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Vierter Band. F bis G.
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Gefäße Gefolg

snevenlock 1>,v nur prv5«nt 5^5tem vfpriean-cliücipliiie" (6. A. 1818), und^en1. Jahresbericht ber 8ooiel^ tor llie ini>>re>voniont ok p,riknn-cli»ci>>lii!i; olc.,1827. In Amsterdam hat sich ein solcher Verein für die Niederlande gebildet.Dasselbe bezweckt seit 1820 im Seinedepart. eine Geftllsch. unter dem Schuhe desDauphins. S>. Apperl's „,1c>ur>u>I c><-5 >'ri;o>>;" (frei bearb. v. I). Hartleben indessen „Allg. krit. Annalen der Verhaft:, Straft und Besserungsanstalten", Basel 1826). Die franz. Regierung errichtet ein Miistergefängniß für 400 Weiber nachder gekr. Preisschrift von Hippolyt Lebas. M. s. Vasselot „4)os »uii^nn« ooniiale»eil- ilktenlin» 1823" olo.; Ginouvier's „labloaii llc l'iiitiricur elcs piisoiis"(Paris 1824) und Danjou's Preisschrift: „I)o<i prisnns, elo lein regime el «Ic»II theils cke los niuolioier" (Paris 1821). „fjber Gefangene und deren ?lufbe-wahrung" hat G. B. Klappenbach (Hildburgh. 1825) eine für Beamte und Auf-seher lehrreiche Schrift herausgegeben. Dgl. N. H. Iuliuö'ö „Verlesungen überdie Gefängnißkunde, gehalten zu Berlin" :c. (Berlin 1828).

Gefäße, röhrenförmige Bildungen in belebten Körpern, um die zur Ernäh-rung derselben dienenden Flüssigkeiten den einzelnen Theilen zuzuführen oder vonihnen abzuleiten; im gemeinen Leben heißt der größte Theil derselbe» Adern. Indem Körper des Menschen und der meisten Thiere kennen wir viererlei Arten dieserGefäße: Arterien, Haargefäße, Venen und Lymphgefäße (s. d.),wozu in den Pflanzen Spiralgefäße kommen.

Gefecht, s. Schlacht.

Gefiedert, 1) wasmitFedern versehen ist; 2)inderBotanikMoosstängel,die an zwei gegen einander überstehenden Seiten einfache, in einer Fläche liegendeÄste haben (in der botan. Kunstsprache ,>>iiiu>luH; doppelt gefiedert (bi-pinn-iln»),wenn die Äste derselben ebenso regelmäßig als der Hauptstängel getheilt sind; drei-fach gefiedert (> ei plio.ilo piuiinUu,), wenn die Ästchen der Äste wieder gefiedert sind.Es gibt der Bestimmungen über das Gefiedertsein der Blätter und Äste in derPflanzenlehre noch viele, worüber die Lehrbücher nachzusehen sind.

Gefolg, eine merkwürdige Anstalt, die Cäsar bei den Galliern („11o

gull.", lll. 22, V I, 15.), Tacitus bei den Deutschen fand („<4<-ru>." 13).Sie ging hervor aus dem ThäligkeitStriebe eines durch Jagd abgehärteten, durchAckerbau nicht beschäftigten, mit kriegerischem Ehrgeiz erfüllten Volkes. Zu krie-gerischen Unternehmungen schlössen sich an den erprobten und angesehenen KriegerScharen von kriegslustigen Jünglinge» und Männern an und traten mit ihm ineine durch Sitte und Volksglauben geheiligte Verbindung. Mit ihm suchten sieKampf und Beute; ohne den Füyrer zurückzukommen, war unauslöschlicheSchande. Dafür mußte der Führer aber auch für den Unterhalt des Gefolges sor-gen, und was ihm hierzu sein Landbesitz und sein Verrath edler Meialle nicht gab,durch Kriegsbeute und Bewilligungen der eignen oder fremden Gemeinten sich ver-schaffen. Der Reiche hatte davon, wie TaciluS sagt, im Kriege Schutz, im Frie-denGlanz. Ähnliches Gefolg gehörte nun bald zum Luxus: „das ist Ansehen, dasist Macht, von einem großen Kreise erwählter Jünglinge umgeben zu sein; das istAdel, das Ruhm, wenn sie durch Anzahl und Tapferkeit des Gefolgs hervorstrah-len". So bildete sich im alten Deutschland neben dem Heerbannstienste noch einzweiter, der Gefolgsdienst. Jener gehörte für den National-, dieser für denPrivatkrieg. Im Heerbann diente man aus Bürgerpflicht, im Gcfo'g aus Ver-tragspflichr. Aus diesen: GefolgSwesen bildete sich eine Verfassung, die üble einJahrtausend von wirksamen Folgen gewesen und zum Theil noch ist. Mit denGefolgsherren nämlich, die sammt ihren: Gefolg wieder das Gefolg deö Königs aus-machten, theilte sich der König in die Eroberung; Jedem fiel ein erbliches Grund-eigenthum als LooS ('Allodium) zu, und er vertheilte davon wieder Theile unter seineTreuen, wie man von da an das Gefolg nannte. Die Größe deö Looses richtete