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Vierter Band. F bis G.
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Grognosie »nd Geologie

weise mit Mineralsubstanzen erfüllt, von denen die Gesteinmassen und Lager, oderdie GcbirgSschichten, meist unter größer« oder kleinern Winkeln durchschnitten wer-den. Die Gänge folgen bald geraden Linien, bald mannigfach gebogenen oder ge-krümmten Richtungen. Das den Raum erfüllende, die Gangart, ist, seiner Naturnach, mehr oder weniger abweichend von jener des Gebirgssteins, oder doch stetsdavon unterschcidbar durch andre Eigenthümlichkeiten. Durch den Winkel, wel-chen ein Gang mit der Mittagslinie Macht, wird das Streiche» desselben be-stimmt; seine Neigung gegen eine wagerechte Ebene bezeichnet nian mir dem Aus-drucke Fallen. Geringe Gänge, die kein bestimmtes Streichen und Fallen haben,sondern sich fast nach allen Richtungen wenden, nennt man Schwärmer.Liegendes heißt das GebirgSgestein, worauf der Gang ruht, Hangendesist die über ihm befindliche Felsart. Mit dem Ausgehenden endigt ein Ganggegen die Gebirgsobe,fläche, mit dem Tiefsten nach dem Erdinner» zu. DieMächtigkeit oder Breitenausdehnung der Gänge wird nach der senkrechten Ent-fernung zwiscbenLiegendem und Hangendem bestimmt. EinGang wird verdrückt,wenn die Mächtigkeit abnimmt, er keilt sich aus, wenn er in der Länge,i-erstieckung aufhört, er zei krümme rt sich, wenn er sich in viele sehr schmaleGänge zertheilt. Die Gangart oder Gangmaffe besteht entweder aus einer oderaus mehren Mineralsubstanzen; s,'x enthält Höhlungen von verschiedener Form undGröße, ganz oder theilweise mit Mineralien angefüllt, oder die Wände überzogenmit Krystallen (Drusenhöhlen). Entweder ist sie mit dem Nebengestein ver-wachsen, oder durch meist thonige Ablösungen (Besiege) davon getrennt. Dasgegenseitige Verhalten mehrer in einem Gebirge aufsehenden Gänge gehört zu den,vorzüglich auch in bergmännischer Hinsicht wichtigen Beziehungen derselben. Nurselten herrscht zwischen den Gängen einer Gegend Parallelismuö, öfter weichen sieab in ihrem Streichen und treffen sodann auf vielartige Weise zusammen, sodaßsie einander durchsetzen, verschieben (verwerfen) u. s. w. Sehr Mächtige Gängevon geringer Längenerstreckung nennt man stehende Stöcke; GebirgSmaffen,die von sehr vielen kleinen Gängen in allen Richtungen durchsetzt sind, Stock-werke. — Lager und Flöhe sind eigenthümliche Mineralmaffen von platten-förmiger Gestalt, tue eme mit den Schichten gleichlaufende Lage haben, aber nachBestand - und iLtructurvei hältnissen mehr oder weniger verschieden sind von denMassen des sie einschließenden Gebirges, oder doch in andrer Beziehung davonabweichen. Untergeordnete L. sind jene, die als mehr ausschließliches Eigen-thum gewisser Felsgebilde gelten, deren Erscheinen gleichsam bedingt wird durchdaüBorkommen größerer mächtigerer Massen. Fremdartige L. treten zufälligauf und stehen verschiedenen GebirgSmaffen zu. Streichen und Fallen sind beiLagern mit den gleichnamigen Verhältnissen der Schichten des einschließenden Ge-birges übereinstimmend. Mit der Lohle ruht ein Lager oder Floh auf dem tie-fern Gebirge; sein Dach begrenzt die Ausdehnung nach oben. Sehr mächtige La-ger von geringer Längenerstreckung nennt man liegende Stöcke und Siück-gebirge. Zn Absicht der Begrenzung der Lager nach den Seiten tritt ein Aus-keilen, Ausspitzen derselben ein, wenn sie bei allmälig abnehmender Mäch-tigkeit zuletzt ganz aufhören; oder sie werden abgeschnitten durch Gänge. DieLagermassen bestehe,, theils aus einfachen, d. h. aus sichtlich nicht gemengtenMineralien verschiedener Art, theils aus GebirgSgesteinen. Lager, die nur ausSteinarten bestehen, nennt man Gestein luger im Gegensatze von den Erz-lagern; viele sind Mittelglieder und führen zugleich Erze und Steinarten. —Überdie Versteinerungen oder Petrefacken s. Organische Überreste.—Die Stoffe, welche die Natur zu jenen denkwürdigen Metamorphosen verwendete,die VersteinerungSmittel, sind Sreinarten, meist Kalk, seltener Kiesel, oderbrennbare Substanzen, auch Erze (Schwefelkies, Brauneisenstein ,c.). Das Da-