Band 
Vierter Band. F bis G.
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Flemming (Jak. Hcinr., Grafv.) Fleurieu

Sonetten („Geists, und weltliche Poemata", Jena 1642 fg.) ist eine lieblicheSchwärmerei mit tiefer und feuriger Empfindung gemischt; seine länmrn Ge-dichte besingen zumTheil die Abenteuer der Reise mit hoher und kräftiger Begeiste-rung, zum Theil andre gelegenheitliche Ereignisse mit Eigenthümliebkeit und An»Muth, und allen s Werkest hat er den Stempel echter Genialität ausgedruckt.Eine Auswahl s. Gedichte ist in der Sammlung der „Bibliothek deutscher Dichterdes 17. Jahrh." von 3b. Müller, 3. Bd. (Lpz. 1822) aufgenommen. Einefrühere Auswahl von größerm Umfange hat Gustav Schwab besorgt (Stutt-gart 1820).

Flemming (Jakob Heinrich, Graf v.), geb. den 3. März 1667, gingnach vollendeten Etudien 1688 nach England, diente gegen Frankreich unter denbrandenburg . Truppen, und trat hernach in sächsische Dienste als Generaladjntantdes Kurs. Johann Georg zu Sachsen. Der Kurs. Friedrich August erhob thu zumFeldmarschall. Als dieser Fürst sich 1697 um die polnische Kraue bewarb, sandteer, als seinen Gesandten, F. nach Warschau , dessen Bemühungen und Bestechun-gen nicht fruchtlos blieben. In demKriege gegen Schweden (1699) beiuächliqiesich F. des Forts Düuamünde bei Riga , und nannte es Augustusbura. Bald abermußte» sich die sächs. Truppen zurückziehen. Der siegreiche Karl X II. foderte von'August die Auslieferung F.'S, welcher sich genöthigt sah, naeb Brandenburg zuflüchten. In der Folge durste er jedoch nach Dresden zurückkehren, und es lagnicht an ihm, daß Karl XII. nicht bei seinem Besuche, den er dein König in Dres-den machte, als Gefangener zurückbehalten wurde. Als Karls Gluck sieb gewen-det hatte, bemühte sich F. vergebens, seinem Fürsten Liefland zu verschaffe» undden König von Preußen zu einer Kriegserklärung gegen Schweden zu bewegen.Auch in Polenmußte er seine Plane, die.Macht des Kouigs zu erweitern, aufgeben.Er starb zu Wien den 30. April 1728. F. war ein Mann von unbegrenztem Ehr-geiz; aber er verband damit die höchste Tapferkeit, schnelle FassiuigSkrasr und un-ermüdliche Thätigkeit.

Flesche, in der Befestigungskunst, eine kleine, pfeltförmige Schanze (halbeRedoute), bloß von 2 Facen und hinten offen.

Fletcher (John), s. Beaumont und Fletcher.

Fleurie u (Charles Pierre Claret , Graf v.), Mitglied des sranz. Instituts,Minister der franz. Marine w., einer der gelehrtesten Hydrographen der neuern Zeit,geb. den 2. Juli 1738 zu Lyon , trat, 13 I. alt, in den Seetieust und zeichnete sichdurch »»gemeinen Fleiß und musterhafte Aufführung aus. Nach Beendigung dessiebenjähr. Kriegs, den er zum Theil mitmachte, widmete ersieh von Neuem dennautischen Studien, und die von ihm und dem Uhrmacher Ferd. Bertboud ei fun-dene Seeuhr (die erste, welche in Frankreich gemacht wurde) ward 1768 uns 1769von ihm selbst, auf der von ihm befehligten Fregatte Isis, versucht. Der Erfolgübertraf alle Erwartung. F. gab darüber das geschäht« Werk heraus: „Vocalerillt p.ireiiilre «l» INI eil 1768 el 1769, I>n,i> eprnuvei le>i boi lc>o;e>i iii .11 NX'!,"(Paris 1773, 4 Bde., ni. Kpf.). 1776 erhielt er den wichtigen Posten einesDireclors der Häfen und der Arsenale, und von ihm rührten in dieser Eigenschaftalle Entwürfe in dem Seekriege von 1778 her, sowie die Instruction ftirdie Ent-deckungsreisen Laperouse's und Eukrecasteaup's, z» denen übrigens Ludwig XVI .selbst, als kundiger Geograph, die Hauptidcen angab. 1790 wurde F. Marine-minister, und einige Zeit nachher wurde ihm die Leitung der Erziehung des Dau-phins übertragen. Der Eturm der Revolution zwang auch ihn, sich von allenöffentlichen Arbeiten zurückzuziehen. Er lebte nun ganz seiner "Wissenschaft. Alsdie Zeiten ruhiger geworden waren, trat er in den Rath der Alten (1797) , dann inden Staatsrath, und später, unter der kaiserl. Regierung, in den Senat. Er starbden 18. Aug. 1810. Man hat von ihm noch: „lKallnveiie'i ckei INniiiiii, «lau-,

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