FontaneS FontangeS 183
7. De?. 1735, Pros. der Mathematik und Philosophie in Mailand , dann zuPaula, starb in Mailand als Mitglied des gesetzgebenden Raths im Aug. 1803,berühmt durch treffliche Abhandlungen über maiyemat. und phvnkal. Gegenstände.-— Der Pater Mariano F., geb. 1746, berühmt als Mathematiker ,1c
äenun,l,,»o", Paris 1792 sg., 3 Bde., 4.) und Kunstkenner, starb zu Mailand den 18. Nov. 1808. — Der Card. Franc. F., geb. 1750 , berühmt als Lirera-tor l,nd Ve theidiger der rom. Kirche, wurde von sslapoleon 1810 nebst andernPrälaten in Vincennes gefangen gehalten; nach seiner Befreiung 181, wurde erSecretair der kirchlichen Congregation und 1815 Cardinal. Er eniwark 1816 denneuen Codex der Inquisition und den Snidienplan; auch war er Präsect derPropaganda. Er starb den 19. März 1822.
Fontanes (Louis, Marquis von), aus einer Familie allspanischen Ur-sprungs, geb. den 6. März 1757 zu Niorr, ging nach Vollendung seiner Studiennach Paris, wo er sich durch eine metrische Übersetzung von Pope's „Versuch überden Menschen", die er nur einer geistreichen und nesgekachten Einleitung begleitete,bemerkbar machte. Andre Gedichte und poetische Nachahmungen, unter welchenvorzüglich die nach Gray'S berühmter Elegie die günstigste Aufnahme fand, sicher-ten ihm bald einen gewissen Rang unter den jungen Schriftstellern und Dichternder Zeit, welche der Revolution unmittelbar vorherging. Von einem großer» Ge-dichte: „Das gerettete Griechenland", von welchem man die größten Erwartungenhegte, sind nur Bruchstücke bekannt geworden. Als prosaischer Schriftsteller wurdeF. ebenfalls zu den vorzüglichsten seiner Zeit gerechnet. Er stand mehren Journalenvor, u. a. dem „xicx-nru krunru^". Zu seinen beredtesten Schriften aus dieser Zeitsind zu rechnen eine 1794 dem Convenr zu (Künsten der unglücklichen Lyoner über-reichte Adresse und eine Lobrede aus Washington . Der 18. Fructikor ächtete auchF.; er fluchtete sich nach Hamburg und von da nach London , wo er sich mit Cha-teaubriand aufs engste verband. Der 18. Brumaire gab ihn seinem VaterlandeZurück. Bald wurde er Mitglied und 1804 Präsident des gesetzgeb. Körpers. Erwurde aufs neue in das Institut ernannt, da er während der Dauer seiner Pro-scription darin war ersetzt worden, und erhielt die wichtige stelle eines Großmeistersder sogen. Universität (d. h. er wurde Vorsteher des gesammken Erziehungswesensin Frankreich ). In diesen verschiedenen Stellungen hielt er die wichtigste» Parade-reden, und fand immer neue Gelegenheit, sein Talent als Redner und die Gewandt-heit bewundern zu lassen, mit welcher er stets den Kaiser lobte, ohne zu plattenSchmeicheleien herab;,-sinken. Er wußte nicht selten die freimüthigsten Anteilknn-gen, die Napoleon vielleicht nur ihm verzeihe» mochte, damit zu verbinden. Eineder glänzendsten Reden dieser Art ist die, welche er als Präsident des gesetzgeb. Kör-pers bei Gelegenheit der Kaiserkronung hielt. Die republikanische Partei, die F.überhaupt sehr abhold war, konnte ihm insbesondere nicht verzeihe», daßunterNa-poleon und noch als Consul er zuerst die Franzose» wieder als Unterthanen (>nfti>)qualisicirt hakte. 1810 ward er in den Senat ernannt, wo seitdem ebenfalls beifeierlichen Gelegenheiten seine Rednergaben sehr in Anspruch genommen wurden.So schwer es schien, daß F. sich bei der Restauration würde behaupten können, sogelang dies dennoch durch die bewundernswürdige Gewandtheit, mit der er jedesVerhältniß zu benutzen verstand. Ludwig Ul. ernannte ihn zumPair und zumMarquis. F. starb am 17. Mar; 1821. Seine Schriften sind Muster von Cor-reccheu und Eleganz. Unter seinem Nachlaß sollen sich Memoiren über die neuereZeit befinden.
FontangeS (Herzogin von), geb. 1661, stammte aus einer alten Fa-milie von Rouergue , und ward Ehrendame der Königin Mutter. Elchen wie einEngel, sagt der Abt von Choisy, aber albern in gleichem Maße, unterjochte sienichtsdestoweniger das Herz Ludwigs XIV., das der herrschsuchtigen und bizarren