Genua
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müthig in einigen Denkschriften. In gleichem Sinne verfaßte er das noch jetzt nichtvergessene „Schreiben an den König Friedr.Wilh. UI., bei dessen Thronbesteigung,16. Nov. 1767". 1799 und 1890 gab er das „Historische Journal" heraus, dasfast ganz von ihm verfaßt ist. Die wichtigsten Aufsätze desselben wurden ins Franz.Übels. U. d. T. „IMii nelnel <Is l'udiiuni^lrnUon <1e5 Ilii.nn-k"> «le I> Or.-Ilie-(Hamb. 1891, und erhielten den Beifall von Pitt u.a. brit. StaatSinän-»er». Auch s. Schrfft von dem polit. Zustande Europas vor und nach der franz.Revol. (1801) ward inS Engl. übers. In s. „Betrachtungen über d. Ursprungund Charakter des Kriegs gegen die franz. Revolut." (1801) erklärte er sich gegenden Frieden mit Franki-eich. Das Entschädigungsgeschäft in Deutschland stimmteebenso wenig mit s. politischen Ansichten überein. Er ging daher 1802 nach Wien ,wo der Mmister der auSwärt. Angel., Graf v, Stadion, s. Brauchbarkeit schätzte.Vorher begleitete er den brit. Minister am dresdner Hofe, Elliot, nach England.Als die Franzosen 1805 von Ulm gegen Wien vordrangen, ging G. nach Dresden ,wo er im Mai 1806s. „Fragm. a. d. Gesch. des polit. Gleichgewichts von Europa "(Sl.-Petersb. 1806) herausgab. Auch erschien'1806 s. „Authent. Darstell. desVerhältnisses zwischen -Spanien u. England." Jene Fragm. waren s. letztes Buch.Seitdem verfaßte er Staatsschriflen (Preußens Manifest gegen Frankreich 1806und Östreichs Manifeste gegen Frankreich 1809 u. 1813) und andre Aufsätze fürdas k. k.Cabüiet, gegen Frankreich und später gegen die Meinung s. Zeitgenossen. Indem „Östreich. Beobachter" sind viele Aufsätze von ihm, an der ihm eigenthümlichenpolitischen Dialektik und Darstellungsgabe erkennbar. Bei dem Wiener Congreß undbei den Ministerconferenzen zu Paris 1815 führte er als erster Secretair das Proto-koll, so auch bei allen spätern Congressen, zuletzt in Verona . Im 1. St. der nach s.Rathe begründeten „Wiener Iahrb. der Literatur", 1818, trat Hr. v. G. mit einer(seitdem nicht fortgeführten) Kritik über die Preßfreiheit in England und über denVcrf. von IimiuS S Briesen auf. In einigen Deunheilungen der Schriften vonde Pradr, Guizot u. A. glaubt man ebenfalls die Feder dieses Schriftstellers zu er-kennen, dessen Talent für die politische Rhetorik H. v. Woltmann gewürdigt hat.Die Nachwelt wird über den Charakter s. Einflusses auf die Politik s. Zeit ihrEnd-urtheil fällen.
Genua (ital. (lenov-,. franz. Oene-.), sardinisches Herzogthum und Stadtam mittelländ. Meere, das hier den Meerbusen von Genua bildet; die Stadt hat15,000 H., 80,000 §. und eine Stunde im Durchmesser. Auf der Landseite ist siemit doppelte» Befestigungen umgeben, von welchen die äußern über die Anhöhen,welche der Stadt schaden könnten, geführt worden sind. Der geräumige, befestigteund durch 2 Dämme eingeschlossene Hafen, den die Stadt im Halbkreis umgibt, istseit 1751 ein Freihafen. Nur in dem innern kleinen Hafen (Darsena genannt) fin-den die Galeeren Sicherheit bei jedem Winde. G. führt den Beinamen die Präch-tige, Stolze (!.-> 8„iwrl>H. theils wegen ihrer aniphitheatralischen Lage am Meereund dem Abhänge des Gebirges, theils wegen der prächtigen Gebäude, welche derreiche Adel aufführte. Von der Seeseite bietet die Stadt eine herrliche Ansicht, abertrotz ihrer vielen Paläste kann man sie doch nicht schön nennen. Wegen des engenRaums, den sie einnimmt, und wegen der abhängigen Lage sind die meisten Stra-ßen enge, schmutzig und so steil, daß man in wenigen fahren oder reiten kann. Da-her macht man die Besuche in Sänften, welche man bei gutem Wetter sich nach-tragen läßt. Doch gibt es auch breite gerade Straßen, besonders die Straße Balbiund die prächtige d>u>a und d>»vis,i„n> mit vielen, von Außen mit Marmor beklei-deten Palästen. Unter den Gebäuden zeichnen sich aus: die Domkirche, der Palastdes ehemaligen Doge, die Paläste Doria, Durazzo , Brignole und Balbi, das18l7wiederhergestellte Iefuitencollegium und der für 3000 Menschen eingerichtete .-II-dkixo üe jwrei i. Die Stadt hat eine Wasserleitung, welche durch Springbrunnen