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Vierter Band. F bis G.
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GaSarten

Gas

gefällige Darstellung ausgezeichnet. Seine Philosophie war mehr Sehens-, oderPopiilarphilosophie, aber im etlern Sinne des Worts, indem er nicht bloß bei derOberfläche stehen blieb, sonder» nach einer gründlichen und zusammenhängendenErkenntniß derDinge strebte. Unter seinen «Schriften sind s. Abhandlungen über denCharakter der Bauern, über die Verbindung der Moral mit der Politik, über ver-schiedene Gegenstände aus der Moral, der Literatur und dem gesellschaftlichen Lebe»,über die allgemeinsten Grundsätze der Sittenlehre, desgleichen über Gellert'S undüber Zollikoser'S Charakter, die merkwürdigsten; verdienstvoll sind s. Übers. o. d.Griech.: Aristoteles'« Ethik u. Politik; a. d. Lat.: Cicero'S Bücher von den Pflich-ten, mit treffl. Anmerk. u. Abhandl., und besonders a. d. Engl : außer den obengen.,Gerard's „Versuch über das Genie", Payley's „Grundsätze der Moral und Politik"u. s. w. Seine Schreibart ist richtig, klar, einfach und edel, sodaß er mit Recht zuden classischen Schriftstellern unsers Volks gezählt wird. Seinen schriftstellerischenCharakter hat Manso in einem, auch in den „Schles.Provinzialbl." von 1193 ab-gedr. Programm, das G.'S Name» an der Stirn trägt, gut gewürdigt.

Gas nennt man alle bleibend-elastische Flüssigkeiten, d. h. jede Flüssigkeit,welche, unter einen größer» Druck versetzt, sich in einen kleinern Raum zusammen-zieht, ohne dadurch tropfbar flüssig zu werden, und beim Vermindern diese? Druckssich wieder in einen größer» Raum ausdehnt, und welche durch keinen bekanntenGrad von Kälte in tropfbare Gestalt gebracht werden kann: also luftförmige Kör-per, welche unter jedem Druck und in jeder Kälte luftformig bleiben, wodurch siesich von den gleichfalls elastisch-flüssigen Dämpfen (vgl. Dampf und Dünste)unterscheiden. Alle Luft, glaubte man ehemals, sei von einerlei Art und Natur.Erst seit der Mitte des vorigen Jahrh, fing man an, sich zu überzeußen, daß es un-ter den luftförmigen Flüssigkeiten ebenso wesentlich verschiedene gibt als unter dentropfbaren Flüssigkeiten, von denen z. B. Niemand Wasser, Öle, Quecksilberu. dgl. m. für dieselbe Flüssigkeit nehme» wird. Gewöhnt, unter Luft das Wesenzu verstehen, welches das Luftmeer ausmacht, auf dessen Boden wir leben, wieviele Seethiere auf dem Boden des Meeres, wollte man die neuen künstlichen Luft-arten anfangs nicht für eigentliche Luft erkennen, und nannte sie Gas, ein Name,der von dem deutschen Worte Giesch herstammt (Gicsch des Biers u. s. ft), und denschon Ioh.Bapt.v.Helmont gebraucht hatte, um seinen sogen. ssi,t».,.-vU«>ri,i->zu bezeichnen. ZedeS Gas besteht aus einem wägbaren Körper, welcher durch Wärmeausgedehnt ist und die elastische Flüssigkeit erhalten hat. Die eigenthümlichen Ei-genschaften desselben hängen von dem erster» Körper, die jedem Gas gemeinschaft-lichen Eigenschaften von dem Wärmestoffe ab. Jedes Gas hat ein ihm eignes Ge-wicht, und sie sind darin bedeutend verschieden, wenngleich sie alle mehre hundertMal leichter sind als Wasser. Alle Arten von Gas sind durchsichtig, die mehrstenauch farblos, und daher nicht anders sichtbar, als wenn sie in Blasengestalk durchtropfbare Flüssigkeiten entweichen. Die Dichtigkeit jedes Gases ist dem Dr.-^e, un-ter welchem es steht, bei übrigens gleichen Umständen, angemessen, und jedes Gaswird bei einerlei Erwä-munz, unter übrigens gleichen Umständen, um gleiche Theiles. anfänglichen Raun S ausgedehnt, und zwar bei Erwärmung von dem Frostpunktebis zum Siedpunkte des Wassers um 0,315 desjenigen Raums, den es bei derTemperatur des Frostpunktes einnahm. Jedem Gas kann sein wägbarer Bestand-theil durch chemische Verwandtschaft andrer Körper zu demselben entzogen, und esdadurch sixirt werden, indem es mit einigen dieser Körper Verbindungen von festerGestalt, so gut als mit andern von flüssiger Gestalt, zu bilden vermag. Dabeiwird der Wärmestoff des Gases mehr oder weniger, und schneller oder langsamer inFreiheit gesetzt. Sehr viele Arten von Gas werden endlich vom Wasser verschlucktund durch Wasser in die tropfbar flüssige Gestalt gebracht. H.

G a s a r t « n. Don den luftförmigen Körpern zeichnen sich mehre durch