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Friedrich II. (König von Preußen)
Friedrich >1. benutzte, um die Rechte des Hauses Brandenburg auf die schlcsischenFürstenthünier Jägerndorf, Liegnitz, Brieg und Wolau , deren Bclehnung seine Vor-,fahren nicht harren erlangen kennen, nur insoweit geltend zu machen, daß er von derKonigin Maria Theresia bloß dicHerzogthümerGlogauund Saga» verlangte, wo-,gegen er ihr Unterstützung gegen alle ihre Feinde, ihrem Gemahl seine Stimme zurKaiserwürde und 2 Mill. Thaler versprach. Als er aber s. Antrüge verworfen sah,so besetzte er (Dec. 1140) Niederschlesien und schlug die Ostreicher unter Neipperg(10. April 1141) bei Mollwih. DleserLieg, der Schlesiens Schicksal fast gänzlichentschied, erweckte Östreich mehre Feinde; Frankreich und Baiern verbanden sich mitPreußen, und der östr. Erbfolgckrieg begann. Der einzige Bundesgenosse der Kö-nigin von Ungarn und Böhmen , Georg U. von England, riech ihr zum Friedenmit Preußen, weil Friedrich Il. ihr thätigster und furchtbarster Gegner war. NachFriedrichs U. Siege bei Chotusitz (Czaslau) (11. Mai 1112), endigten den erstenschlesischen Krieg diePräliiiiinarien, welche unter engl . Vermittelung (11. Juni) zuBreslau, und der Friede, welcher (28. Juli 1142) zu Berlin unterzeichnet win de.Friedrich erhielt mit voller Souverainetat Nieder -- und Oberschlesien nebst derGrafschaft Glatz, mit Ausnahme von Troppau , Jägerndors und Teschcn. Doge-,gen e/ifsagke Friedrich allen Ansprüchen aus die übrigen ostr. Lander, übernahm eineauf Schlesien haftende Schuldvoll 1,100,000 Thlrn. und versprach, die Rechteder Katholiken in Schlesien ungekrünkt zu erhalten. Lachsen trat diesen! Friedenbei, und England und Rußland verbürgte» denselben. Friedrich II. benutzte ihnsogleich, um sein erobertes Land gut einzurichten und sein Heer furchtbarer zu ma-chen. 1143 nahm er, nach dem Tode des letzten Grasen von Ostfriesland , Besitzvon diesem Lande, auf welches sein Haus 1644 eine kaiserl. Anwartschaft erhaltenhatte. Als bei der Fortsetzung des östr. Erbfolgekriegeö der KaiserKarl VII. aus s.baltischen Erblanden hatt? fluchten müssen, und die ostr. Waffen überall siegreichwaren, befürchtete Friedrich, daß auch ihm Schlesien wieder entrissen werden möchte.Er verband sich daher insgeheim mir Frankreich (April 1144) und mit dem Kaiser,mit Pfalz und Hessen-Kassel (22. Mai 1144) zu Frankfurt , wobei er der Sachedes Kaisers durch einen Einfall in Böhmen aufzuhelfen versprach, sich aber den kö-niggräzer Kreis von Bohmen auöbedang. Unerwartet rückte er (10. Aug. 1144)in Bohmen ein und eroberte Prag , mußte aber, von den Ostreichern, unter demPrinzen Karl von Lothringen, und den mit ihnen verbundenen Sachsen gedrängt,Bobinen noch vor demEnde des Jahres verlassen. DerTod des Kaisers (18. Jan.1145) und die Niederlage der Baiern bei Pfaffenhofen bewirkten, daß der jungeKurfürst Maximilian Joseph von Baiern im Frieden zu Fußen mit Maria The-resia sich aussöhnte, und daß die frankfurter Union sichmiflöste, nachdem sich Hes-sen-Kassel für neutral erklärt hatte. Dagegen waren Östreich, England, die Nie-derlande und Sachsen zu Warschau (8. Jan. 1145) zu einem genauen Bündnissezusammengetreten, und Sachsen hatte noch einen besondern Vertrag (18. Mai1145) mit Öüreich gegen Preußen abgeschlossen. Allein Friedrich besiegte die Ost-reiches und Sachsen (4. Juni 1145) bei Hohenfriedberg (Striegau) in Schlesien ,ging daraufnach Böhm-ui und siegte noch einmal >n einem sehr hartnäckigen Kampfebei Lorr (30. Sept. 1145). Der Sieg der Preußen unrer dem Fürsten Leopoldvon Dessau über die Sachsen bei Kesselsdorf (15. Dec. 1115) führte den Frieden vonDresden (21. Dec.) herbei, welcher auf die Grundlage des berliner Friedens abge-schlossen ward, sodaß Friedrich Schlesien behielt, den Gemahl der Maria Theresia ,Franz I., als Kaiser anerkannte, und Sachsen eine Mill. Thlr. an Preußen zu zah-len versprach. Durch diesen Frieden wurde der zweite schlesische Krieg geendigt.Während der folgenden 11 friedlichen Jahre widmete Friedrich ll. sich ganz der thä-tigsten Regierung des Innern und des Heers, dabei aber den Musen (er schrieb indieser Zeit die „.llemoireo äs krausten bouiA", das Gedicht: „Die Kriegskunst",