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Gehler Gehör
ter liegende kleine Gehirn (oerebellum). Es ruht auf den Augenhöhlen, deinGrunde des Schädels und dem Zelte, und ragt nach hinten zu über das kleineGehirn hervor. Auf der ganzen Außenseire des großen Gehirns befinden sich Fur-chen, und jedes Mal zwischen zweien derselben rundliche, darmähnliche Windungen.Sie entstehen, indem sich die Gefäßhaut ins Gehirn einsenkt, um dasselbe tiefermit Blut zu versorgen. Die äußere röthliche Substanz des Gehirns ist weicherund gefäßreicher als die innere weiße, welche das Mark des Gehirns heißt. DasMark besteht aus Fasern, die nach den einzelnen Gegenden sehr verschieden sind.Das kleine Gehirn liegt unter dem großen in einer eignen Kammer der Hirnschale.Auf der Grundfläche sieht man es in eine rechte und linke Halste durch das dazwi-schenliegende Rückenmark getheilt, nach oben und hinten aber zusammenhängen.Es ist ebenso wie das große Gehirn mit einer Gefäßhaut umzogen, von Außen rötb-lichgrau, inwendig aber größtentheils markig. Nach Verhältniß wird es viel tieferund dichter von den Fortsetzungen der Gefaßhaut durchzogen, als das große Gehirn.Schneidet man cS in horizontaler Richtung ein, so sieht man graue Ringe mitmarkigen einigermaßen concentrisch abwechseln. Zwischen der rökhlicbgrauenund markigen Substanz findet sich allenthalben im kleinen Gehirn eine dritte gelb-liche Mittelsubstanz. Alles Mark des kleinen Gehirns kommt in der Mitte gleich-sam in einen kurzen Stamm zusammen. Die Erfahrung lehrt, daß in dem Baudes Gehirns viel seltener Abweichungen gefunden werden als bei den andern Theilendes menschlichen Körpers. Auch verdient die Svnimetrie des Gehirns wohl be-merkt zu werden, vermöge welcher Alles darin doppelt ist. Selbst die Theile,welche in der Mitte liegen und darmn einfach scheinen, wie z. B. das Rückenmark,bestehen eigentlich aus 2 symmetrischen Hälfte». Das Gewicht des gesammtenGehirns beträgt beim Menschen 2 — 3 Pfund; es ist um so größer und schwerer,je jünger der Mensch ist, mit dem Alter wird es specifisch leichter. In Krankhei-ten, die mit Geisteszerrüttung verbunden sind, wird es zuweilen fester, zuweilenauch lockerer und weicher. Das Gehirn ist das e,amtliche Werkzeug der Empfin-dung und hierdurch das materielle Substract der Seele, sowie das höchste Organdes Körpers. S. Serres's „4nntc>»>ie eurnipnxe ,ln cerveuu (I.nir Ic.c 4 obigeslies -Iiiiiu.inx vn, leblos oto.", Paris 1824, mit Kpfrn. (erhielt von dem k. stanz.Institut den Preis).
Gehler (Johann Samuel Traugott), geb. zu Görlitz den I.Nov. 1751,wo sein Vater Bürgermeister war, bildete sich auf dem dasigen Gymnasium undstiidirte in Leipzig anfangs Naturwissenschaften und Mathematik, später die Rechte.1773 war er Führer dreier in Leipzig studirender Russen, 1771 hielt er mathema-tische Privatvorlesungen, 1777 erhielt er die juristische Doctorwürde, von 1783an war er Rathsberr zu Leipzig und 1786 Beisitzer des Oberhofgerichts. Er starbden 16. Ock. 1795. Unter mehren gelehrten Abhandlungen von ihm nennt mauvorzüglich seine „Dicserl. bistnrine lo-rnritbin. natnrnlnii» PI iinrirüb," (Leipzig 1776). G.'S Namen erhält das in seiner Art musterhafte „Physikalische Wör-terbuchs in alpbabet. Ordnung (1787 — 95, 5 Bde.). Außerdem hat G. engl.und stanz. Werke über Physik, insbesondere über Elektrismus übersetzt, von Deluc,FaujaS-St.-Fond, Gregory, Adams, Fourcroy ic. Don G.'s „Physik. Wör-terbuch" geben jetzt Brandes, Gmelin, Pfaff, Hörner und Muncke (unter des Letz-tem Leitung) eine dem gegenwärtigen Standpunkte der Wissenschaft gemäß neu be-arbeitete AuSq. heraus, von welcher der 1., die Buchstaben A und B enthaltendeBd. in 2 Abth. (Leipzig 1825, mit Kpstn.) erschienen ist.
Gehör ist der Sinn, durch welchen die lebendigen Wesen Wahrnehmungvon denjenigen Schwingungen und Bewegungen der Lust bekomme», welche wirSchall oder Klang nennen, und daher zugleich der Sinn, welcher der unmittelbarengeistigen Mittheilung dient und beim Menschen zum Ton und L>prachsinn erhoben