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Fleisch Flemming (Paul)
traute der Natur, und wandelte in ihrem (Geleite seine Künstlerbahn mit steter undstiller Gewalt. Der Ton der Gutmüthigkeit, womit er so innig rührte, war nichtdas Werk der Kunst; er kam aus seiner redlichen Seele! Neidlos war sein Herz,sein LMm mittheilend, und ein hohes, reges Ehrgefühl war die Richtschnur seinesThuns. Seine» Freunden treu bis zur gänzlichen'Aufopferung, kann er llndankbaregemacht haben, niemals aber hat er Unglückliche gemacht". — Zu erwähnen istnoch, daß er s. Gattin (jetzt Madame Schreck) zur Schauspielerin bildete, die nochals Muster gilt für die feinern jovialen Rollen. Auch eine s. Töchter, Mad. Unzer,wurde ein Liebling des Publicums in Hamburg , und F.'s zweite Tochter auf derberliner Bühne in naiven Schauspiel-und Gesangsrollen sehr gern gesehen, aberbald dem Theater entzogen, indem sie sich mit dem Pros. Gubitz in Berlin verheira-theie. .F.'s Bildniß ist mehrmals in Kupfer gestochen, und aufs. Tod (von Abram-son)eineMedaillegeprägt; auch den Ort, woerruht, bezeichnet ein Denkmal.'
Fleisch. Der thierische Körper besteht aus festen und flüssigen Theilen; diefesten sind entweder harte feste Theile, z. B. Knochen, oder weiche teste Theile. Zudiesen gehört das Fleisch. Im engern Sinne verstehen wir unter Fleisch nur Mus-keln des thierischen Körpers, die aus einem Gewebe faseriger Theile bestehen. DieseFasern sind der feste Grundtheil des Fleisches und bestehen aus dem fadenartigenTheile des Bluts. Zwischen ihnen befinden sich aber noch andre Stoffe, nämlicheine eiweißartige Flüssigkeit, Gallert, fettes Öl, ein besonderer Ertractivstoff und einsalziger Stoff. Entblößt man den Körper von feiner Haut, so nimmt man gewiffeAbtheilungen im Fleische wahr, welche daher entstehen, daß ein Theil der Fleisch-fasern in dieser, ein andrer Theil in einer andern Richtung läuft. Jede solche Ab-theilung besteht aus einem Bündel einzelner Fasern und heißt Muskel. Die reinethierische Muskel erhält ihre Farbe nur durch Blut, und besteht, außer ungefähr10 Proc. Feuchtigkeit, aus Faserstoff und sehr wenig Eiweißstoff, Gallert, phos-phorsaurem Kalk und andern Salzen.
Fleiß, diejenige Eigenschaft des menschlichen Geistes, wodurch er geneigtist, mehr Nützliches zu thun, als Zwang und Nothwendigkeit von ihm sodern.Diese E ^enschaft ist insbesondere für den Nationalreichthmn an den Producentensehr wichtig, da sie dieselben antreibt, die Producte über das gegenwärtige Bedürf-niß aus innerm Triebe zu vermehren.
Flemming oder Flem m i g (Paul), einer unserer trefflichsten Dichterdes 11. Jahrh., wurde den 5. Oct. 1609(nach A. den 1,. Ock. 1606) zu Härten-stein im Echönburgischen geb. Nachdem er zu Hause durch Privatunterricht einenguten Grund gelegt halte, ging er aufdie Fürstcnschule zu Meißen , und von da nachLeipzig , wo er Medicin siudirte. Die Unruhen des dreißigjahr. Kriegs nöthigten ihn,1633 sich nach Holstein zu wenden, wo Herzog Friedrich eben im Begriffen', ,, eineGesandtschaft an seinen Schwager, den Zaar Michael Fedorowüsch, zuschicken;F., voll Feuer und Wißbegierde, bewarb sich um eine Stelle im Gefolge des Ge-sandten. Er erhielt sie, machte die Reise mit und kam 1631 glücklich nach Holsteinzurück. Gleich darauf beschloß der Herzog, eine noch glänzendere Gesandtschaft nachPersien zu schicken, um seinem Lande dadurch Handelsvortheile zu verschaffen. F.war sogleich auch zu dieser Reise entschlossen, die der Erweiterung s. Kenntnisse soviel versprach. Die Gesandtschaft ging den 21. Oct. 1635 unter Segel, zog den3. Aug. 1631 in Ispahanein, verweilte über 3 Monate daselbst, und kam, aufei-nem andern Weg^ zurückkehrend, im Jan. 1639 in Moskau an, das sie im Märzwieder verließ. (S. OleariuS.) In Reval verlobte sich F. mit der Tochter einesangesehenen Kaufmanns, und danach der Rückkehr ins Vaterland sein Vorsah war,sich in Hamburg als praktischer Arzt niederzulassen, reiste er 16 iO »ach Levdcn, woer promovirte. Kanin aber war er wieder in Hamburg angekommen, als ihn am2. April 1640 der Tod m der Blüthe der Jahre dahinriß. In seinen Lieder» und