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Gefrieren Gefühl
sich nach den Zahl freier Wehrmänner in Jedes Gefolge; der König selbst erhielt,um des größer» GesolgS willen, ein größeres Loos. Mit dem Grundeigenlhumesielen aber, nach damaligem Kriegsrecht, den Eroberern auch die Eingeboren«» alsEigenihum zu und wurden meist Leibeigene. Jedes Allodium war dann eine ab-gesonderte Herrsebasr für sich und ihre Besitzer, nur im Kriegsfalle von dem Königabhängig, denn jeder Edle mußte, nach erfolgten, Aufgebot, mit dem Gefolge seinerFreien dem Kömg folgen, und sich denn Heereszug ihm unterwerfen. Somitwurden Allodialsystem und Gefolgswefn der Grund der neuen europäischen Staa-ten, in denen allen man, so weit germanische Stämme zogen, König und Edle,Kriegsanführer und Gesolg, freie Gutsbesitzer und Leibeigene unterschied. Spä-terhin machten die unausbleiblichen Reibungen zwischen den Königen und den Be-sitzern von Allodialgütern eineÄnderung nöthig. Denn da den Königen fast nurder Titel als Vorzug blieb, so mußten sie, ihr Ansehen zu behaupten, aufMitlelbedacht fein, die unabhängigen Gürerbesiher in abhängige Vasallen zu verwandein. Dies wurde Veranlassung zur eigentlichen LehnSverfassurrg. (S. Le hns-wesen.)
Gefrieren, die Umwandlung der in mitklererTempcratur flüssigen Kör-per in feste Massen durch den Verlust ihres Wärmestoffs. Von Körpern, welche inder mittlern Temperatur fest sind, und durch künstliche Wärme in den flüssigenZustand versetzt werden, si>k man, daß sie gestehen oder erstarren, wenn siedurch Einweichung des Wärmestoffs ihren ursprünglichen Zustand wieder erhalten.Der Gefrierpunkt eines Körpers ist derjenige Wärmegrad, bei welchem er inden festen, und der Schmelzpunkt, bei welchem er in den flüssigen Zustandüberzugehen anfängt. Das Wort gerinnen endlich wird nur in Beziehung aufdie Bildung breiartiger Massen gebraucht. (Vgl. Eis.)
Gefühl ist, körperlich betrachtet, entweder das über den ganzen Körperverbreitete Empfindungsvermögen (das Gcmeingefühl) oder das insonderheit denFinger- undZehenspitzen eigenthümliche Sinnesveimögen (das Getast oder der Be-tastungssinn), dessen L>h d>e durch den ganzen Körper bis an s. äußersten Begren-zungen verbreiteten Nerven sind. Die körperliche Empfindung setzt aber auch eininneres oder geistiges Empfindungsvermögen voraus, durch welches wir uns derauf die Nerven geschehenen Einti ticke und der dadurch in ihnen erregten Verände-rungen bewußt werden. Gefühl wird häufig mit Empfindung verwechselt; beidesind aber keineswegs einerlei. Empfindung ist Bewußtsein eines empfangenen Ein-drucks (Einfindung, es findet sich ein Äußeres in unser Bewußtsein ein), und be-zieht sich eigentlich ikderzeit auf eincn Gegenstand außerhalb unsers eigenil chenIchs. Bezieh« n wir nun aber die Empfindung auf uns st löst, so werde» wir unsdes Zustandes bewußt, in den wir durch die gehabte Empfindung versetzt wordensind: wir fükleu. Man kann daker sogen: Ich empfinde einen Gegenstand außernur; man muß aber sagen: Ich fühle mich. Gefühl ist deinnach Bewußtsein desZustandes, m welchen ich durch eine Empfuidung versetzt worden bin. Aber diesGefühl erstreckt sich weiter als jenes. Denn es umfaßt alle Empsindungen, k) des«äußern Sinnes, sie mögen herkommen, von welchem Organe sie wollen, also auchti>' des Gesichts, des Gehörs u. s. w.; 2) des innern Sinnes, k. h. diejenigen,w l be durch solche Veränderungen des Seelenzustandes entstehen, die nur inner-l.ch maln genommen werden kennen, z. B. durch Gebilde der Einbildungskraft,«»ich Begriffe lind Ideen, welche von Verstand und Vernunft erzeugt werdenli. s. w. Die Zustände, worein das Gemüth versetzt werden kann. lassen sich aufdrci ö>uptari«n zurückführen, zwei einfache und eine gcnuschre. Ist nämlich derZustand unsers Gennuhs von der Art, daß in uns ein Verlangen entsteht, in ihmzu verhairen, so ist der Zustand uns angenehm, gewährt uns Vergnügen. Isthingegen unser Gemiichszustand von der Art, Laß-m uns das Verlangen entsteht,