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Vierter Band. F bis G.
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Folie Fonds

chen Lage zog. Nach der Rückkehr in sein Vaterland ward er Commandant vonBourbourg . 1714 ging er nach Malia, welches die Türken belagerte», und zeigtedort neue Proben seines Talents. Der Wunsch, unter Karl XII. zu dienen, zogihn nach Schweden; aber nach des Königs Tode kehrte er nacb Frankreich zurück.1719 machte er unter dem Herzog von Berwick als Mestre-de-Camp seinen letztenFeldzug. Das Hauptwerk, worin er seine neuen Entdeckungen niederlegte, sindseine Commentare zum PolybiuS. Außerdem schrieb er: „Xonve-Iles iläae»,,<,l>^»ur I» AUvrre", einen „kr-iite clo lu ele-keiniv ,I<^ zil.neei," und einen ,,'IH tä <!umelier lle P-Ii ti;-,,,". F. starb zu Aviqnon 1752. — Sein Neffe Hubert v. F.,geb. d. 29. Juni 1709, ein verdienstvoller stanz. Diplomat, war von 1741—76 inDeutschland an verschiedenen Höfen, 1748 —54 als Gesandter beim Reiche, undseil 1756 als Gesandter am bairischen Hofe mit wichtigen Geschäften beauftragt.Er starb zu Paris den 26. Jan. 1802.

Folie (Blatt), jedes dünne Blättchen von Metall, Papier u. dgl., welchesdurchsichtigen Stoffen, z. B. Edelsteinen, zur Erhöhung ihres Glanzes und Feuers,untergelegt wird, indem eü die durch den durchsichtigen Körper fallenden Licktstrah-len zurückwirft. Daher figürlich alles Unechte, das einer Sache einen Hökern Glanz,Schein gibt, und ihr so gleichsam zur Unterlage dient, um ihre» Werth scheinbarzu erhöhen. Auch das Spiegelglas bedarf einer Folie von amalgamirtem Metall,wodurch es erst die Eigenschaft, das Bild vollkommen zurückzuwerfen, erhält.

Folz Hans), aus Worms, Barbier zu Nürnberg in der zweiten Hälfte des15. und zu Anfang des 16. Jahrh., war ein zu seiner Zeit berühmter Meistersinger.Einer derersten, führte er die dramat. Gattung „Gesprächfpiel" 1470 in die deutsche Literatur ein, indem er den Fastnachtsspielen eine vollkommnere Gestalt gab. Wirbesitzen von ihm noch 4 solcher Fastnachtsspiele: „Salomon und Marcols", „EinBauerngericht", „Eine gar bäurische Bauernheirarh", „Der Arztund der Kranke".Noch zu Anfang des 16. Jahrh, wurden sie wiederholt gedruckt. Hans F. nahn»übrigens selbst sehr lebhaften Antheil an der neuen Erfindung der Buchdruckerkunstund an der Reformation, der er zugethan war.

Fonds öffentliche) heißen in England die Taxen und andre öffentliche Ab-gaben, welche zur Bezahlung der Zinse» oder des Capitals der Nakionalschuld be-stimmt sind. Als man nämlich den Ausweg ergriff, für den öffentlichen Dienstbeträchtliche Summen zu erborgen, wies man den Darleihern den Ertrag irgendeines Zweigs der üLnaatSeinkünste an, den man als ausreichend zur Bezahlung derZinsen oder des Capitals, oder beider, nach Maßgabe des ConiractS, ansehenkonnte. So hatte jede Anleihe ihren Fonds. Um aber die Unbequemlichkeitenwegzuräumen, die daraus entstanden, daß ein einzelner Fonts einmal nicht zu-reichte, während ei» andrer Überschuß hatte, schlug man mehre Fonds zusammenund bestriit aus ihrem gemeinschaftlichen Ertrage die Zahlungen, für welche sie be-stimmt waren. So entstanden die Gesannnifonds tu»,!) 1715, der

Südseefonds 1716, der allgemeine Fonds 1716, der Amortisationsfonds (N>>-ß>i,>z bin,»), in welchen die Überschüsse der sogenannten 3 Fonds fließen, und wel-cher ursprünglich zur Verminderung der Nationalschuld bestimmt, in den letztenJahren aber auch für die Sraatsbedürsnisse verwendet wurde; endlich der consoli-dirte Fonds, unter welcher Benennung man 1786, indem man die genanntenFonds aufhob, die Gesammtheit der öffentlichen Einkünfte (mit Ausschluß der jähr-lichen Bewilligungen) vereinigte. Aus diesem Fonds werden die Zinsen und fälli-gen Capitale des ganzen Staatsschuldwesens, die Zinsen der Schatzkammerscheine,die Civilliste, alle Pensionen, Gehalte und einige andre jährliche Ausgaben bezahlt.Der Überschuß wird jährlich von dem Parlamente für die Bedürfnisse des laufendenJahres angewiesen. Da nun jeder Staatssehuldschein für Zinsen oder Capital aufeinen gewissen Fonds angewiesen ist, so hat man, indem man ihn selbst als einen