eingang aber beschwerlich ist. Andemselben befindet sich die einzige Stadt der Insel, Wilhelmstadt. Sie ist gut ge-baut lind voll von Niederlagen. Außer dieser Stadt enthält die ganze Insel nurwenige Dörfer und Planzungen. In der Stadt halten sich eine Menge fremderKaufleute auf. Unter dem Gouverneur stehen die benachbarten kleinen Insel»:Aruba, Bonaire und AvcS. Im Anfange 180 l machten die Engländer einenvergeblichen Angriff auf die Insel Curcnao ; aber 1801 wurde sie von ihnen erobert.In Folge des nach dem pariser Frieden zwischen England und dem Königreiche derNiederlande geschlossenen Vertrags ward Curcwao diesem zurückgegeben.

Curatel, s. Vormundschast.

Curiatier , s. Horarier,

CouveichlioiiSiLexico!!. Bd.». 60