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Geld
Körper ein. Dauert die Krankheit lange, so fällt die Farbe der Haut inimer mehrins Dunkle, und die Kia ilheit wird alsdann die Schwarzgelbsucht genannt. Dienächste Ursache der Geleucht ist eine gehinderte Thätigkeit des Lebersystems, indemdie abgesonderte Galle, anstatt aus der Leber und Gallenblase durch den gemeinschaftl.Gallengang >n den Zwölffingerdarm sich zu ergießen, um ihrer Bestimmung gemäßzur Verdauung zu dienen, durch die einsaugenden Gefäße in die Speisesaftröhre undvon da ins Blut übergeht. Hieraus lassen sich die Zufälle von Mangel an Galle und den davon abhängenden Beschwerden der Verdauung, sowie das Dasein desfremdartigen GallstoffeS im Blute, und die davon entstehenden Erscheinungen in derHaut leicht erklären. Die entfernten Ursachen dieser Krankheit sind sehr mannigfal-tig, z. D. krankhafte Erhöhung der einsaugenden Gefäße der Leber und Gallenblase,zu häufige Absonderung der Galle, Verstopfung der Lebergänge oder des gemein-fchasil. GallengangeS durch Gallensteine u. s. w. Unter die vorzüglichsten Gelegen-heitSursachcn gehört heftiger Ärger und Zorn, welche besonders auf die Leber wirken.Bei neugebor. Kindern ist die Gelbsucht eine ziemlich gewöhnl. Krankheit, welchejedoch meistens bald verschwindet, ohne besonderer Arzneimittel zu bedürfen. 11.
Geld. Ein Tauschmittel, was allgemein gilt, weil es Bedürfniß undÜberfluß bestimmt ausgleicht. Sein Werth ist nämlich bekannt, indem es am häu-figsten mit dem Werthe andrer Dinge verglichen wird. Das Geld muß daher auseiner Masse, bestehen, welche 1) selbst einen Werth hat; 2) welche Jedermann gernfür seinen Überfluß annimmt; 3) deren Werthbestimmnng bequem nndAllen bekanntist, welche regelmäßig Tauschgeschäfte treiben. Gibt man dieser Masse eine solcheForm und ein solches Werthzeichen, daß sie bloß nur allein zum Austausch der ver-schiedenen Bedürfnißmittel gebraucht wird, so erhält sie den Namen Geld, und die-serBegriffwird sodann dem Begriffe derWaaren oder solcher Dinge entgegenge-setzt, welche eingetauscht werden. Der Stoff, aus welchem das Geld gemacht jst,gehört selbst zu den Waaren, sowie auch die verschiedenen Geldarten zu Waarenwerden, wenn man sie für Geld kauft. Verschiedene Völker haben in den frühernPerioden ihrer Cultur verschiedene Dinge, welche mehr oder weniger die eben er-wähnten Eigenschaften halten, zum Gelde erwählt; alle gebildete Nationen aberhaben den Metallen, insbesondere den edeln, den Vorzug zuerkannt. Denn 1) ha-ben sie einen Bedürfnißwerth, da die Begierde nach Schmuck und andrer BedarfGold und Silber allenthalben verlangen; 2) ist nicht zu fürchten, daß sie je con-sumirt werden und daher chreu Werth plötzlich ändern möchten, wie dieser Fall beinothwendigen Lebensbedürfnissen leicht eintreten k in. Sie dienen nur Zinn Wohl-leben, und dieses kann bei eintretender Verminderung der Mittel dazu leicht einge-schränkt werden; 3) sind sie thcilbar fast ins Unendliche; 4) dem Verderben wenigerausgesetzt; b) leicht transportabel, da ihr Werth durch die Kosten des Transportssich wenig verändert; 6) läßt sich ihre O.uantikät durch Arbeit regelmäßig vermehren.Der Vortheil, die edeln Metalle als allgemeines Tauschmittel anzuwenden, wurdenoch größer, als es nicht mehr jedem Privatmanne überlassen blieb, die Metall-stücke zu theilen, zu wägen und deren Feine zu bestimmen, sondern als man diesgesetzlich und mit öffentlicher Autorität und Treue vornahm, den ein-zelnen «Lnücken, die als Geld eilculiren sollten, Stempel aufdrückte, wodurch Ge-wicht und Feine jedes Stückes ehrlich angedeutet, und dieses endlich mit Bild undÜberschrift der Autorität versehen wurde, welche dieses Geld ausgab. Dergleichengestückeltes Geld nennt nian M ünzen (s. d.). Statt des Geldes nimmt der Ver-käufer oft auch eine sichere Anweisung aus Geld. Dergleichen Stellvertreter desGeldes nennt man zum Theil, jedoch uneigentlich, auch Geld. Es ist klar, daßdergleichen Anweisungen nur so lange mit dem eigentlichen Gelde gleiche Kräfte ha-ben können, als die Gewißheit vorhanden ist, das wahre Geld, auf welches sie lau-ten, sobald man will, zu erlangen, und daß sie ihren Werth in demselben Grade