Band 
Vierter Band. F bis G.
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Foe Fokard

von Nordamerika; 2) die Union von Mexico ; 8) die Union von Mlttekamerika; 4)die Union der Provinzen am Plata; 5) die sünfhundertjähr. Eidgenossenschaft derSchweizer; k) Norwegen und Echweden unter einem Erbkönige, mit 2 Verfasst,in«gen, unstreitig die fteiesten in Europa; und in gewisser Hinsicht 7) Ungarn und Ost«reich, sowie 8) Polen »nd Rußland unter einem erblichen Monarchen. X.

Foe oder de Foe (Daniel), ein fruchtbarer englischer Schriftsteller, derSohn eines Fleischers in London , geb. 1663, wurde in einer Schule der Dissenters,zu deren Partei der Vater gehörte, mit Sorgfalt erzogen, und dann zu einem Strumpf«Händler in die Lehre gegeben. Jeden freien Augenblick verwandte er auf die Lecture,besonders öffentlicher Blätter; der Parteigeist, den Jakobs II. unweise Regierungaufs Neue erregt hatte, ergriff auch F., und in einem Alter von 21 Zähren trater schon als politischer Schriftsteller aus. Später erregte seine Flugschrift: „Derechte Engländer", in welcher er die Sache König Wilhelms III. verfocht, so vielTheilnahme, daß derKönig nach dem Verfasser forschte und ihn ansehnlich belohnte.Ein Pamphlet, in welchem er, unter der Regierung der Königin Anna, die bischöftliehe Kirche angriff, und für dessen Verfasser er sich freimüthig bekannte, zog ihmvon Seiten des Parlaments die Strafe des Prangers, einer starken Geldbuße undeines zweijährigen Gefängnisses zu. Während dieser Gefangenschaft schrieb er inProsa und Versen über allerlei Gegenstände, vorzüglich fing er 1704 ein periodi-sches Werk: ,,'I'I>e revien-", an, welches er 1713 mit dem 9. Bande endigte.Dieses Werk übertraf Alles, was bis dahin in dieser Art erschienen war, und sollVteele und Addison die Idee zum „8,,ect!>t<„" gegeben haben. In der Folgeflössen aus F.'s fruchtbarer Feder satyrische Pamphlets, Gedichte, moralischeSchriften, historische Werke, Romane u. dgl., die längst vergessen sind. DasWerk aber, das ihn auch außer seinem Vaterlante bekanntgemacht hat, ist? „DasLeben und die Begebenheiten Robinson Crusoe's", die Lieblingslecture der Iu«gend, deren sich auch wol das spätere Alter noch mit Vergnügen erinnert. F.hatte sich nicht als Verfasser genannt, und daher wurde Steele eine Zeit lang da-für gehalten. Als F. 1719 seinen Robinson vollendet hatte, suchte er lange Zeiteinen Verleger dazu; endlich wagte der BuchhändlerW. Taylor die Unternehmungund gewann in kurzer Zeit damit 1000 Pf. Sterl. Dieser unerwartete Erfolgveranlaßte F., 4 Monate später einen zweiten Theil des Robinson herauszuge-ben, der jedoch nicht so viel Beifall fand. Ob er die Abenteuer seines Robinsonvöllig erdichtet oder die wahre Geschichte eines englischen Weemanns dabei zumGrunde gelegt, darüber sind die Urtheile verschieden. (S. Robinson.) F. starbzu London im April 1731.

Foix (Gaston de), s. Gaston.

Folard (Chevalier Charles de,, Taktiker, geb. zu Avignon 1669, nahmin s. 16. Jahre Kriegsdienste und war Unterlieutenant im Regiment Berry, alser während des Feldzugs von 1688 in einem Freicorps auftrat. Dieses Geschäftwurde für ihn eine Schule des Krieges. Im Feldzuge von 1701 fand er neue Ge-legenheit, seine Kenntnisse zu zeigen. Der Herzog von Vendöme machte ihn zumGeneraladjutanten und überließ ihn nur ungern seinem Bruder, der in der Lom-bardei befehligte. F. entsprach den von ihm gefaßten Erwartungen. In derSchlacht von Cassano, 1705, ward er gefährlich verwundet, aber mitten unterden heftigste» Schmerzen, die 3 Schußwunden ihm verursachten, dachte er über dieAnordnung dieser Schlacht nach, und bildete seitdem sein Colonnensysiem aus, demer einen Theil seines Rufs verdankt. Nachdem er sich bei mehren Belagerungenin Italien, besonders vor Modena, ausgezeichnet hatte, ging er nach Flandern ,ward bei Malplaguet verwundet und bald nachher gefangen. Eugen bemühte sichvergebens, ihn durch die vortheilhaftesten Anerbietungen zu gewinnen. Er verwickelteden Prinzen in ein nachtheiliges Manoeuvre, das Dillars aus einer sehr gefährli«