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sie mit Wasser versorgt, und schöne Spaziergänge. Beträchtlich ist der Handel mit gu-tem Olivenöl und edlen Baumfruebren; auch gibt es ansehnliche Fabriken von Nei-dcnwaaren, besonders in schwarzen Aeuchen, Sammet, Damast »ndStrümpfen, dieetwa 1500 Stähle unterhalten, in Tuch, in baumwollenen Strümpfen, Hüten,Nudeln (MacaronH, candirten Früchten, Ehocolade, Bleiweiß u. A. Die Neidewird theils in, Lande gewonnen, theils aus dem übrigen Italien , besonders ausCa-labrien und Sicilien, sowie aus Syrien und der Insel Evpern gezogen, G. ist derSitz eines Erzbischofs, eines Senats, Ober-und Handelsgerichts, einer Universnät(genistet 1812), dreier gelehrten Vereine, einer 181k bestätigten Handelsgesell-schaft, der St.-Georgenbank und einer Marineschule. Hier gründete der ParerAssarotti (starb 1829) die erste Taubstummenanstalt in Italien . Der ehemaligeFreistaat, jetzt Herzogthum Genua (110 lIM., 800,000 Einw.) grenzt ge»gen Abend undMitlernacht an Savoven, Pieinont und die Lombardei , gegenMor-gen an Lucca und Toscana , gegen Mittag ans Meer. Das Land ward in den öst-lichen und westlichen Theil (ilieicri, di I.ev-»ls und Ilivioiu <l> l'i'ncnt«) abge»»heilt. In jenem liegen Genua , Sestri di Levante; in diesem Vinkimiglia, SänRemo, Savona , Finale. Längs der Nordseite ziehen sich die Apenninen (s. Bor-est e k r a) und ei strecken sich in einzelnen Nebenästen bis zur Küste. Dieser Land-strich ist ungeachtet seines gebirgige» Bodens sehr fruchtbar. Der Adel zeichnet sichdurch Keniimiffe und feine Sitten, das Volk durch Arbeitsamkeit und Muth aus.Die ältesten Bewohner des Landes waren die Ligurier, welche zwischen dem erstenund zweiten punischen Kriege von den Römern besiegt wurden. Nach dem Unter-gänge des weströmischen Reiches gehörten sie zu dem Longobardenreiche, und ka-men mit diesem unter fränkische Herrschaft. Nach dem Verfalle des Reichs Karlsd. Gr. sehte Genua sich in Freisten und theilte bis inS 11. Jahrh, das Schicksalder lombarkisichen Städte. Die Lage der Stadt begünstigte den Handel, und frühernoch als Venedig trieb sie Levantehandcl. Erwerbungen auf dem festen Lande ga-ben im Anfange des 12. Jahrh. Anlaß zu blutigen Kriegen mit den gewerbfleißigenund handelslustiaen Bewohnern von Pisa , welche ihre Grenznachbaren wurden,nachdem G. des Golfs de la Spezzia sich bemächiigt hatte. 1174 besaß die mäch-tige Stadt schon Montferrat, Monaca, Nizza, Marseille , fast die ganze Küste derProvence und die Insel Corsica. Der Kampf mit den Pisanern daue:ke über 200Jahre, und nicht eher wurde Friede geschloffen, als bis die Genueser die Insel Elba erobert und den Hafen von Pisa zerstört hatten. Nicht minder heftig waren die Feh-den gegen Venedig, die erst 1282 durch, den Frieden zu Turin geendigt wurden.Sowie die Herrschaft über den westl. Theil des mittelländischen Meeres der Gegen-stand des Kampfes mit Pisa war, so ward in dem Kriege gegen Venedig um denBesitz des östl. Theils, nach welchem beide Freistaaten strebten, gekämpft. Die Ge-nueser schloffen daherHandelsbündniffe mit den Morgenländern. Am höchsten stiegihre Handelsmacht zur Zeit der Erneuerung des griechisch-byzantinischen Reichs,seit 1201. B.u derUnthätigkeitderreichenBewohnervonKonstantinopelhatten dieGenueser schon längst großen 'Antheil an dem Handel der gciech. Staaten gehabt.Dadurch aber, daß sich die Genueser der Stadt Kaffa (s. d., jetzt Feodosia ) aufder krimischen Halbinsel bemächtigten, erhielten sie auch die Herrschaft überdas schwarze Meer, und bezogen über das kaspische Meer die köstlichen WaarenIndiens. Hätte Genua ein weises Colonialsystem eingeführt und seine Niederlas-sungen zu einem Ganzen zu verbinden und fest an den Mutkerstaat zu knüpfen ge-wußt, so würde cü am Ende des Mittelaltei S die erste Rolle als Handelsmacht ge-spielt haben. Nach dem Falle Konstantinopels durch Mohammed I I., 1153, büß-ten die Genueser bald für den unklugen Beistand, welchen sie den Türken geleistethatten. Mohammed nahm ihnen (1475) ihre Niederlassung am schwarzen Meere.Sie trieben zwar, auch «ach dem Verluste der Herrschaft über dieses Meer, noch